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Interesse an Nordkorea & der DDR im kapt. Nachbar
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2Face #1
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Zitat von Soju:
O.K O.K :-)
zuimindest hatte dieser Film nicht mal Zuspruch in Korea, warum dann International ?
aber das ist leider ein trauiges Phänomen was ich in SKorea bemerke ...fast niemand hat Interesse sich mit dem Thema NKorea zu befassen, schon traurig...:-(

Also 2:1 für Baader .-)


Klingt für mich fast wie in Deutschland.Ab einen bestimmten Zeitpunkt war einfach kein Interesse mehr ,für seine Landsleute auf der anderen Grenzseite,vorhanden.

P.S.Baader ist nicht so gut wie viele meinen.(Darüber sollte wirklich ein eigener Thread her.Bevor es nur noch darum geht)
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Soju #2
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Ab einen bestimmten Zeitpunkt war einfach kein Interesse mehr ,für seine Landsleute auf der anderen Grenzseite,vorhanden.
Hallo 2Face,
das kann ich nicht bestätigen!
Meine Generation ( bin 40 Jahre alt ) war immer interessiert was im Osten so vor sich geht...
Wir hatten aber auch die Möglichkeit mal im Osten Schnuppern zu gehen, z.b waren die Erfahrungen nach West Berlin durch die DDR über die Transitstrecke im Zug oder Auto immer ein kleines Abenteuer :-)
Vorbei in Leipzig,dachte ich "irgendwann gehe ich da mal hin" oder im Zug ist man beim Schloss Sansouci vorbeigetuckert dachte ich das gleiche :-9
Auch die Tagestrips nach Ost Berlin waren immer interessant...:-)
Persönlich habe ich mich immer so gut wie möglich darüber informiert was auf der anderen Seite abgeht...

@Gummibein
In SKorea ist das Desinteresse über NKorea bei der jüngeren Generation schon sehr geprägt und meiner Meinung auch ein wenig gesteuert,möchte ich mal so behaupten!

Von Skorea hatte man schon eine Möglichkeit zumindest nach "Kaeseon" oder "Kumgang" zu kommen...das Alter der Koreaner war aber 60+ ....
Die jüngere Generation hat aber auch Angst so eine Tagestour zu unternehmen, weil Ihnen sonst vieleicht Probleme in der Studien oder Arbeitssuche drohen ist so eine Befürchtung....
Nun ist diese Option sowieso leider auch nicht mehr möglich...

http://en.wikipedia.org/wiki/Tourism_in_North_Korea
2Face #3
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Moin Moin
Aus dem Norden

Hallo Soju
Ich kann das nicht beurteilen da ich nur die ersten 6 Jahre meines Lebens in der DDR gelebt habe.Dann kam zum Glück die Wende. :-)
Ich meinte damit viel mehr das es im laufe der Zeit "OK" war das es zwei Deutschlands gibt.Es wurde ja auch immer von diesem "Klassenfeind" dreck geredet :nuts: .
Und meiner Meinung nach hatten sich beide Teile irgendwie auseinander Gelebt.
Und sind bis Heute immer noch nicht ganz "zusammen" gewachsen. :'(

Man sieht das wenn es wieder die Diskusion um den "Soli" geht dann meckert wieder jeder gegen jeden.

Es ist aber egal wo man herkommt .Es gibt nur ein Deutschland.

Danach lebe ich .Dieser ganze "OSSi "WESSI" mist sollte endlich aus den Köpfen der Leute.Das wird aber noch eine GANZE WEILE dauern.
Gummibein #4
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Antwort auf Beitrag #2
Durch die exponierte Lage von Berlin war der Osten für mich eigentlich nie weit weg.

Bei den Urlauben gab es die Herausforderung mit 100,00 km/h strafzettelfrei die "Zone" zu überqueren ohne dass einem der Insassen die Blase versagt. :)

Teile des öffentlichen Nahverkehrs (S-Bahn) war "betrieben by DDR." Folgerichtig fuhr man bei einigen Strecken mitten durch die DDR (Friedrichstraße und Co).

Beim Zappen über die damals Sagenhafte Zahl von fünf statt nur drei Fernsehkanälen blieb ich bei Sandmännchen regelmäßig hängen.

So gesehen war die DDR vielleicht etwas fremd aber dennoch konnte man halbwegs nachvollziehen wie sie ticken.

Was Nordkorea angeht, bei jedem Zwischenfall denke ich noch abgefahrener / verrückter / brutaler / peinlicher kann es nicht mehr werden aber sie schaffen es immer wieder neue Massstäbe zu setzen. Bei all den Fehlern die die Koreaner haben mögen, wer so etwas tut kann doch (hoffentlich) keiner sein...
2Face #5
Mitglied seit 02/2009 · 231 Beiträge
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Zitat von Gummibein:
blieb ich bei Sandmännchen regelmäßig hängen.


Das Sandmännchen :-O  und der Trabant :cool:  sind die einzigen Sachen aus dem "Osten" die jeder kennt.
Ach ja das Ampelmännchen gibts ja auch noch. :-)
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Soju #6
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Antwort auf Beitrag #4
Was Nordkorea angeht, bei jedem Zwischenfall denke ich noch abgefahrener / verrückter / brutaler / peinlicher kann es nicht mehr werden aber sie schaffen es immer wieder neue Massstäbe zu setzen. Bei all den Fehlern die die Koreaner haben mögen, wer so etwas tut kann doch (hoffentlich) keiner sein...

@Gummibein
was hat das mit dem Land und den Leuten zu tun?
Wenn es danach geht musst Du Dich als Südkoreaner genauso schämen, den was derzeit "Lee Myung Bak" und seine Administration anstellt ist mehr als peinlich und bestimmt nicht der richtige Weg auf gute Beziehungen und Wiederverinigung hinzuarbeiten....aber wie bemerkt, das ist meiner Meinung auch so gewollt....traurig traurig :-(

Es ist aber egal wo man herkommt .Es gibt nur ein Deutschland.
Danach lebe ich .Dieser ganze "OSSi "WESSI" mist sollte endlich aus den Köpfen der Leute.Das wird aber noch eine GANZE WEILE dauern.
@2Face
Da gebe ich Dir zu 101% Recht !!!
Diejenigen die nach der Vereinigung geboren sind werden denke ich hoffentlich auch so denken ;-)
Meine Generation oder älter wird sich da leider schwerer tun und das gilt für beide Seiten, da ist halt Erziehung oder die Schule prägent ...leider .... :-(

btw; Eisern Union :-)
Dieser Beitrag wurde 2 mal verändert, zuletzt am 25.02.2009, 15:43 von Soju.
Gast (Gast) #7
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Betreff: Film "Crossing" mit englischen Untertiteln
Für alle, die sich für den Film "Crossing" interessieren:
Meine Schwiegertochter in San Francisco hat mir vor ein paar Tagen erzählt, dass der Film Ende des Monats in den USA als DVD mit englischen Untertiteln herauskommt. Dann kann man ihn sicher auch über das Internet demnächst beziehen - denn ins CINEMAX wird er ja wohl nicht kommen (schade! Sonst ginge ich zu dieser von mir möglichst gemiedenen Institution doch mal hin...  :-D  )
Im Übrigen noch eine Meinung zu dem Film (ich habe ihn mit koreanischen Freunden gesehen, die mir den Ton ins Deutsche übersetzt haben): ich finde, dass er ganz unabhängig vom Inhalt sehr gut fotographiert ist. Außerdem habe ich von einem Bekannten, der selbst in Nordkorea war, mir sagen lassen, dass das Elend in Nordkorea durchaus gut getroffen ist in dem Film.
Noch eines: ich finde bei dem Film wohltuend, dass er nicht so "hektisch laut" ist wie Filme, die aus Hollywood zu uns kommen. Und schauspielerisch ist die Leistung besonders der Kinder, aber auch des Vaters zum Teil sehr beeindruckend.
In der Tat ist es ein Phänomen, dass viele (nicht alle) Südkoreaner sich wenig mit dem Schicksal der Nordkoreaner beschäftigen. Ich frage aber: war es bei uns in Deutschland vor den regelmäßigen "Montagsdemonstrationen" viel anders? Dabei war es bei uns damals doch viel leichter, an Informationen zu kommen.
Es ist einfach so: die Zeit "heilt" Wunden - besser gesagt: die Menschen vergessen. Und das Interesse kommt erst wieder, wenn ganz akut ein Drohpotential aufgebaut wird oder sich ganz, ganz offensichtlich "etwas Überraschendes tut".... Und mit letzterem ist es ja in Korea noch nicht so weit....
Wolfgang
augusteclara #8
Mitglied seit 08/2009 · 2 Beiträge
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Hallo,

ich bin täglich auf der Suche nach Möglichkeiten, die allgemeine Situation der nordkoreanischen Bevölkerung darzustellen und mitzuteilen. Dazu habe ich ausgewählte Links über bestimmte Dokumentationen, kurze Rezensionen über bestimmte Bücher und einen Link über einen aktuellen Kinofilm, den ich auf den verschiedenen Seiten bisher gepostet habe.
Ich möchte also dieses Forum nutzen, um einige sehr wichtige Inhalte mitzuteilen, weil mir auch wieder in diesem Forum aufgefallen ist, das zwar einerseits die Frage Nordkorea/Südkorea kontrovers diskutiert wird, aber doch die eigentliche Frage nur sehr selten angesprochen wird. Die eigentliche Frage für mich lautet: Was wollen die Menschen, die in diesen Staaten leben. Es ist eine übergeordnete Frage, die sich auf viele Gebiete unserer unserer Welt übertragen lassen kann. Birma, Tschetchenien, Georgien und eben auch Nordkorea. Ich glaube eine Antwort darauf kann ich durch die Lektüre der unten angegebenen Titel mitteilen. Wir gehen immer davon aus, dass sich alles auf politische Auseinandersetzung reduzieren lassen könne, doch ist es denn wirklich so, dass wir so politisch motiviert sind? Meine These lautet daher: Menschen bedeutet es viel, einen positiven Bezug zu dem herzustellen, was wir als Heimat bezeichnen. Und zu diesem Konzept von Heimat gehört ein bestimmtes Setting von Gegebenheiten. Einerseits ist es die Natur und die klimatischen Bedingungen, die sich in uns eingeprägt haben und die uns das Gefühl der Heimat geben. Darüberhinaus sind es kulturelle Feinheiten, die sich in der Sprache, in der Art miteinander umzugehen darstellen, die uns Heimat spüren lassen. Und ganz konkret auf Nordkorea bezogen, sind es auch die Symbole des alltäglichen Raumes, die so etwas wie Heimat herzustellen vermögen. Inwiefern diese Symbole des öffentlichen Raumes (Statuen, Plakate, Porträts) nicht auch Oberflächen sein können, auf denen sich Kritik darstellt, dass kann aus der aktuellen Literatur nicht abgelesen werden, dennoch ist die Gewohnheit der Anwesenheit bereits etwas, was Vertrauen und Zugehörigkeit bedeutet. Insofern tun wir den Nordkoreaner unrecht, wenn wir erwarten, dass sie froh sein sollten, ihre Heimat so zu verändern, dass sie sie nicht wieder erkennen können. Um auf die eingangs gestellt Frage zurückzukommen, was die Menschen in Nordkorea wollen, lautet die Antwort also: In ihrer Heimat leben, nur ein bißchen besser.
Das soll nicht heißen, dass alles gut ist, wie es in Nordkorea sich für die Menschen und ihre Lebenszusmmenhänge darstellt. Um es ganz deutlich auf den Punkt zu bringen: Es ist furchtbar. Und eine Anklage an jeden Menschen der nichts dagegen tut. Aber das müssen die Nordkoreaner selber tun. Und wir können ihnen nur dabei helfen, wenn sie uns darum bitten. Bitten können uns die hunderttausende Flüchtlinge die in China leben und Angst haben "repatriiert" zu werden. Bitten können uns auch die tausende Flüchtlinge in Südkorea. Und wir sollten ihnen dann mit allen unseren Möglichkeiten helfen. Nicht mit Krieg. Denn nach einem Krieg erkennt niemand seine Heimat wieder.
Wer also daran interessiert ist, sich ein facettenreiches Bild vom alltäglichen Leben in Nordkorea zu machen, der ist mit den folgenden Quellen für die nächsten Wochen ganz gut versorgt.
Und wer jetzt dennoch unzufrieden ist, dass wir im wahrsten Sinne nur zuschauen können, wie die schlimmsten Verbrechen geschehen, während wir scherzend unseren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen, der soll nicht vergessen, dass das alles nur durch eines zu verändern ist: Durch Kommunikation. Und das tun Sie, wenn Sie sich hier beteiligen. Oder anderswo...

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Hyok Kang/Philippe Grangereau: "Ihr seid hier im Paradies. Meine Kindheit in Nordkorea."

Aus der Sicht eines Kindes wird der Alltag in einer dörflichen Region nicht unweit der chinesischen Grenze in den neunziger Jahren geschildert. Hunger, Gefängnis und ideologische Erziehung werden eindrucksvoll aber ohne moralischen Zeigefinger geschildert.

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Soon Ok-lee: "Lasst mich eure Stimme sein! Sechs Jahre in Nordkoreas Arbeitslagern."

Aus der Sicht einer Parteitreuen und patriotischen Nordkoreanerin wird das Leben in einem Arbeitslager dargestellt. Sehr eindrücklich durch den langsamen Wandel einer Parteifunktionärin.

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Shin Dong-hyuk:
Hierzu gibt es leider noch keine deutsche Buchveröffentlichung. Die Washington Post hat einen Artikel veröffentlicht, der den Titel
"Shin Dong-hyuk Escaped North Korean Prison Camps, Reveals Horrors" trägt.
Auf YouTube gibt es ein Video, welches den Titel:
"BORN AND RAISED IN A CONCENTRATION CAMP" trägt.
http://www.youtube.com/watch?v=Ms4NIB6xroc

Im Jahr 1982 in einem Arbeitslager geboren, gelingt ihm 2005 die Flucht. Bestimmte Begriffe und Konzepte sind ihm sehr fremd. Freiheit, Freundschaft, Liebe, Freude. Zeuge der Hinrichtung seiner Mutter und seines Bruders. Opfer monatelanger Folter. Aktivist in Organisationen, die versuchen auf die Situation in Norkorea aufmerksam zu machen.

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Auf Youtube ist aktuell ein südkoreanischer Film zu sehen - "Keurosing (Crossing)", 2008 -, der sich eigentlich als einen ganz normalen Film über eine Familie Nordkoreas darstellen könnte. Mit sehr viel Liebe und ohne ideologischen Pranger kommt dieser scheinbar aus dem Nichts und verschwindet dort wieder. Im übrigen handelt es sich bei diesem Film um die Einsendung Südkoreas für die diesjährigen Academy-Awards in der Kategorie bester fremdsprachiger Film.

Keurosing (Crossing), Südkorea 2008, Koreanisch mit deutschen Untertiteln

http://www.youtube.com/watch?v=IhahvxABPGQ
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