Forum: Übersicht Allgemeines Forum -  자유게시판 RSS
Das siebte Kind
Zusammengeführt mit [Adoption - Artikel auf SPON]
Dieser Werbeblock wird nur bei nicht angemeldeten Gästen gezeigt.
Devil #1
Benutzertitel: Kleinvieh macht auch Mist!
Mitglied seit 09/2005 · 58 Beiträge · Wohnort: Achim/Delmenhorst
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Betreff: Das siebte Kind
"Das Siebte Kind"
Kein Land der Welt hat so viele Babys exportiert wie Südkorea: zur Adoption für Eltern im Westen, die diese Kinder aus dem Elend holen und sich ihren Kinderwunsch erfüllen wollen. Nun schämt sich Korea dieser Geschichte, wirbt um die Exilierten - und hofft, sie kehren zurück. Von Sandra Schulz

So lautet der Einführungstext eines berichtes aus dem Spiegel vom 21.2.2009 (Nr. 9)

Er ist um fünf Uhr morgens aufgewacht. er weiß, was er fragen will. Er will wissen: Warum ich? Warum war ich es, das siebte Kind, das abgegeben wurde? Er glaubt zu wissen, was seine Mutter will. Sie will ihn um Vergebung bitten an diesem Tag, 24 Jahre nachdem sie ihn verließ. Seither haben sie sich nicht gesehen.
[...]
Wie oft habe ich mich gefragt, warum ich und wie oft habe ich Minuten später festgestellt, dass ich niemals eine Antwort auf das langersehnte "Warum?" bekommen werde

[...]
"First Trip Home" lautet der offizielle Name dieser Reise nach Seoul, zu der sie aufgebrochen sind, Melanie und Kiel und 40 andere Adoptierte. 42 von 160.000 Kindern, die Korea seit 1953 in die Fremde geschickt hat, so viele, wie kein anderes Land.
[...]
[...]
Korea hat angefangen, sich seiner ehemaligen Staatsangehörigen zu erinnern. Eine koreanische Stiftung, in Kooperation mit dem koreanischen Außenminsiterium, zahlt Melanie, Kiel und den anderen ihren Flug, lädt sie ein ins Luxushotel nach Seoul. Man wolle, so steht es in der Broschüre der Overseas Koreans Foundation, die Adoptierten darin unterstützen, ihre Herkunftsfamilien wiederzufinden, "als beispielhafte Bürger und Führungsprsrönlichkeiten im Adoptionsland heranzuwachsen und Stolz zu empfinden, Koreaner zu sein".
[...]
..., als sich der damalige koreanische Präsident Kim Dae Jung offiziell bei den Adoptierten entschuldigte: "WEnn ich euch anschaue, bin ich stolz auf so kultivierte Erwachsene, doch ich bin auch überwältigt von dem Gefühl enormen Bedauerns über all den Schmerz, dem ihr ausgesetzt wart ...
Der Grund für die Adoption waren vorrangig ökonomische Schwierigkeiten. Wir sind euren Adoptiveltern dankbar, aber wir sind ebenso erfüllt von Scham."
[...]
Ja, ich bedaure es auch oft... vielleicht viel zu oft, ich weiß es nicht ...

[...]
Korea, das ewige Opfer, seit Jahrzehnten geteilt, immer wieder von Großmächten bedrängt, unterdrückt, will auf seine Wunden schauen. Koreanische Filme, Theaterstücke, Popsongs, sie alle machen internationale Adoption zum Thema. Die Regierung führte einen "Adoptionstag" im Mai ein, um das eigen Volk zu ermutigen, koreanische Kinder bei sich aufzunehmen. Solche Kampagnen sind nötig in einem konfuzianisch geprägten Land, wo Blutsbande und Ahnenlinien alles sind und die Menschen davor zurückschrecken, ein fremdes Kind als ihres anzusehen.
[...]

1999 hat die südkoreanische Regierung die Adoptierten als Auslansdskoreaner anerkannt, sie dürfen nun zwei Jahre in Korea arbeiten. Die abgeschobenen Kinder von damals sind heute Humankapital - in einem Land mit überalteter Bevölkerung und niedriger Geburtenrate. Etwa 500 Adoptierte haben sich scin im Land ihrer Vorfahren niedergelassen.
[...]

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich werde das sicherlich nicht in Anspruch nehmen. Ich weiß, dass ich niemals meine Eltern kennen lernen werde. Ich war auf Spurensuche, aber ich habe meinen Namen nichtmal von meinen Eltern bekommen.

Wenn ich Zeit habe, werde ich den Artikel mal einscannen, vllt auch gut lesbar, vllt findet jemand auch den Artikel im Internet, ich hab ihn nicht gefunden
Einige Tiere unterhalten sich.
Prahlt der Gepard: "Wenn ich brülle, zittert die ganze Steppe".
Der Löwe tönt: "Ha! Wenn ich brülle, zittert die ganze Wüste".
Piepst ein kleines Vögelchen: "Was wollt Ihr eigentlich? Wenn ich huste, zittert die ganze Welt"
henchan (Ehemaliges Mitglied) #2
Kein Benutzerprofil vorhanden.
Link auf diesen Beitrag
Betreff: Adoption - Artikel auf SPON
Ich fand diesen Artikel heute auf Spiegel-online und find ihn interessant.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,609300,00.html
Dieser Beitrag wurde 2 mal verändert, zuletzt am 28.02.2009, 13:25 von iGEL.
Begründung: Zusammengeführt
2Face #3
Mitglied seit 02/2009 · 231 Beiträge
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Hallo henchan

Der Artikel ist wirklich interessant und vorallem auch super geschrieben.
Bis vor kurzem wusste ich das noch überhaupt nicht.
Dieser Beitrag wurde am 28.02.2009, 13:26 von iGEL verändert.
Begründung: Zusammengeführt
Gummibein #4
Mitglied seit 02/2008 · 881 Beiträge
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Warum wird das jetzt gerade hochgekocht? Hat da jemand ein Buch geschrieben, das sich verkaufen muss?
Dieser Beitrag wurde 2 mal verändert, zuletzt am 28.02.2009, 13:27 von iGEL.
Begründung: Zusammengeführt
henchan (Ehemaliges Mitglied) #5
Kein Benutzerprofil vorhanden.
Link auf diesen Beitrag
Wird nicht hochgekocht, Gummibein.
Gummibein #6
Mitglied seit 02/2008 · 881 Beiträge
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Zig Jahre hatte man Zeit sich mit diesem Thema zu beschäftigen aber nie las ich etwas zu diesem Thema.

Ganz anders dieses Jahr. Es ist selbst für mich, der um es mal vorsichtig auszudrücken die Presse nicht so genau beobachtet schon der dritte Artikel in diesem Jahr den ich mitkriege. Woher diese plötzliche Interesse?
henchan (Ehemaliges Mitglied) #7
Kein Benutzerprofil vorhanden.
Link auf diesen Beitrag
Den Grund dafür kann ich dir leider auch nicht sagen. Und deine Einschätzung leider auch nicht kommentieren.
Das "Thema Korea" ist für mich noch sehr jung, da mein Interesse seit noch nicht all zu langer Zeit erst geweckt wurde.

Es wird wohl immer Themen geben, über die anfangs kaum offen gesprochen wird und es vielleicht den zeitlichen Abstand braucht, bis Menschen beginnen, darüber zu sprechen.

Aber letztlich kann ich dazu leider auch nix sagen.
Dieser Beitrag wurde am 01.03.2009, 10:05 von Unbekannter Benutzer verändert.
Avatar
Yung Ho #8
Mitglied seit 11/2008 · 45 Beiträge · Wohnort: Heidelberg
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
das thema suedkorea und seine adoptionsproblematik ist nicht hochgekocht, sondern stellt einfach die realitaet dar, das schwierige verhaeltnis zwischen korea und den adoptierten. auch in den jahren zuvor hat es sehr viele mediale berichte über dieses thema gegeben und es werden sicher noch mehr davon dieses jahr erscheinen. ich erinnere an die vielen talkrunden bei kerner und co, dokus auf arte und anderen kanälen, und berichten in der faz und selbstbiografische schriften. die journalistin schulz hat schon vor laengerem interesse an diesem thema geaeussert und nach geeigneten protagonisten gesucht. offensichtlich fuendig geworden.
Raining (Ehemaliges Mitglied) #9
Kein Benutzerprofil vorhanden.
Link auf diesen Beitrag
sehr guter artikel. vorallem das thema "überangepasst"... oder anders ausgrdrückt: die psychischie basis eines adoptierten, wird teils auch gut dokumentiert.
ich bin selbst einer dieser 160.000 und ich glaube man könnte darüber eine doktorarbeit schreiben... ich werde ijm sommer auch zum ersten Mal nach Korea fliegen, aber ich denke ich werde meine Eltern nie finden, auch wenn ich es gerne würde...
DKG-Hamburg #10
Mitglied seit 06/2008 · 1230 Beiträge
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer, Stammtische Norddeutschland
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Denke diese Leseung in Hamburg passt ganz gut dazu:

Vattenfall Lesetage 2009

22.04.2009
19:00 - 21:00 Uhr

Berlin – Seoul – Berlin
Miriam Yung Min Stein
Hye-Yoon Jung


Die Autorin beschließt, eine Reise in die Vergangenheit zu wagen. Als kleines Kind wurde sie adoptiert und landete in Osnabrück. Doch über genau diese Vergangenheit hat sie sich nie sonderlich viele Gedanken gemacht. Bis es ihr keine Ruhe mehr lässt, sie sich eine Auszeit nimmt und nach Korea fliegt, in ihre Heimat. Um herauszufinden, aus welcher Stadt sie kommt und wer ihre Eltern sind. Doch schnell erkennt sie, dass sie sich dort alles andere als heimisch fühlt. Nicht einmal die Sprache versteht sie. Und die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit scheint zum großen Teil eine Kopfsache zu sein ... Ehrlich und offen.

Ort: Nachtasyl im Thalia Theater
Alstertor x, 20095 Hamburg
Eintritt: 5 €

Ticket online kaufen: http://www.vattenfall.de/eventsystem/app/veranst…?progra…
Uhu #11
Mitglied seit 06/2008 · 401 Beiträge
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Wenn ich mir diesen Beitrag so durchlese, werde ich sehr emotional und mir kommen die Tränen. Ich wünsche es niemandem, kenne aber selbst 3 adoptierte Koreaner, die teilweise ihre Wurzeln kennen und teilweise aber auch nicht.

Guter Beitrag, auch wenn ich nicht nachvollziehen kann, wie man als Elternteil egal ob Vater oder Mutter einfach so mal sein Kind weggeben kann. Klar haben manche ihre Gründe aber... nein, weiss nicht ob ich sachlich bleiben werde, deshalb belass ich es hierbei.
Schließen Kleiner – Größer + Auf diesen Beitrag antworten:
Smileys: :-) ;-) :-D :-p :blush: :cool: :rolleyes: :huh: :-/ <_< :-( :'( :#: :scared: 8-( :nuts: :-O
Weitere Zeichen:
Gehe zu Forum
Nicht angemeldet.
Kennwort vergessen · Registrieren
Aktuelle Zeit: 10.12.2018, 20:36:46 (UTC +01:00)  ·  Impressum  ·  Datenschutz