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Romanisierung
ich verzweifele an der Umschrift :(
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julysun #1
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Subject: Romanisierung
Hallo zusammen,

ich habe vor kurzem begonnen Koreanisch zu lernen. Ich verwende zur Zeit "PONS Lernen & Üben Koreanisch" und habe jetzt das Kapitel "Alphabet/Aussprache" beendet und mit den ersten Wortschatzübungen begonnen. Zusätzlich zu den Aufgaben im Buch habe ich mir etliche Übungen selbst zusammengestellt (etwa die ersten Vokabeln der CD als Diktat schreiben).

Zwar lerne ich erst sehr kurze Zeit aber da mir nach den zwei Wochen die Romanisierung immer noch eher als Qual, denn als Hilfe erscheint, wollte ich mal nachfragen, wie andere Anfäger dies empfinden?

Bei den Aufgaben "Schreiben Sie die Umschrift" versage ich trotz aller Bemühungen. Vieles hört sich für mich gesprochen völlig anders an, als in der Lautschrift wiedergegeben.

Was tun? Sollte/kann ich eventuell ganz auf das Lernen der Romanisierung verzichten? Oder was könnte mir helfen, diese effektiver zu lernen/anzuwenden?
Aufgeben möchte ich nach so kurzer Zeit und den, meiner Meinung nach, guten Fortschritten was das Umsetzen von Sprache zu Hangul angeht, nicht.

Für Erfahrungen und Rat wäre ich sehr dankbar.

july
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iGEL (Administrator) #2
User title: 이글
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Moin Julysun, willkommen an Board! ^_^

Ich habe sofort mit Hangeul begonnen und halte das immer noch für sehr sinnvoll, direkt mit Hangeul zu lernen. Wie du selbst bemerkt hast, sind Umschriften immer nur eine Krücke bzw. ein Klotz am Bein, weil man doch immer wieder deutsch denkt, wenn man lateinische Buchstaben liest.

Hangeul ist sehr logisch und einfach zu lernen. Es gibt ein paar Ausnahmen, aber in solchen Fällen habe ich mir die tatsächliche Aussprache auch in Hangeul notiert (Etwa 한라산, gesprochen 할라산).

Ich benutze Umschriften eigentlich nur hier im Forum, wenn Leute die Aussprache von koreanischen Wörtern haben wollen, oder wenn ich gerade kein Hangeul tippen kann.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
This post was edited 2 times, last on 2009-01-29, 14:52 by iGEL.
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Nomou #3
User title: Koi
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Hallo,

Ich kann Johannes nur zustimmen. Die Umschrift kann prinzipiell nicht die Koreanischen Laute wiedergeben. Deswegen wird man nie damit glücklich werden. Hinzu kommt, dass es zwar theoretisch standardisierte Romanisierungen gibt, dass diese aber nicht allgemein verwendet werden. Viele Koreaner schreiben es anders um, sodass es ein Wirrwarr von verschiedenen Romanisierungen gibt, von denen man teilweise kaum noch auf die ursprüngliche Aussprache schließen kann.
Außerdem bringt einem die Umschrift wenig, wenn man ernsthaft Koreanisch lernen will, da man früher oder später zu einem Punkt kommt, wo Romanisierungen nur unnötig verkomplizieren.
Also lerne ruhig Hangeul. Man kann alle Konsonanten und Vokale innerhalb eines Tages auswendig lernen. Übung macht den Meister, und wenn man sich erstmal an Hangeul gewöhnt hat, vermisst man die Romanisierung nie wieder.^^

Interessante Links dazu:

http://rki.kbs.co.kr/learn_korean/lessons/g_index.htm#    Übersicht mit Aussprache.
http://de.youtube.com/watch?v=Xq4S7M9rJbg            Eins von vielen Übungsvideos auf youtube. ist ganz lustig^^

Es bietet sich das Lernen mit Videos an, weil man die Aussprache nicht (nur) liest sondern hört. Vielleicht findest du ja einen koreanischen Muttersprachler, der dir hilft. Das ist immer noch das beste.
Ich hab auch angefangen, alleine Koreanisch zu lernen, aber deutliche Fortschritte mache ich erst seit ich einen Kurs besuche.

Viel Spaß und Erfolg noch beim Lernen!
julysun #4
Member since Jan 2009 · 3 posts
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Vielen Dank für eure Antworten, Links und guten Wünsche.

Ich bin sehr erleichtert, dass Fortgeschrittene meinen ersten Eindruck bestätigen.
Hangeul zu erlernen fand ich überraschend einfach; Konsonanten und Vokale fielen mir nach wenigen Stunden bereits sehr leicht. Als mir dann jedoch die Aufgaben zur Umschrift so schwer gefallen sind, war ich sehr enttäuscht.

Kein Wunder, dass es, laut Pons, fünf verschiedene Umschriften gibt.

Das erwähnte Buch arbeitet mit der offiziellen Romanisierung. - Wie man beispielsweise auf kk für "ㄱㄱ" (ich kann noch nicht besser Hangeul tippen, bitte entschuldigt; es soll ein Doppelkonsonant sein) gekommen ist, bleibt mir ein Rätsel. Die Audiobeispiele über den Unterschied zwischen Grund- und Doppelkonsonanten lassen meiner Meinung nach auch sehr zu wünschen übrig.

Dankeschön nochmals :)

Julia
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Nomou #5
User title: Koi
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Hi,

Doppelkonsonanten schreibst du, indem du statt "r" für "ㄱ" "R" (also mit shift) tippst: ㄲ.
Um schnell zwischen Deutscher und Koreanischer Tastatur zu wechseln, kannst du alt+shift drücken.
Um bei der Koreanischen Tastatur zwischen Koreanisch und Englisch umzuschalten, drückst du alt gr.
Und für die Konvertierung von 한글 zu 한자 (chinesischen Zeichen) kannst du rechts strg drücken.
Ist zumindest bei mir so ;)

kk soll die Aussprache für ㄲ besser darstellen, da sich diese leicht vom einfachen ㄱ unterscheidet.
Da es kein Doppel ㅋ gibt, gibt es nicht die Gefahr die beiden zu verwechseln.
Aber wie gesagt, halte dich nicht so sehr mit der Romanisierung auf.

Was die Aussprache von Doppelkonsonanten angeht, die ist tatsächlich hart.. ich denke, daran muss man sich mit der Zeit gewöhnen. Bei manchen Worten kann man den Unterschied ganz gut hören.
Ich würde es so erklären:

가끔 (manchmal) und 가금 (Geflügel) unterscheiden sich deutlich; während 가금 "in einem Zug" ausgeprochen wird, betont man bei 가끔 die zweite Silbe, indem man nach dem 가 das ㄱ ansetzt, "verschluckt", und dann deutlich betont das 끔 anschließt. Also quasi wie 각-끔!.

Allerdings muss ich sagen, dass es sehr schwer zu beschreiben ist.

mfg
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3do #6
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Stell Dir einfach einen "Schnipsgummi" vor mit dem Du den Doppelkonsonanten weg "katapultierst". ;) (In koreanischen Comics werden zur Umschreibung von kurzen aber intensiven Geräuschen häufig Doppelkonsonanten verwendet.) Auf Doppelkonsonanten nachfolgende Vokale klingen kurz, intensiv und schnell, während die Doppelkonsonanten selbst jedoch kaum betont werden. Im erwähnten Beispiel klingen 금 und 끔 ähnlich unterschiedlich wie im deutschen gut und Gummi (wobei das u natürlich anders klingt als das 으). Aber vielleicht hilft das der Anschauung ...
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