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eine Frage an Menschen, die "als Ausländer(in)" für längere Zeit in Seoul leben/gelebt haben.
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fragende (Guest) #1
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Subject: eine Frage an Menschen, die "als Ausländer(in)" für längere Zeit in Seoul leben/gelebt haben.
Hallo zusammen.

diese Frage richte ich gerne, wie im Betreff bereits erwähnt, an Personen, die Seoul als "dort wohnende" kennen oder kennen gelernt haben, nicht nur als Kurz-Ferien-Aufenthalt (so wie ich es bisher erlebt habe).

Zur Vorgeschichte: Ich bin seit über 4 Jahren in einer Beziehung mit einem Koreaner, der momentan in Seoul wohnt und arbeitet.
Seit wir beide unsere beruflichen Abschlüsse erreicht haben, denken wir an die konkrete Planung für eine gemeinsame Zukunft. Zur Auswahl steht eines der beiden Herkunftsländern. Momentan habe wir beide im eigenen Land einen Job. Einer von uns müsste kündigen und "zum anderen kommen". Beide sind bereit für diesen Schritt, dennoch ist abzuwägen, welches Land sich besser "eignet".   Ich war einige Male in Korea als Besucherin. Ich konnte so kurze Eindrücke gewinnen, jedoch sind Ferien ja nie vergleichbar mit tatsächlich dort wohnen.

Nun möchte ich fragen, wie ihr, die dort lebt, das Leben dort erlebt. Arbeitet ihr? Wie begegnet man euch? Was für Unterschiede gibt es, sobald man selber koreanisch spricht? Öffnen sich dann Türen zu Jobmöglichkeiten wie zum Beispiel wie das Arbeiten im Spital (so wie ich es hier tue?). Ich weiss, es kommt auf den einzelnen draufan, jedoch wäre ich sehr dankbar für Eindrücke von euch, wie es ist als Ausländer(in) in Korea zu leben, sich zu integrieren. Ich bin grundsätzlich offen für einige Zeit in Korea zu leben, doch für immer ??? Als binationales Paar ist es in Korea sicher anders zu leben als unter gleichen Umständen in einem europäischen Land, wo man bedeutend weniger auffällt.

Mein Freund arbeitet stets bis 22Uhr ... das heisst, ich müsste meine Zeit selbst organisieren können. In meinem Heimatland ist das ja kein Problem, jedoch in Korea? Ich möchte ja nicht nur Hausfrau sein, wobei ich das "nur" keineswegs als negativ wirken lassen will. Hausfrau zu sein ist nicht negativ. Ich meine damit nur, dass ich in korea nicht einfach nur zuhause sitzen möchte, weil es schwierig ist, sich in korea einzuleben.


Ich wäre einfach mal dankbar, wenn mir eine(r) von euch eigene Eindrücke und Erfahrungen beschreiben könnte.

Vielen Dank.  :-)
Love Soju (Guest) #2
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Unm Ehrlich zu sein allein der Urlaubsanspruch spricht fuer Deutschland obwohl das Leben in Korea auch sehr nett ist, aber wenn man keine Freizeit hat brringts auch nix ;-)
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Chung-Chi #3
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Hm ... es ist immer ein bisschen schwer von den Eindruecken anderer Leute auf die eigenen moeglichen Eindruecke zu schliessen, wie du ja auch schon bemerkt hast.

Ich selbst lebe seit nun fast drei Jahren in Seoul und habe seit ca. fuenf Monaten einen koreanischen Freund. Mein Alltagskoreanisch ist eigentlich ganz okay.
Natuerlich erregen wir als gemischtes Paerchen manchmal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, aber bisher habe ich bei Fremden keine wirklich negativen Erfahrungen gemacht. Die Freunde von meinem Freund reagieren allerdings bisher extrem schuechtern auf mich, obwohl sie mit mir auf koreanisch sprechen koennen. Ich hoffe, das wird sich mit der Zeit aendern.
In der Regel sind die Leute in Seoul extrem busy (wie dein Freund ja auch). Deshalb habe ich die Erfahrung gemacht, dass Koreaner, die urspruenglich aus Seoul stammen und schon ueber ein gutes Netzwerk an Freunden verfuegen, im allgemeinen weniger offen fuer neue Freundschaften sind und lieber schon auf bestehende zurueckgreifen. Zum Glueck gibt es in Seoul aber auch sehr viele "Zugereiste", die ihre alten Cliquen in anderen Teilen Koreas zurueckgelassen haben und daher ohnehin gezwungen sind, sich neue Leute zu suchen.
Nach meinem Gefuehl tauen Koreaner wesentlich langsamer auf als Leute aus anderen Nationen. (Das kommt natuerlich auch immer auf den einzelnen an.) Aber ich hatte das Gefuehl, dass es normalerweise vier bis sechs Monate dauert, bis eine richtige Freundschaft entsteht. Aber ab dann hat man wirklich sehr treue Freunde. Ein paar meiner Freunde aus Busan halten auch nach sieben Jahren noch immer Kontakt zu mir.
Wie es ansonsten so allgemein in Korea ist, kannst du auch in anderen Beitraegen hier im Forum nachlesen. Ich denke, die herrschende Meinung ist, dass Korea seine Vor- und Nachteile hat, wie Deutschland ja auch, und dass sich das ganze Ungefaehr die Waage haelt, das Berufsleben aber in Korea wesentlich stressiger ist.

Viel Glueck,
Chung-chi
fragende (Guest) #4
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Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

An Chung-Chi:
Hallo¨! Um nochmals auf deine Äusserungen zurückzukommen ... Darf ich fragen, warum du vor drei Jahren nach Seoul "ausgewandert" bist? Für wie lange willst du denn bleiben? Arbeitest du, und wo? Fasse bitte meine Neugierde nicht falsch auf. Du musst nicht antworten ...
Es stimmt, in beiden Ländern gibt es Vor- und Nachteile, es kommt ja dann darauf an, mit welchen "-teilen" man besser klar kommen kann. Für meinen Freund wäre es ja auch in Deutschland nicht einfach, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen.
Jetzt mal abgesehen von den Kontakten ... Wie schätzt du denn "Stand" von ausländischen Frauen in Seoul ein? Ich meine damit, ob man eher benachteiligt wird (bei Jobangeboten)?. Klar, es kommt ja dann wieder auf die einzelne Situation darauf an ...  aber kann man sich ..(wie soll ich das beschreiben???) ... verwirklichen, so wie man es von Deutschland her kennt? Bin nicht sicher ob du die Frage verstehst ... Ich meine einfach, hast du bisher Einschränkungen erlebt? Ich weiss, die Fragen scheinen komisch, denn das kann einen ja überall treffen, doch vielleicht verstehst du wie ich meine ...  :huh:

Ja, im Forum findet man schon einiges an Informationen und Beschreibungen, aber eben oft nur von Kurzaufenthalten.

tja, das Ganze ist gar nicht so einfach zu entscheiden. Vielleicht sollte man einfach mal in einem Land beginnen und nach 1-2 Jahren neu überdenken .. aber eben, gibt auch einen Aufwand.

Vielen Dank nochmal für die Antworten.

Liebe Grüsse
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iGEL (Administrator) #5
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Moin fragende!

Wie Chung-Chi geschrieben hat, hängt vieles halt von der eigenen Person ab. Man braucht natürlich selbst erst einmal viel Offenheit, sich auf die koreanischen Eigenheiten einzulassen.

Möchtest du in Korea arbeiten? Ich vermute, das wird vor einer Hochzeit nicht einfach. Ich weiß nicht, welche Arbeit du im Krankenhaus tust, aber Pflegekräfte sind in Korea meines Wissens besser ausgebildet als in Deutschland. Da wird es schwierig, nachzuweisen, dass du eine Stelle statt eines Koreaners machen solltest, weil genau das muss dein zukünftiger Arbeitgeber tun, damit du ein Visum mit Arbeitserlaubnis bekommst. Ich würde es vielleicht bei einer der deutschen (oder anderen ausländischen) Firmen in Korea versuchen. Die haben offenbar auch wesentlich humanere Arbeitszeiten...

Allerdings denke ich, dass es eine gute Voraussetzung ist, dass dein Freund ebenfalls bereit ist, nach Deutschland zu kommen. Falls es dir in Korea nicht gefällt, könnt ihr dann ja immer noch nach Deutschland kommen.

Viel Erfolg!

Gruß, Johannes
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fragende (Guest) #6
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Hallo Johannes.

Muss noch nebenbei anmerken, dass ich aus der Schweiz komme ..  :-)  . Hab ich bisher nicht erwähnt .. da es ja nicht draufan kommt.
Nur eine kleine Information zu Pflegekraft ... Also, ich bin Krankenschwester (heisst in der CH jetzt dipl. Pflegefachfrau HF) und hatte eine vierjährige Ausbildung, nachdem ich zuvor eine dreijährige Fachschule als Pflicht absolvieren musste (also insgesamt 7 Jahre). Im Unterschied zu Deutschland, kann man in der CH erst mit frühestens 18/19 Jahren, nicht schon mit 16 die Ausbildung beginnen. (So weit bin ich von deutschen Mitarbeitern informiert, die hier in der Schweiz arbeit fanden, aber in gewisse Kompetenzen noch geschult werden mussten.) Und man muss vorher noch ein Fachschuldiplom nebst der obligatorischen Schule haben.  Im Vergleich sehe ich auch, dass die deutschen Krankenschwestern eben in Deutschland viel weniger Kompetenzen haben als in der Schweiz. Dementsprechend wird die Ausbildung auch anders sein.

So weit so gut ... Ich weiss, dass ich so vom eigentlichen Thema abkomme, und doch hat es einen Zusammenhang zu meinem Thema.  :blush:  Also fragt euch bitte nicht, warum ich so ausführlich von dieser Ausbildung schreibe ..

Wie ich gehört habe, gibt es die Pflegeausbildung in Korea nur über Universität (???). Werde mich dann wohl mal mit dem Schweizerischen Roten Kreuz in Verbindung setzen. .. von wegen Anerkennung. Aber eben, ob dann der koreanische Arbeitgeber dies akzeptiert oder für genügend befindet, das ist dann wieder einen andere Frage. ...

Es scheint sinnvoll zu sein, erstmal für ein Jahr nach Korea zu gehen und dann die Situation neu zu überdenken. Jedenfalls könnte ich so die koreanische Kultur vertiefter kennenlernen. Dies würde auch die Beziehung zu seinen Eltern verbessern, da diese nach vier Jahren immer noch gegen diese Beziehung sind.

Uebrigens, in Korea hat man ohne Uni-Abschluss nicht so viele Chancen? Dort ist der Abschluss das Mass. Doch ich glaube, Berufe, die man hier ohne Uni macht, macht man dort über Uni-Studium. (Wie eben Krankenschwester??).

liebe Grüsse
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Chung-Chi #7
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Ich bin nach Korea gekommen um hier an der Yonsei Universitaet einen Doktor zu machen. Wenn es mit meinem Freund weiter gut klappt (und es sieht sehr danach aus) dann bleibe ich erstmal in Korea. Falls nicht, habe ich vor nach meinem Abschluss wieder nach Deutschland zu gehen. Dieses Semester mache ich ein Urlaubssemester, weil ich an einer Uni in Seoul drei Kurse unterrichte. Das war gar nicht einfach, weil man mich voellig ohne Bedenken einfach so ins kalte Wasser geschmissen hat und davon ausgegangen ist, dass ich mit mit meinen Koreanischkenntnissen schon klar komme. Unterrichten tue ich allerdings auf Englisch.

Aufgrund meines guten Abschlusses und weil ich eine Topuni in Korea besuche, bin ich in der koreanischen Gesellschaftshierarchie relativ hoch angesiedelt, so dass ich beruflich bisher keinerlei Diskriminierungen erfahren habe, nur weil ich eine Frau bin. Auch sonst habe ich bisher keine Schwierigkeiten aufgrund meines Geschlechts erlebt. (Die einzige Ausnahme ist meine Vermieterin, die der Ueberzeugung ist, dass ich als einzige auf meiner Etage die Verantwortung fuers Putzen trage, weil die anderen drei Bewohner Jungs sind - aber sie ist eine sehr alte Frau).

Im allgemeinen ist es aber wohl schon so, dass zumindest koreanische Frauen beruflich gegenueber den Maennern benachteiligt sind. Die Regierung hat in den letzten Jahren viel unternommen um die Situation zu verbessern, aber bis das zum letzten Betonkopf durchgedrungen ist, dauert es sicher noch eine Weile. So weigern sich zum Beispiel manche Firmen, verheiratete Frauen einzustellen, weil sie Konflikte zwischen der haeuslichen und der beruflichen Verantwortung befuerchten. Das ist natuerlich illegal, kommt aber wohl immer noch ab und zu vor.

Es stimmt, dass die meisten jungen Koreaner einen Uniabschluss haben. Das bedeutet auch, dass es in den Berufen, die keinen Uni-abschluss benoetigen, ein gewisser Arbeitskraftsmangel herrscht, weil keiner unter seinen Moeglichkeiten bleiben will. Ich weiss allerdings leider nicht, inwieweit der Beruf Krankenschwester in Korea beliebt ist und was die Voraussetzungen dafuer sind etc. ... aber vielleicht muss es ja nicht einmal unbedingt Krankenschwester sein, andere Pflegeberufe koenntest du mit deiner sehr guten Ausbildung sicherlich auch machen. Wenn du auch noch gut Englisch kannst, gibt es immer die Moeglichkeit, beides zu verbinden und dann stehen dir sicher sehr viele Chancen offen.

Wie alt ist dein Freund denn? Die Eltern von meinem Freund scheinen mich zum Glueck gut akzeptiert zu haben, was teilweise auch daran liegen koennte, dass mein Freund mit 32 dringend unter die Haube gehoert. ;-) Ich meine, sie waren natuerlich am Anfang schon ein bisschen geschockt, dass ich keine Koreanerin bin ... und seine Mutter hat auch die Sorge, das es mir vielleicht auf Dauer nicht in Korea gefallen koennte und ich wieder zurueck nach Deutschland gehe. Fuer die Akzeptanz ist natuerlich auch hilfreich, dass ich relativ gut Koreanisch spreche, mich ganz gut in der koreanischen Kultur auskenne und das Potential habe, ganz gut in Korea zu verdienen.
Leider gibt es auch einige koreanische Elternpaare die grundsaetzlich dagegen sind, dass ihr Kind einen Auslaender heiratet. Da wird es dann wesentlich schwieriger, sie zu ueberzeugen.

Das mit dem Ausprobieren halte ich fuer eine gute Idee. Es wird ja vermutlich auch fuer eure Beziehung eine enorme Umstellung bedeuten, wenn aus einer Fernbeziehung ploetzlich eine "Alltagsbeziehung" wird.

Wie gesagt, ich wuensche euch viel Glueck, in jeder Hinsicht!

Gruss,
Chung-chi
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dergio #8
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Hallo fragende,

Ich bin seit fast fünf Jahren mit einer Koreanerin verheiratet.
Wir haben zusammen drei Jahre in Deutschand gelebt, dann zwei Jahre in Korea und seit einem guten halben Jahr wieder hier.

Es klingt zwar sehr banal aber man muss sich über eines im Klaren sein.
Einer von euch beiden wird immer als Ausländer leben.

Egal wie lange man in dem Land lebt und wie gut man die Sprache beherrscht. Man bleibt "der/die Fremde".

Die Unterschiede des Lebens als Ausländer würde ich aus eigener Erfahrung so beschreiben.

Als Koreaner in Deutschland ist man sicher weniger auffällig als andersherum. Es gibt eben mitlerweile viele Asiaten die in die Deutsche Kultur eingegliedert sind. Keiner würde auf die Idee kommen, einen Asiaten auf der Strasse erstmal zu fragen ob er deutsch spricht bevor man weiter redet.

Auch rechtlich sind einige Dinge meiner Meinung nach unkomplizierter. Wohnung mieten, Handyvertrag, Konto eröffnen und sowas sind für Koreaner in Deutschland recht unkompliziert, jedoch für Ausländer in Korea sehr schwierig bis unmöglich.

Vom gesellschaftlichen Aspekt würde ich sagen, geniesst man als Deutscher (oder auch Schweizer) ein recht hohes Ansehen in Korea, da man der Meinung ist, dass in Deutschland das Leben besser und angenehmer ist. Man wird auf jeden Fall immer sehr höflich behandelt.

Allerdings gibt es in Deutschland eine Ausländerfeindlichkeit die es meiner Meinung nach in dieser Art in Korea nicht gibt. In Deutschland kenne ich mehrere, die von unbekannten auf der Strasse, sogar von Kindern richtig heftig beleidigt worden sind. Sprüche wie "Ausländer raus", "Scheiß Schlitzaugen" und so...

Diese Art der Anfeindung habe ich in Korea nicht erlebt.

Unserer Beziehung hat es sehr gut getan, dass wir beides erlebt haben. Im Moment geht es uns sehr gut hier in Deutschland, aber ich kann mir auch gut vorstellen später mal wieder für eine längere Zeit nach Korea zu gehen.

Ach ja,,, von wegen was arbeiten,,
Ich habe in Korea Englisch unterrichtet und meine Frau arbeitet hier bei einer koreanischen Elektronik Firma.
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Naemi #9
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Hallo zusammen,

habe mich  nun zwischenzeitlich auch angemeldet (ich war "die fragende"). Ich finde dieses Forum sehr gut und bereichernd. Lese schon länger Beiträge daraus oder habe mich als Gast gemeldet.

Zu dir Chung-Chi:
Mir ist bewusst, dass die Ablehnung seiner Eltern auch damit zu tun hat, dass ich mich nicht mit ihnen verständigen kann und mit der koreanischen Kultur zuwenig vertraut bin. Sie kennen mich nicht als Person, sondern als die Ausländerin. Mein Freund wird dieses Jahr 28. Die Eltern erhoffen sich viel in seine berufliche Zukunft und denken, im Ausland wäre er sowieso unglücklich ... . Schliesslich hat er jetzt in Korea ein "normal angesehnes" Leben mit einem Job in der Bank.

Vieles wird wohl in der Schweiz einfacher sein für ein gemischtes Paar (wie Dergio gesagt) hatte. .... Trotzdem ist es mir sehr wichtig, für eine gewisse Zeit das Leben in Korea vertiefter zu erleben. Danach können wir immer noch in die Schweiz.

Was seht ihr für Wohnmöglichkeiten in Seoul? Habe von Homestay gehört ... Wisst ihr Adressen? Ist es aufwendig dies zu organisieren? Wisst ihr wieviel das ungefähr kostest pro Monat?

Kann es sein dass das Heiraten in Korea einfacher ist? Von den Formalitäten her?

Gruss, Naemi
crocos (Guest) #10
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Ich würde es mir genau überlegen, ob es sinnvoll erscheint nach Korea umzuziehen, gerade vor dem Hintergrund, dass Du die koreanische Kultur noch nicht kennst und verstehst, wodurch es praktisch vorprogrammiert ist, dass Du in einige Fettnäpfchen trittst. Als Krankenschwester wird es bestimmt schwierig einen Job zu finden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ausländer hier solche Jobs übernehmen.

Frag deinen Freund. Wenn Du einen Uni-Abschluß hättest, könntest Du viele mögliche Jobs machen. Vor allem Lehrer werden immer wieder gesucht. Ich weiß nicht aus welchem Teil der Schweiz Du kommst, aber du könntest zumindest als Deutschlehrer arbeiten, vielleicht sogar als Englisch oder Französischlehrer. Oder Du studierst nochmal für eine Weile. Es gibt englischsprachige Masterprogramme. Auf jeden Fall solltest Du die Sprache sprechen. Nimm Koreanischkurse, sobald Du nach Korea kommst, am besten schon im voraus in der Schweiz ein bisschen lernen.

Wenn Du heiratest, sollte Dir bewusst sein, dass viele koreanische Eltern immer noch davon ausgehen, dass die Frau zu Hause bleibt und sich um den Haushalt und um die Kinder kümmert, insofern welche geboren werden, was aber in koreanischen Familien stets angestrebt wird. Da wirst Du nicht drum herum kommen.

Viele ältere Koreaner sind auch für den europäischen Geschmack sehr konservativ eingestellt und du wirst dich bei aller Liebe zu deinem Freund wahrscheinlich nicht so leicht von der europäischen Perspektive trennen können. Korea ist aber ein sehr konfuzianisch geprägtes Land. Es gibt keine flachen Hierarchien. Du musst dich einordnen, anpassen, u.U. sogar assimilieren, gerade wenn Du in Korea arbeiten willst. Die Menschen sind zwar in der Regel sehr freundlich und liebenswürdig, doch erwarten sie im günstigen Fall Respekt und Achtung, oft aber auch Unterordnung und v.a. Loyalität, besonders wenn sie älter sind als du.

Du bist zwar Ausländer aus dem Westen, d.h. Du wirst erstmal privilegiert behandelt, doch es wird von Dir erwartet, dass du ein großes Maß an Konformität mitbringst, im Gleichschritt marschierst, deine persönliche Meinung auch mal zurückhälst und mit einem sanften Lächeln deinen Unmut nicht anmerken lässt und über bestimmte Dinge drüber weggehst und sie einfach aushälst. Es kommt auch auf deinen Charakter an. Du solltest aufgeschlossen sein, aber auch ein gewisses Feingefühl den Koreanern gegenüber mitbringen. Du musst bereit sein dich v.a. auf dem Arbeitsplatz in die Gruppe bzw. in das Team, in dem du arbeitest, einzuordnen. Das kannst Du aber nur, wenn Du Sprache, Kultur und Mentalität kennst und verstehst. Das wird eine Weile dauern und Du wirst sicher die eine oder andere Krise mitmachen, gerade wenn der Freund immer wieder erst um 22 Uhr nach Hause kommt. Meine Mutter würde das bei meinem Vater wohl kaum akzeptieren.

Ich bin mehr Realist als Idealist. Es wird schwierig, wenn Du wenig Ahnung über Korea hast. Ich möchte dich aber auch nicht abschrecken. Du solltest aber auch nicht von einem Euphoriegefühl getragen hierher kommen.

Grüße in die Schweiz,
Tobias
Peter #11
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Tobias (alias crocos) hat es ziemlich auf den Punkt gebracht: Die Familie deines Freundes wird von dir erwarten die Rolle der Ehefrau einzunehmen. Dazu gehören auch durch die Kultur bedingte Aufgaben und Pflichten an die du wahrscheinlich gar nicht denkst (und die ich auch nicht unbedingt alle kenne). Man wird dir sehr wahrscheinlich nicht zutrauen, dass du diese Aufgaben innerhalb der Familie erfüllen kannst und mehr oder weniger Druck auf deinen Freund ausüben. Auch wenn er zu dir steht muss er mit diesem Familiendruck leben. Mein Rat wäre deshalb, erst einmal für einige Zeit in Korea zu leben um zu sehen wie du dort zurecht kommst und wie sich das Verhältnis zu den Eltern deines Freundes entwickelt bzw. um zu sehen wie dein Freund auf familiären Druck reagiert.
Viel Glück.
peter
seoulinfo.de
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Naemi #12
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Vielen Dank an Tobias und Peter für eure Beschreibungen und Hintergrundinformationen. Ich konnte gut nachvollziehen, wie ihr das Geschriebene meint. Denn ich hatte sogar während meinen Kurzaufenthalten bei der Familie meines Freundes solche Andeutungen, wie auch ihr sie beschrieben habt erkannt. Die Mutter meines Freundes wollte ihm immer wieder plausibel machen, dass ich doch weder Kimchi zubereiten könne, noch das Essen für die Ahnengedenkfeste für die gesamte Verwandtschaft zubereiten könne oder dass ich in Korea schlichtweg todunglücklich sein werde. Als ich während eines 4wöchigen Aufenthaltes bei ihnen zuhause wohnen sollte (obwohl mein Freund und ich zwar eine andere Unterkunft für mich gewählt hatten, wir jedoch einwilligten, bei ihnen zu wohnen), musste ich einige Male im Zimmer ausharren, da die Familie Besuch hatte, und dieser nicht mitbekommen sollte, dass ich anwesend bin. Oder bei einem Familienfest sollte ich auf Drängen der Mutter während dieser Zeit in ein HOtel untergebracht werden. Von der Familie sollte niemand erfahren, dass ihr Sohn eine ausländische Freundin hat. Solche Erlebnisse wirkten auf mich schon verletzend, und auch mein Freund litt darunter sehr. Er war "zwischen den Stühlen". Er wollte es beiden Partien recht machen, verstrickete sich aber dadurch umso mehr in Stress seinerseits. Glücklicherweise wohnt er jetzt in Seoul und seine Eltern in Daegu. Das letzte Mal als ich ihn in Seoul besuchte, konnten wir die Zeit für uns haben, ohne dass uns seine Mutter das Tagesprogramm lieferte. Auch mein Freund fühlt sich so bedeutend besser. Dies war beim letzten Aufenthalt klar zu erkennen, als uns eines Tages seine Mutter in Seoul besuchte. Ich konnte klar erkennen, wie er an diesem Tag völlig angespannt war, da seine Mutter immer wieder auf ihn einredete und ihm einbläuen wollte, er verschwende nur seine Zeit (hat er mir später auf meine drängende Neugier erzählt).

Ich bin mir bewusst, dass mit einem Aufenthalt in Korea sehr viele Hürden und Schwierigkeiten überwunden werden müssen (vor allem wegen der gespannten Situation mit den Eltern).

Mein Freund und ich können uns auch nicht wirklich vorstellen, ein Leben lang in Korea zu bleiben. Doch trotzdem wäre es eine Bereicherung, wenn ich evtl ein Jahr in korea leben würde. Ich würde die Sprache lernen, und so mit seinen Eltern kommunizieren können und mehr über den kulturellen Hintergrund meines Freundes erfahren. Dies wird die Beziehung auch bereichern, falls wir nach einem Jahr in die Schweiz übersiedeln würden.

Das mit dem unterordnen und assimilieren tönt schon noch heftig. Ich bin ja nicht ein totaler Individualist, doch ich muss schon auch mal meine Meinung vorbringen. Ich habe während den Koreaaufenthalten, vor allem bei der Familie meines Freundes klar gespürt, dass in Korea vorerst das Gesamtwohl für eine Gruppe wichtig ist. ... Es wird als Europäer wohl Schwierigkeiten bereiten, sich an solche koreanische Denkweisen zu gewöhnen.

Ihr zwei, Tobias und Peter, würdet ihr also eher davon abraten, überhaupt für eine Weile nach korea zu gehen? Das mit dem Aushalten des Familiendruckes ist schon schwierig für meinen Freund, das habe ich bereits erlebt. (ausserdem ist er der einzige Sohn der Familie :( ...)
Ich weiss, dass muss jeder für sich selbst entscheiden ...

Ich nehme an, ihr wohnt beide in kOrea momentan? Was macht ihr dort?
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iGEL (Administrator) #13
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Moin!

Zumindest Peter hat ja ausdrücklich dazu geraten, nach Korea zu gehen, und auch Tobias hat vor allem vor Euphorie gewarnt, die ich bei dir aber nicht erkennen kann. ;) Deine potentiellen Schwiegereltern scheinen wirklich sehr konservativ zu sein, dass sie dich vor Gästen verstecken klingt nicht besonders viel versprechend. Auf der anderen Seite ist fast nie so, dass koreanische sofort "ja" sagen, wenn man um die Hand ihres Kindes anhält. Selbst wenn der Kandidat auf den ersten Blick gefällt (was bei dir offenbar nicht der Fall ist), lehnt man zunächst ab. Dass koreanischen Eltern hier wesentlich mehr Mitspracherecht bei der Partnerwahl eingeräumt wird, hast du ja sicher schon bemerkt. Man möchte sehen, wie ernst es den beiden ist, und natürlich auch den Partner besser kennen lernen.

Die Kombination ausländische Frau/koreanischer Mann ist sicher schwieriger als umgekehrt, da Frauen in der koreanischen Gesellschaft halt spezielle Rollen vorgesehen sind. Die koreanische Gesellschaft befindet sich in einem recht starken Umbruch, so dass die Eltern oft wesentlich konservativer sind als die Generation deines Freundes.

Wenn du sicher bist, dass dein Freund auch mit dir in die Schweiz kommen würde, halte ich es persönlich für eine sehr gute Idee, nach Korea zu gehen und dort koreanisch zu lernen. Das wird dir dort sicher einfacher fallen, als in der Schweiz, da die Kurse dort intensiver sind (zumindest hier in Hamburg kann man nur ein oder zwei Stunden pro Woche bekommen) und du natürlich viel mehr Möglichkeiten hast, die Sprache zu praktizieren. Außerdem lernst du ja nicht nur die Sprache deines Freundes, sondern auch seine Kultur aus erster Hand besser kennen und kannst ihn so sicher besser verstehen. Und natürlich auch seine Eltern.

Ich glaube, es ist auch übertrieben zu sagen, dass du assimilieren lassen musst. Natürlich muss man sich an jede Gesellschaft anpassen, und in Korea hat die halt Gesellschaft noch mehr festgelegte Strukturen als in Deutschland und der Schweiz. Aber hier muss man halt seine eigenen Grenzen finden, bis wohin man bereit ist, mit zu gehen. Und wenn es gar nicht geht, habt ihr ja noch immer die Möglichkeit, zurück in die Schweiz zu gehen. Von daher, wenn du dir der Schwierigkeiten bewusst bist, warum solltest du es nicht einfach probieren? Dass die Eltern nicht in der selben Stadt sind, macht die Sache sicher einfacher...

Bleibt hat noch die Problematik mit dem Arbeiten dort, solange ihr nicht geheiratet habt. Ich fürchte, im Krankenhaus wirst du nicht arbeiten können. Dein koreanischer Arbeitgeber muss wie gesagt beim Amt schlüssig begründen, warum er dich und nicht einen Koreaner einstellen will, sonst bekommst du keine Arbeitserlaubnis. Wenn du da keine besondere berufliche Qualifikation mitbringst, wird das wohl gerade bei der Wirtschaftskrise schwierig. Ich wollte mich oben auch wirklich nicht abwertend über deine Ausbildung äußern, nur ist es eben so, dass koreanische Krankenschwestern sehr gut ausgebildet sind (das hat mir meine Tante bestätigt, die ebenfalls Krankenschwester ist. In den 1970er Jahren sind ja viele Krankenschwestern nach Deutschland gekommen).

Wie sieht es mit deinem Englisch aus? Sonst könntest du vielleicht wie dergio in einem Kindergarten oder einem Hagwon (Nachhilfeschule) arbeiten, dort sind Ausländer gern gesehen. Alternativ kann man auch in Korea auf Englisch studieren. Neben der zusätzlichen Qualifikation, die du dadurch erhältst, steigt dadurch auch dein "gesellschaftlicher Wert". Bildung ist halt in Korea sehr hoch angesehen, und dadurch machst du es vielleicht auch seinen Eltern leichter, dich zu akzeptieren.

Gruß, Johannes
PS: Gimchi machen kann man übrigens lernen. Zeig ihnen, dass du besser bist als das Bild, welches sie von dir haben. :D ;)
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Gummibein #14
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Für den ältesten Sohn ist es immer schwierig und dann noch der einzige Sohn. Da wird quasi eine "Clan-Chefin" erwartet die im Hintergrund unsichtbar die Großfamilie zusammenhält.

Ich werte die Tatsache, dass Du bei den Eltern wohnen konntest als ein sicheres Signal für Einverständnis. Bei einer Ablehnung hätten die Eltern sich geweigert Dich überhaupt zu sehen.

Du wirst in Korea anderes Vertändnis für ein höflichen Umgang miteinander erfahren und davon verletzt oder bestenfalls genervt sein. Wie Du damit umgehst liegt an Dir.

Du kannst es auch als eine Chance begreifen. Wie stolz werden die Schwiegereltern sein wenn Du mit voller Eifer in die Geheimnisse der Koreanischen Küche eintauchst und einen perfekten Gimchi (ok, den gibt es nicht) hinlegst. Oder wenn Du das Chusok-Fest mit zig Verwandten soverän meisterst... Dann werden sie nicht genug Worte finden um Dich zu loben.

Andererseits gibt es auch in Korea Familien, die mit ihren Eltern gebrochen haben.

Zwischen diesen beiden Extremen wird es auch für Dich ein gangbarer Kompromiss geben.

Mein Rat?

Geh nach Korea da Du aktuell die Möglichkeit hast. Egal wie es weitergehen wird, es wird Dein Leben bereichert haben.
naja #15
User title: naja
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Hallo Naemi,
Du hattest mal, wenn meine Erinnerung richtig ist, vorher schon mit diesem Thema geschrieben.
Damals war ich einfach vorbeigegengen. Diesmal nehme ich Dein Problem ernst, zumals du in Korea mehr willst, als von Sprache zu leben.
Meine Ratschläge kommen aber auf Koreanisch, weil die deutsche Sprache nicht geeignet ist,
aus warmer Gefälligkeit etwas zu formulieren. einer seufzte so am "Paradebeispiel" der Merkels Rede zum Obamas Wahlgewinn, warum ein Glückwunsch wie Drohung klingt, wenn es auf deutsch gesprochen wird <_<
ich weise nicht darauf hin, auf die einzelnen anzukommen, mal so mal so, oder von Fall zu Fall.
sondern geht es nur darum, was du unbedingt musst, wenn du den Mann "erkämpfen" willst. Auch geschriebenes Deutsch klingt mir so wie die Stimme im Horrorfilm. oder a la Fish? Dann auf Koreanisch.

먼저 Naemi oder Nämi 가 님의 이름이라면 한국어로는 유감스럽지만 문제가 있습니다. 욕(Schimpfwort)처럼 들립니다.
서류상 어쩔 수 없다면 애칭으로 다르게 바꾸는 것이 어떨까요?
한국 남자가 유럽에서 사는 것은, 특히 Bergvolk 틈에서 사는 것은 그리 쉬운 문제가 아닙니다.
어쨌든 두 분이 스위스에서 사는 것은 먼저 한국에서의 문제가 해결된 다음에 가능하겠지요?
그 문제가 오래 되고 해결이 어려워 보이지만,
모든 문제가 그렇지요. 해결이 쉬우면 문제가 아니니까.
한국 속담에 자식 이기는 부모는 없다고 했습니다.
님의 남자 친구가 마음을 확실하게 다지고 두 분이 전략을 잘 짜면 됩니다.
남자친구가 아직 확고하지 않을 수 있는데,
최진실의 말에 따르자면 남자는 여자하기 나름입니다.
무엇보다 우선 접촉할 시간이 확보되어야 시부모자리에 대한 전략도 짜고 성의를 표현할 수 있겠지요?
그래서 한국에서 일자리를 찾으려는 것이라 생각합니다.

한국어를 모르는 상황에서 일반 병원이나 기관에 취직할 수는 없습니다. Heilberuf erlaubt keine Kommunikationsfehler.
독일어는 한국에서 별 도움이 안됩니다. 위에 자기 예를 든 사람들도 영어로 먹고 사는 사람들입니다.
영어(Medizinenglisch)가 되신다면 틈새시장Nischemarkt에 기회가 있습니다. 가장 일반적으로는
스위스와 독일의 한국주재 대사관(Botschaft)과 기업(Filliale)에 알아보는 것입니다.
그 사람들은 병이 나면 한국어 못하면서 어떻게 해결하느냐고 (umgekehrt: die Seite der Nachfrage nach Krankenschwestern)

다음으로 대형병원들입니다. 서울대, 연대, 카톨릭대 부속병원, 삼성의료원, 아산현대병원, 길병원 등
이러한 곳들은 외국인 환자들 받습니다.
그리고 예컨대 길병원은 베를린대학과 자매결연을 맺어서 인적교류가 활발합니다.
이런 곳에 어떻게 접근하는가는 남자친구와 같이 하든지
여의치 않으면 한국인을 하나 사귀어야겠지요. 말도 배울겸.

세상의 어떤 엄마도 자기 자식이 데려온 여자 썩 마음에 들어하지 않습니다.
잘 풀리는 경우도 더러 있지만 안 풀리는 경우가 훨씬 많습니다.
이 경우에는 시간이 해결해줍니다. 그냥은 아니고 노력을 한다면.
일단 한국에서 사설영어학원 따위가 아닌 버젓한 직업을 갖게 된다면
시부모자리도 sicher 생각이 달라지게 되어있습니다.
Uebrigens: hast du mal versucht, Koreanisch zu lernen? ansonsten nur Niete

Guten Rutsch
This post was edited on 2008-12-29, 15:46 by naja.
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Smileys: :-) ;-) :-D :-p :blush: :cool: :rolleyes: :huh: :-/ <_< :-( :'( :#: :scared: 8-( :nuts: :-O
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