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Eine ungleiche Verteilung: Deutscher-Koreanerin ja! Aber Koreaner-Deutsche??
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Stefan Martin (Ehemaliges Mitglied) #31
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Antwort auf Beitrag ID 2296
Betreff: unkommentierte Links
Nun ja, Johannes,

frühere Links hatte ich ja immer mit einer Einführung versehen (z.B. einer Vorstellung des persönlichen Hintergrundes von "Jodi", der Autorin von "The Asia Pages". Der Grund hierfür war, dass Jodis Sichtweise auf Korea natürlich etwas mit ihrer persönlichen Situation als (aus eher finanziellen Gründen) nach Korea "zurück"gekehrter gebürtiger Koreanerin zu tun hat, die sich gleichwohl (oder vielleicht gerade deshalb) äußerst kritisch über Land und Leute äußert. Da diese Ausgangslage erst sichtbar wird, wenn man weite Teile von Jodis Blog gelesen hat, hielt ich es für sinnvoll, den Hintergrund vorab zu erklären. In meiner Vorstellung ihres Blogs hier habe ich zusammengefasst, was Jodi an verschiedenen Stellen scheibchenweise über sich preisgegeben hat.

Natürlich habe ich niemals direkten Kontakt zu Jodi aufgenommen (allerdings gelegentlich etwas in ihrem Blog kommentiert).
 
Ich denke, dass die Meldungen verschiedener Zeitungen aus Korea und Vietnam sowie die Links zu "From the Nakdong to the Yalu (The Marmot's Hole)" einer solchen Einführung nicht bedürfen. Sie erklären sich weitgehend aus sich selbst.

Ich denke, dass Personen, die das Thema "Interkulturelle Partnerschaft mit Koreabezug" interessiert, um das es in diesem Thread ja generell geht, schon mal den einen oder anderen der von mir eingestellten Links öffnen werden. Ich hatte ohnehin nur bei echten "Aficionados" des Themas erwartet, dass sie sich nun die gesamten Texte hereinziehen.

Und jemand, der zum Thema nun gar keinen Bezug hat, wird die Links ohnehin nicht öffnen, mit oder ohne Kommentierung meinerseits...

Beste Grüße

Stefan Martin
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Martin #32
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Hallo Stefan und Martin,
Also ich hab's nicht gelesen! Finde das Du Dich in dieses Thema auch zu viel reindenkst!
Nichts für ungut und noch einen schönen Tag!

Martin :-)
Stefan Martin (Ehemaliges Mitglied) #33
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Hallo Martin,

danke, dass Du mich gleich doppelt siehst (Stefan und Martin) - das verleiht mir und meinen Äußerungen  ja direkt zusätzliches Gewicht. ;-)

Ob das nun zuviel oder zu wenig zu diesem Thema ist, ist natürlich eine Frage der Ausrichtung des Blogs - verglichen mit manchen amerikanischen, kanadischen, australischen und britischen Korea-Blogs (und auch zu manchem französischen Blog, den ich hier aber aus sprachlichen Gründen niemals verlinken würde), denke ich, dass über das Thema in diesem Blog im Vergleich zu anderen eher zu wenig (und vor allen Dingen zu unqualifiziert und zu wenig ernsthaft) diskutiert wird. Die meisten Beiträge dazu erscheinen mir eher in die Kategorie "Koreanische Kultur für blutige Anfänger" zu gehören, da sie die Dimension der im interkulturellen Kontext aufgrund divergierender Wertvorstellungen potentiell entstehenden Probleme nicht einmal annähernd zu erfassen scheinen. Wie heißt es immer so schön:

Neun Zehntel des Eisbergs sind unter Wasser verborgen, deshalb wirkt er ja auch nur so lächerlich klein, niedlich und ungefährlich.


Santoki hatte mir ja in einem seiner (leider später gelöschten) Beiträge vorgeworfen, nichts vom Thema zu verstehen und den aktuellen Stand der Diskussion nicht zu kennen. Den kenne ich aber doch, bin aber in der Sache leider fundamental anderer Meinung als er. Aber immerhin scheint er sich mit dem Problem befasst zu haben, was hier für die Mehrheit nicht zu gelten scheint.

Die vielen Links, die ich eingestellt habe, waren der Versuch, einen gemeinsamen Kenntnisstand als Basis für eine qualifizierte und die volle Bandbreite der soziologischen Aspekte zum Thema abdeckende Diskussion (wie sie ansatzweise bei "Jodi" oder auch bei "Marmot" geführt wird) herzustellen, wozu insbesondere auch das im Korea-Forum manchmal (aber bislang ausschließlich im individuellen und auf rein praktische Fragen bezogenen Kontext) angerissene Thema der Heiratsmigration gehört.

Man kann zur Heiratsmigration positiv oder negativ stehen, ganz nach der persönlichen Einstellung und den persönlichen Erfahrungen, man kann sie aber nicht einfach ignorieren und zu einem ausschließlich individuell bedeutsamen Phänomen erklären , da es sich um eine potentiell explosive Massenbewegung mit Bedeutung für die Gesamtgesellschaft in fast jedem Land der Erde handelt.

Die Heiratsmigration wird zu einer Umschichtung der Bevölkerungszusammensetzung in zahlreichen Weltregionen führen, wie sie die Menschheit seit der Völkerwanderung oder seit der Besiedelung des amerikanischen Kontinents (Nord und Süd) durch die Kaukasier nicht mehr gesehen hat. Zur Illustration folgendes (bewusst witzig gehaltene) Beispiel:

Die (neben Wilhelm Tell) international bekannteste Schweizer Persönlickeit ist bekanntlich "Heidi". Sie repräsentiert den von der Schriftstellerin Johanna Spyri kreierten Archetypus des blonden und blauäugigen Schweizer Mädchens aus den Bergen, ein international bekanntes Schweizer Markenzeichen für Reinheit, Tugend und Fleiß. Ob es solche Typen in der Realität jemals gegeben hat oder ob es sich um ein am Schreibtisch einer alten Dame entstandenes fragwürdiges Klischee handelt, bleibt dahingestellt.

Würde Frau Spyri jedoch heutzutage zur Feder greifen, müsste sie ihr Buch in weiten Teilen anders konzipieren. Kleine Mädchen gibt es in den Schweizer Bergen immer noch - die sehen aber jetzt ganz anders aus und benehmen sich z.T. auch anders (nicht etwa schlechter, nur anders), weil ihre Mütter nämlich weitgehend aus Thailand oder von den Philippinen stammen.

Statt "Heidis Reise zur Familie ihres Onkels nach Frankfurt" (wo sie sich nicht wohlfühlte), müsste es heute realistischerweise heißen "Heidi zu Besuch bei ihren Verwandten in Manilla" (wo sie sich vielleicht auch nicht wohfühlen würde, weil sie ja ihre Heimat in den Schweizer Bergen vermisst).

Es ist kaum vorstellbar, dass eine solche Entwicklung ohne Konsequenzen für die soziologische Struktur der betroffenen Regionen und des Gesamtstaates Schweiz bleiben kann - und für andere Staaten gilt das natürlich genauso oder in noch stärkerem Maße.


Südkorea ist beim Thema Heiratsmigration im besonderen Maße und weit mehr als andere Länder involviert.

Warum ?

Südkorea ist eines der wenigen Länder, welches sowohl bei den Heiratsemigranten/-innen als auch bei den Heiratsimmigranten/-innen bereits seit geraumer Zeit Spitzenplätze belegt. Wenn das für Euch kein bedenkenswertes (und diskussionswürdiges) Faktum ist, dann weiß ich wirklich nicht, was Euch an diesem Land eigentlich so interessiert und fasziniert...


Mir ist natürlich völlig klar, dass viele hier im Forum bzgl. anderer Aspekte der koreanischen Kultur weitaus fitter sind als ich. Als z.B. "Seom" die britischen Kino-Leinwände erreichte (ich lebte damals in GB), schlug ich einer koreanischen Bekannten vor, dass wir uns den Film gemeinsam ansehen sollten.

Sie entgegenete, sie wolle gern mit mir ins Kino gehen, aber sie halte den Film für ein pornographisches und gewaltverherrlichendes Machwerk, welches absolut untypisch für den Geschmack gebildeter Koreaner/-innen der gehobenen Mittelschicht sei.

Wir haben uns dann zusammen einen (konservativen) amerikanischen Film angeschaut - "Seom" hingegen bekam ich niemals zu sehen. Ich gebe Euch dieses Beispiel, um zu illustrieren, wie ich zu meiner Sichtweise auf Land und Leute gelangt bin. Und außerdem denke ich, dass diese ihre Reaktion, ganz egal wie man inhaltlich zu ihr steht, auch aus soziologischer und kulturvergleichender Sicht interessant ist...
 

Klar ist aber natürlich auch:

Johannes ist der Blog-Owner und hat das Recht, die Richtung vorzugeben. Ihm scheint die von mir vorgeschlagene soziologische und kulturvergleichende Ausrichtung und die Verlinkung von Zeitungsartikeln und anderen Blogs zur Schaffung eines gemeinsamen intellektuellen Unterbaus und Kenntnisstands für die (wie bei Jodi oder Marmot und anderen dann hoffentlich nachfolgende) kontroverse Diskussion nicht sonderlich zu gefallen.

Das muss ich akzeptieren, auch wenn ich es für einen Mangel an intellektueller Tiefenschärfe halte.

Deshalb werde hier nichts mehr zum Thema schreiben und keine weiteren Artikel dazu verlinken. Es gibt genügend andere (nicht-deutschsprachige) Blogs, die sich in qualifizierter Weise mit dem Thema befassen.

Beste Grüße

Stefan Martin
Dieser Beitrag wurde am 03.05.2006, 14:36 von Unbekannter Benutzer verändert.
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Martin #34
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Hi Stefan Martin,

Irgendwie kann ich in Dein Post nicht so verstehen ....vieleicht bin ich ja dafür ein wenig zu ungebildet  ;-)
 
Ich mache mir halt einfach nicht so viel Gedanken wer mit wem und warum ... in Bayern sagen wir dazu
Leben und Leben lassen...
zum Thema möchte ich noch anmerken das ich in letzer Zeit mehr Asiaten mit Kaukasischer Freundin gesehen habe wie andersrum ...vieleicht ein kleiner Boom ;-)  
Nochmals nichts für unguad !
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iGEL (Administrator) #35
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Moin!

Halt, stop. Ich wollte dich nicht vom Thema abbringen oder so, es war lediglich eine Anmerkung, dass man es auch ansprechender rüberbringen kann. Ich möchte dieses Forum weitgehend offen halten, die Benutzer bestimmen weitgehend, wo es lang geht. Gibt natürlich auch Grenzen, insbesondere, wenn ich den Verdacht habe, dass es sich bei einer Person um einen Troll handelt oder das Forum in anderer Weise stört. Aber die Gefahr sehe ich aktuell nicht.

Ich wollte halt nur anmerken, dass ein einleitender Satz zu den Links vielleicht passend wäre. Ob du das tust oder nicht, bleibt im Endeffekt trotzdem dir überlassen. Solange du es mit Links nicht übertreibst, werde ich da nicht einschreiten. Du brauchst also nichts zwischen den Zeilen zu lesen, was dort nicht steht. Wenn ich ernsthafte Kritik äußern will, wird man das schon merken, üblicherweise, weil ich denjenigen dann direkt per E-Mail anschreiben werde.

Zitat von "Stefan Martin":
Südkorea ist eines der wenigen Länder, welches sowohl bei den Heiratsemigranten/-innen als auch bei den Heiratsimmigranten/-innen bereits seit geraumer Zeit Spitzenplätze belegt. Wenn das für Euch kein bedenkenswertes (und diskussionswürdiges) Faktum ist, dann weiß ich wirklich nicht, was Euch an diesem Land eigentlich so interessiert und fasziniert...
Nun, ehrlich gesagt kann ich es selbst nicht so genau in Worte fassen, aber Heiratsmigration ist definitiv nicht der Grund, warum ich mich für Korea interessiere. Es ist durchaus interessant, aber ich würde es durchaus auch lesen, wenn es um deutsch-russische Ehen gehen würde (was jetzt nicht heißen soll, dass das hier diskutiert werden soll. ;)). Es ist einfach eine faszinierende Kultur und ich sehe es als eine Herausforderung, sie, soweit mir möglich, zu erschließen und eben auch die Sprache zu lernen. Dich interessiert dieses Thema offenbar im besonderen, und von mir aus darfst du darüber auch gern schreiben. Ob du dich in das Thema reinsteigerst oder nicht, ist mir dabei egal, jeder wie er will. ;)

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Stefan Martin (Ehemaliges Mitglied) #36
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Antwort auf Beitrag #34
Betreff: Ihr habt Recht: Gelassenheit ist hier von Vorteil
Hallo Martin und Johannes,

ich verstehe schon, was Ihr mir sagen wollt, und ich sehe auch, dass Ihr die ganze Problemstellung mit großer Gelassenheit betrachtet, wovon ich mir durchaus eine Scheibe abschneiden sollte.


@ Martin:

Leben und leben lassen ist wirklich eine gute Maxime, im schönen Bayern ohnehin - und anderswo natürlich auch !

Und wenn es tatsächlich so ist, dass AM/CF (Asian Male / Caucasian Female) Paare auf dem Vormarsch sind, wie Du schreibst, dann ist das eine rundherum gute Nachricht, auf die wir anstoßen sollten, wenn wir uns tatsächlich mal treffen ! Denn durch die Partnerschaft (und Heirat) mit einer kaukasischen Frau werden zumindest einige asiatische Männer hoffentlich dauerhaft auf unsere Seite gezogen und machen dann keine Stimmung mehr gegen uns, sondern wirken mäßigend auf ihre Landsleute ein.


@ Allgemeinheit

Ich muss aber trotzdem darauf hinweisen, dass andere (für uns nicht ganz unwichtige) Personen die ganze Angelegenheit leider ganz und gar nicht locker und gelassen sehen.

Ich meine damit einen Großteil (wenn nicht sogar die Mehrheit) der asiatischen oder asiatisch-stämmigen Männer (Yuhaksaeng, Gyopos, Adoptierte usw.). Santoki schien mir in diese Richtung zu zielen, aber vielleicht habe ich mich in seinem Fall tatsächlich geirrt und deshalb überreagiert. Wenn es so gewesen sein sollte, dann tut mir das leid. Aber Santoki ist ja erfreulicherweise wieder da. Deshalb auch von mir ein freundliches und ernstgemeintes:   Welcome back !

Dennoch, es gibt sie wirklich, die asiatischen Rassisten, die "gelben Nazis", die der Meinung sind, das Recht und auch die Pflicht zu haben, ein CM/AF-Pairing mit allen Mitteln, im Extremfall auch mit Gewalt, verhindern zu dürfen oder gar zu müssen.

Schon aus den hitzigen Diskussionen bei Jodi und bei Marmot kann man ersehen, wie "heiß" das Thema für weite Personenkreise auch heute noch (und vielleicht heute gerade wieder) ist.

Ich glaube, dass Ihr einfach noch nicht genug Erfahrung habt und noch viel zu naiv seid, um die Gefahr richtig einschätzen zu können, die für Euch selbst, aber auch für die beteiligten Asian Females besteht.


Um mal konkret zu werden und nicht immer nur so theoretisch herumzuschwafeln, erzähle ich Euch eine Geschichte aus meinem Leben, die lustig wirkt, aber für mich damals überhaupt nicht lustig war:

Als ich zum zweiten Mal nach Korea zu fliegen beabsichtigte, entschied ich mich für die Air France, weil diese Airline damals das günstigste Angebot hatte. Diese meine Absicht erzählte ich einer koreanischen Bekannten in Heidelberg, wo ich damals noch studierte.

Diese entgegnete: "Au klasse, wenn Du an Bord bist, dann erkundige Dich mal nach meiner Freundin mit Namen ..., die ist Stewardess bei der Air France und fliegt ständig zwischen Paris und Seoul hin und her. Vielleicht ist sie ja an Bord !"

Das habe ich dann auch getan, auf dem Hinweg aber ohne Erfolg. Auf dem Rückweg hingegen war sie an Bord und war erfreut zu hören, dass ich ihre Freundin kannte. Wir plauderten ca. 20 Minuten in französischer Sprache über Belanglosigkeiten des Lebens in Frankreich und in Korea.

Plötzlich aber wurde es hektisch, ohne dass ich direkt erkennen konnte warum. Der Gesichtsausdruck der Stewardess änderte sich vom freundlichen Lächeln zu entsetzter Panik, und sie floh in voller Geschwindigkeit in Richtung der Business Class, wo es wohl einen verschließbaren Ruheraum für die Crew geben muss.

Nur einen Bruchteil einer Sekunde später erkannte ich dann die Ursache ihrer panischen Flucht:

Eine Horde wütender koreanischer Anzugträger stürmte mit der Wucht einer Büffelherde auf mich zu, einer verpasste mir, da er der Stewardess ja nicht habhaft werden konnte, einen Faustschlag in den Magen, ein anderer drosch mir seine geballte Faust gegen die Stirn und Nasenwurzel, so dass sich eine Platzwunde auftat und mir außerdem Blut aus der Nase über das gesamte Gesicht und auf die Kleidung floss.

Zwei in der Nähe anwesende (männliche) französische Stewards eilten herbei und versuchten, die Rasenden abzudrängen, was ihnen für geraume Zeit nicht gelang. Schließlich, nach Androhung des Gebrauchs technischer Hilfsmittel (vermutlich Elektroschockgeräte) gelang es den Stewards, die Gruppe zu überzeugen, dass es besser sei, wenn sie ihre Sitze wieder einnehmen würden. Gott sei Dank war dann die Landung in Paris Charles de Gaulle nicht mehr fern, so dass die Situation nicht erneut eskalieren konnte.

Nach der Landung habe ich dann bei der Flughafenpolizei, sekundiert von den Zeugenaussagen der Stewards, Strafanzeige gestellt. Juristisch gesehen war der Fall zwar glasklar - aber für die reale Strafverfolgung nützte das natürlich rein gar nichts. Bis die Verhandlung anberaumt wurde, war ich längst wieder in Deutschland und die Gewalttäter natürlich zurück in Korea, von wo aus sie wegen einer solche "Lappalie" natürlich nicht (und wahrscheinlich bei noch schwereren Straftaten auch nicht) ausgeliefert wurden. Also, außer Spesen für die Justiz und einem geplatzten Gerichtstermin nichts gewesen...


Ich schreibe das hier nicht, um mein Leben vor Euch auszubreiten, auch nicht um Stimmung gegen koreanische Männer generell zu machen, aber um zu erklären, warum mir im Umgang mit ihnen absolut jede Gelassenheit abgeht und ich in ihrer Gegenwart bei aller Begeisterung für die koreanische Kultur stets ein ungutes Gefühl der latenten Bedrohung verspüre, der Nähe zu einem Vulkan, der jederzeit ausbrechen kann.

Manche Asiaten werden mir dabei entgegenhalten, die Situation sei vergleichbar mit derjenigen in Deutschland (Neo-Nazi Problem), aber der Vergleich hinkt. Die Neo-Nazis sind eine schmierige Unterschicht, die in der deutschen Gesellschaft weitgehend isoliert ist und allgemein verachtet wird. Viele sind Sonderschulabsolventen oder Hauptschulabsolventen ohne Abschluss. Für Universitäts- oder Fachhochschulstudenten / -absolventen ist die rassistische Schmierenideologie erkennbar unattraktiv.

Die asiatischen Rassisten hingegen sind Meinungsführer ihrer jeweiligen "Ethnic Communities" sowie Teil der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Elite in ihren asiatischen Heimatländern sowie auch in den Vereinigten Staaten.

In Jodis Blog sowie in anderen Blogs wurde erneut wieder deutlich, was auch andere Quellen besagen, nämlich dass ein Großteil derjenigen, die bei "The Fighting 44s" oder anderen Publikationen oder Blogs auf "Stürmer-Niveau" Stimmung gegen "Crackers" (Weiße) und gegen "Cracker Chasing Bitches" (Weißenhuren - so einen ähnlichen Ausdruck haben wir doch noch aus dem Geschichtsunterricht im Ohr) machen, keinesfalls frustrierte Unterschichtler oder irgendwelche hirnamputierten Idioten sondern Graduate Students in Medicine, Law or Business, Doktoranden oder gar Universitätsdozenten aller Fachrichtungen und/oder Söhne reicher asiatisch-stämmiger Ärzte, Rechtsanwälte oder Unternehmer sind. Und das macht die Situation in meinen Augen um so bedrohlicher, denn diese Typen wachsen in den Vereinigten Staaten in einflussreiche Positionen mit gesamtgesellschaftlicher Relevanz hinein und werden dort bald die Leitlinien von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik bestimmen. Von den Entwicklungen in den Staaten werden auch wir hier uns nicht abkoppeln können, zumal uns ja von der anderen Seite China auf den Pelz rückt.

Es gab mal einen österreichischen Anstreicher, der hatte ähnliche Ideen und fasste sie in einem Buch zusammen, welches aber niemand ernst nahm - bis es dann zu spät war.


Ich habe lange genug in Asien (allerdings davon die meiste Zeit nicht in Korea sondern in Singapore und Hong Kong mit häufigen Reisen ins chinesische Mutterland) gelebt, um zu wissen, dass asiatische Männer, wenn sie die wirtschaftliche, gesellschaftliche oder politische Macht innehaben, diese auch ohne besondere Rücksicht auf Minderheiten (und auch "Abweichler" in ihren eigenen Reihen) zu ihrem Vorteil einzusetzen wissen.

Solange ein Vorteil für sie selbst im gleichberechtigten Austausch (etwa bei einer lang andauernden Geschäftsbeziehung) erkennbar ist, werden die asiatischen Verhandlungspartner diese Beziehung nicht ohne Notwendigkeit gefährden. Das ist aber eine rein taktische Überlegung, die nicht etwa von einer echten Sympathie oder gar Freundschaft für den westlichen Verhandlungspartner herrührt. Auch spielen westliche ethische Maximen (wie etwa das moralische und rechtliche Prinzip der Vertragstreue) nur solange eine Rolle, solange die Geschäftsbeziehung noch einen gewissen Grad an Vorteilhaftigkeit für die Zukunft verspricht. Für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit kann man sich nichts mehr kaufen.

Die Kooperationswilligkeit kommt aber dann schlagartig an ihr Ende, wenn die Geschäftsbeziehung keinen rechten Profit mehr verspricht, etwa weil man gelernt hat, das Produkt genauso gut (dafür aber billiger als der westliche Partner) herzustellen. Dann werden die Verträge nicht mehr eingehalten, die einheimischen Mitarbeiter der ausländischen Firma werden abgeworben, das schon vorher abgekupferte Know-How wird in ein Konkurrenzprodukt eingebracht und so weiter. Deutsche Manager in den verschiedensten asiatischen Ländern können ein trauriges Lied davon singen.

Dass ein Weißer allerdings seine Tochter, Schwester oder auch nur Studienkollegin zu heiraten versuchen könnte, hält kein einziger asiatischer Mann jemals auch nur eine Sekunde lang für einen Beitrag zur für beide Seiten vorteilhaften Völkerverständigung oder zur Geschäftsbeziehung sondern für eine Kriegserklärung an ihn persönlich und für einen Frontalangriff auf die nationale Ehre oder die Ehre der jeweiligen "Ethnic Community", auf den er dann mit einem "Gegen"schlag mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln reagieren wird.

Leben und leben lassen ist ein schönes Motto - was aber, wenn die Gegenseite sich ganz anderen Lebensmaximen verpflichtet fühlt ?


Und ganz zum Schluss noch ein Artikel, den ich in einer amerikanischen Zeitung aus Florida gefunden habe. Den Wahrheitsgehalt kann ich natürlich nicht überprüfen - asiatische oder asiatisch-stämmige Männer werden sicherlich den Vorwurf erheben, mit solchen Stories solle Stimmung gegen sie in der amerikanischen Öffentlichkeit gemacht werden - und völlig auszuschließen ist das ja in der Tat nicht. Ich persönliche glaube aber, dass die Geschichte nicht nur wahr sondern ganz typisch für die Einstellung koreanischer Familienväter ist, dass sich ähnliche Geschichten also tagtäglich ereignen, leider in der Regel nicht mit so glücklichem Ausgang.

Die Geschichte illustriert in meiner Lesart vor allem eines, nämlich dass männliche Koreaner alle möglichen guten Eigenschaften haben mögen, aber eine ganz gewiss nicht:

Lockere Gelassenheit in dem Sinne, wie Ihr sie mir anempfehlt.

http://www.hernandotoday.com/MGBRC8Q92ME.html

Beste Grüße

Stefan Martin
Dieser Beitrag wurde 6 mal verändert, zuletzt am 03.05.2006, 22:18 von Unbekannter Benutzer.
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Martin #37
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Hallo Stefan Martin,

Auf ein Bier würde ich gerne mit Dir gehen, auch wenn ich leider nicht zum Forumstreffen am 13.05 kommen kann, weil ich in CZ auf einer "annivesary Party" bin :-( wirklich ärgerlich dass das Treffen genau dann stattfinden muss :-(

Deine Geschichte beim Flug von Paris nach Seoul ist schon komisch ...vor allem weil danach nichts dabei rausgekommen ist :-(
Verstehe nicht warum Dich die Typen angegangen sind ??? und warum die nicht bei der Ankunft in Polizeigewahrsam genommen wurden .... Normal ist eigentlich das die Airline den Flughafen darüber informiert und die Typen beim Aussteigen direkt empfangen werden ... Schon komisch!

Was hast Du den gesprochen mit Ihr ? Hast Du Sie angefasst oder was ? und wenn Dann rechtfertigt das bestimmt nicht diese art von Angriffen von fremder Seite ! Wirklich komisch ....

Mir ist in Korea auch öfter passiert dass mich jemand auf Koreanisch angeschnautzt hat nur weil ich mit einer Koreanerin unterwegs war :-( was Dir nebenbei in Japan aber niemals passieren würde!!!
Ich gehe davon aus das man mich für einen Amerikanischen GI gehalten hat :-( trotzdem ist dieser verbale Angriff unakzeptabel und ist schon eine Schande für die eigentlich sehr Gastfreundlichen und netten Koreaner!
Ich würde diesen Fall aber nicht als Rassistisch einstufen ...
Tut mir Leid für Deine schlechten Erfahrungen und ich freue mich schon auf ein Bier mit Dir !!!

Grüsse,
Martin :-)
Quark (Ehemaliges Mitglied) #38
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Antwort auf Beitrag #36
Zuerst einmal ein ganz allgemeiner Hinweis: bei den meisten rassisch motivierten Taten und Tätlichkeiten ist es schwierig, diese als solche zu identifizieren. Es ist eben ziemlich schwierig, Tatmotive wirklich zu kennen. Das heisst, dass wir fast nie wirklich wissen, warum jemand etwas tut. Ich lebte einst mit einem Pakistaner, und fast täglich kam er unzufrieden nach Hause. Immer bezeugte er, dass es als Ausländer schlecht behandelt wurde, dass es als Ausländer unfreundlich bedient wurde, usw. Wir hatten uns darüber ausführlich unterhalten: Wenn ich im Laden unfreundlich bedient werde, dann tadle ich die Bedienung (einen schlechten Tag?, müde am Abend?). Er, hingegen, führte solche Ereignisse immer auf die Hautfarbe zurück (rassistische Bedienung). Leider können wir es nie wissen, und es bleibt uns überlassen, wie wir Ereignisse interpretieren (wollen).

Rassismus ist aber leider Tatsache, auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen. Es ist oft hilfreich, rassisch von rassistisch zu unterscheiden. Rassisch geht um das Denken in Rassen, rassistisch geht weiter und diskriminiert. Rassisches Denken ist sehr verbreitet, würde ich sagen. Wir sehen nicht zwei Junge Menschen, sondern eine Koreanerin und ein Deutscher... Rassistisch ist es, wenn wir dies werten. Es ist klar, dass die Grenze fliessend ist.

Vorurteile spielen oft eine Rolle, gegenüber der "eigenen" und "anderen" Rassen. Ich weiss leider aus erster Hand, dass es immer noch Menschen gibt, die annehmen, eine Koreanerin mit einem Amerikaner oder Europäer muss eine Prostituierte sein. Oder auch, dass der Amerikaner/Europäer die Asiatin gewählt hat wegen dem Sex, dem unterwürfigen Verhalten, oder weil sie schlichtweg einfacher zu haben ist (nicht weit weg von der Prostituierten). Sextourismus und Asiatinnen, die hierher kommen, um sich zu vermählen (egal wie), helfen leider nicht, diese Vorurteile abzubauen.

Nichts kann dich darauf vorbereiten, auf eine Weise angesprochen zu werden, die voraussetzt, dass du eine Prostituierte bist, oder mit einer verheiratet bist. Manchmal wird nicht einmal vor expliziten Aussagen gescheut. Leider gibt es Menschen, die rassistisch denken (und es gibt solche überall). Zum Glück gibt es auch andere...!
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Martin #39
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Betreff: Unterschreib...
Hallo Quark,

Sehr gut geschrieben !!! Bin da völlig Deiner Meinung  ;-)
Stefan Martin (Ehemaliges Mitglied) #40
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Antwort auf Beitrag #38
Betreff: Danke für den Zuspruch
Hallo Martin,

Hallo Quark,

erst einmal danke ich Euch für Eure Reaktionen und Euren Zuspruch - ich hatte erwartet, dass nach meinem langen Post alle vom Lesen so erschöpft wären, dass in diesem Thread niemand mehr etwas schreiben würde. ;-)

Euren Ausführungen kann ich inhaltlich weitgehend zustimmen.

@ Martin:

Ich will auch gern mit Dir zusammen ein Bier trinken. Ich bin sicher, dass sich die Gelegenheit ergeben wird, und ich freue mich darauf.

Ich möchte gern Deine Fragen beantworten:

Der Flug ging von Seoul nach Paris, nicht umgekehrt.

Die Typen wurden tatsächlich beim Aussteigen direkt empfangen und in Polizeigewahrsam genommen. Wir versammelten uns dann allesamt auf der Flughafen-Polizeiwache, wobei ich verständlicherweise auf einen deutlichen Abstand zur Gegenseite Wert legte.

Ich habe dann Anzeige erstattet und die französischen Stewards haben ihre Aussage gemacht. Die Täter mussten erst einmal auf die Ankunft eines Polizei-Dolmetschers warten, da sie kein Französisch konnten und auf Englisch nichts sagen wollten (oder vielleicht auch dies nicht konnten). Was bei ihrer Vernehmung nun genau 'rausgekommen ist, weiß ich nicht, da ich meinen Anschlussflug nach Deutschland erreichen musste - ansonsten wäre das Ticket verfallen; außerdem warteten in Deutschland Termine auf mich.

Vielleicht haben sie ihre Motive erläutert, vielleicht haben sie auch von ihrem Recht zu schweigen Gebrauch gemacht. Es gibt keine rechtliche Möglichkeit, Beschuldigte zur Aussage zu zwingen.

Als ich mich am nächsten Tag telefonisch bei der Polizei erkundigte, sagte man mir, dass meine Anzeige und die Zeugenaussagen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden seien, dass es aber nach französischem Recht (und nach deutschem wahrscheinlich auch) sehr schwierig sei, einen Haftbefehl zu erwirken. Dazu muss man wissen, dass es oft geraume Zeit dauert, bis es zu einem Prozess kommt - mehrere Monate sind da schnell vergangen. Es ist unmöglich, Ausländer (im Sinne von Gebietsfremden) über einen so langen Zeitraum im Land (oder sogar in Gewahrsam) festzuhalten, außer wenn es wirklich um Schwerstkriminalität geht.

Ich habe nicht 'rausgekriegt, ob sie eine Kaution haben hinterlegen mussten - das ist eigentlich die übliche Maßnahme, bringt aber auch nicht wirklich viel. Denn die Kaution wird entsprechend dem Einkommen festgelegt, aber bei Gebietsfremden haben die Behörden Schwierigkeiten, dieses zu ermitteln und müssen deshalb nahe der Untergrenze bleiben, wenn der Beschuldigte behauptet, er verdiene zu Hause gar nichts oder kaum etwas. Deshalb liefert die Aussicht, die Kaution wiederzubekommen, keinen echten Anreiz, sich einem Prozess zu stellen, zumal bei einer Verurteilung ja eine viel härtere Sanktion verhängt wird.

Monate später erhielt ich ein amtliches Schreiben, dass ein Termin für die Verhandlung anberaumt worden sei, dass den Beschuldigten die Ladung aber an der angegebenen französischen Adresse nicht habe zugestellt werden können, da sie das Land bereits verlassen hätten. Bei einer eventuellen Wiedereinreise werde man das Verfahren aber wieder aufnehmen. Na, darauf können wir lange warten... Ende der Affäre


Ein ganz klein bisschen säuerlich bin ich über Deine (Martins) Rückfrage:

Hast Du sie angefasst ?

Das erscheint mir, wie die früher wohl allgemein übliche (mittlerweile nach langen feministischen Kampagnen aber hoffentlich nicht mehr so häufige) Reaktion auf die Anzeige einer vergewaltigten Frau:

Haben Sie den Täter durch allzu offenherziges Verhalten zu der Tat provoziert ?

Nein, habe ich nicht.

Bezglich unserer Konversation kann ich sagen, dass sie harmlos war. Das spielt aber auch gar keine Rolle, da die Täter ohnehin kein Französisch verstanden und deshalb bestenfalls unsere Blicke und Gesten ausdeuten konnten. Und die erschienen ihnen wohl einen Tick zu intim...

Aber Du scheinst wirklich keine Erfahrung mit Rassisten zu haben: Rassisten handeln nicht, weil etwas passiert ist, was nicht in Ordnung ist, sondern weil ihrer Meinung nach etwas passieren könnte, was sie nicht für richtig halten.

Ich habe auch mittten in Deutschland schon erlebt, dass BM/CF Paare (schwarzer Mann, weiße Frau) von deutschen Unterschichtlern angepöbelt wurden. Solchen Typen geht es nicht darum, was zwischen den Beteiligten konkret physisch vorgeht, aber sie haben einen feinen Riecher für die Sympathie, die ein Paar über die Rassengrenzen hinweg miteinander verbindet.

Und diese Sympathie hassen sie wie die Pest !  Sie halten sie, um wieder einmal einen Begriff aus jenen ominösen 12 Jahren deutscher Geschichte zu bemühen, für Rassenschande.

In meinem letzten Post habe ich schon von dem österreichischen Anstreicher Adolf Hitler geschrieben, der bereits im Jahre 1923 (10 Jahre vor seiner Machtergreifung) sein Buch "Mein Kampf" veröffentlichte. Darin gibt es eine lange Passage, die ich nicht wörtlich zitieren kann, die aber ungefähr so geht:


Gerade das unschuldige reine blonde blauäugige arisch-deutsche Mädchen fühlt sich, getrieben von den Mächten des Bösen, in besonderer Weise zum schmierigen Charme der jüdischen Ausbeuter hingezogen. Sie erliegt deshalb leicht ihren Verführungen und vergeht sich dadurch an der Reinheit des Blutes.

Ein von ihr geäußerter Wille, der sich gegen den Primat der Rassenreinheit versündigt, ist nicht ihr wirklicher Wille sondern eine Fremdbestimmung durch den Trieb des Bösen und durch die schleimige Verführungskunst der jüdischen Blutsauger.

Es ist unsere heiligste Pflicht, sie mit aller Kraft vor diesem schrecklichen Schicksal zu bewahren, notfalls auch gegen ihren angeblichen Willen und mit Gewalt, denn das ist nur zu ihrem Besten.



Einige arisch-deutsche Frauen blieben natürlich trotzdem verstockt und hielten an ihren jüdischen Freunden und Ehemännern fest.

Im Januar 1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt und nannte sich schon bald darauf "Der Führer". Im Mai desselben Jahres starteten die Nazis eine deutschlandweite Kampagne, um Frauen mit jüdischen Freunden oder Ehemännern zu erniedrigen.

Es gibt Fotos und auch schwarz-weiß Filme, auf denen zu sehen ist, wie blonde und blauäugige Frauen gezwungen werden, sich auf deutschen Dorfplätzen vor einer johlenden Menge aufzustellen, mit Schildern um dem Hals:

Ich bin am Ort das größte Schwein und lass mich nur mit Juden ein !

Gleichzeitig wurde der Begriff der Judenhure geprägt, der niedrigsten Kategorie, in die man als Arierin eingestuft werden konnte, weit unterhalb von Kriminellen oder Prostituierten.

Viele Frauen trennten sich unter diesem unerträglichen Druck von ihren jüdischen Freunden, und auch die Mehrzahl der Ehefrauen ließ sich scheiden. Dann wurden sie wieder in die "Volksgemeinschaft" aufgenommen, ihre Männer jedoch wurden vergast.

Die "Uneinsichtigen" mussten für die nächsten 12 Jahre bis zur Befreiung Deutschlands mit andauernden massiven Schikanen rechnen. Paare, die die Möglichkeit dazu hatten, flohen aus Deutschland. Nach einigen Jahren wurde aber auch dieses Schlupfloch dichtgemacht. Den Rest kennen wir aus dem Geschichtsunterricht...

Und was hat das alles mit Korea zu tun. Meines Erachtens eine ganze Menge...


Ein Bier trinken wir aber auf jeden Fall zusammen, Martin und die anderen !  Hoffentlich schon bald !

Beste Grüße

Stefan Martin
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Martin #41
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Betreff: Sorry
Ein ganz klein bisschen säuerlich bin ich über Deine (Martins) Rückfrage
Sorry, war nicht so gemeint!
Wundere mich nur was man bei einer Unterhaltung zwischen einer Stewardess und einen Gast ...auch wenn es ein wenig länger ist so schlimm finden kann ....

Bis demnächst!
Stefan Martin (Ehemaliges Mitglied) #42
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Betreff: Kein Problem, Martin !
Hallo Martin,

ich weiß schon, dass Du es nicht so gemeint hast. Kein Problem !

Dass Du die Unterhaltung zwischen der Stewardess und mir nicht schlimm findest, ist mir schon klar und das hatte ich auch erwartet.

Ich hoffe, niemand hier im Forum findet sie schlimm.

Sogar gemischte Paare mit asiatischen Männern und weißen Frauen sind für uns nicht nur kein Übel, sondern wir freuen uns sogar darüber. Und auch Paare mit schwarzen Männern und weißen Frauen regen uns doch wohl nicht auf.

Klar, das ist unsere Weltsicht. Deine, meine und wohl auch die von allen anderen Forumsteilnehmern.


Leider haben aber andere eine andere Weltsicht. Solche Typen gibt es in allen Gesellschaften. Die Frage ist, wie die betroffene Gesellschaft damit umgeht.

In Korea (und noch in einigen anderen asiatischen Ländern, Japan gehört aber eher nicht dazu) wird ihre Weltsicht von weiten Teilen der Bevölkerung klammheimlich geteilt und oft auch aktiv unterstützt.

Natürlich ist nicht jeder Koreaner ein Rassist, aber kaum jemand distanziert sich klar und deutlich vom Rassismus. Ich bin im Umgang mit Koreanern ständig auf eine "Ja, aber..." Haltung gestoßen.



Nein, wir haben nichts gegen Ausländer, aber sie sind doch so verschieden von uns...

Nein, wir wollen niemanden ausschließen, aber wir müssen unsere Identität als Gruppe wahren...

Es ist keine Diskriminierung, wenn wir unsere eigenen Landsleute bevorzugen...

Die Ausländer können unsere Kultur ohnehin nicht richtig verstehen, deshalb lassen wir sie lieber direkt außen vor...

Unsere Tochter soll doch glücklich werden, und das kann sie nur an der Seite eines Mannes mit dem gleichen Blut. Wenn sie etwas anderes zu wollen meint, dann ist das nur jugendlicher Übermut...


Oder auch, besonders ulkig:

Wir Koreaner sind als Nation jahrhundertelang ständig von unseren Nachbarn angegriffen worden - da wird sich doch wohl keiner beschweren, wenn wir jetzt 'mal zur Abwechselung ein paar Ausländer verprügeln...


Bis bald

Stefan Martin
Bastian #43
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Antwort auf Beitrag #31
Betreff: WOW
Hi Stefan,
deine Erfahrungen, machen mich ein wenig traurig aber nicht nur dies, sondern auch ziemlich wütend.  :-/  Man kann deine Meinung und auch Einstellung zum Thema nach dem ganzen LAAAAANgen :-D  verstehen. Das bekräftigt nicht gerade meinen Wunsch nach Korea zu reisen! Meiner einer hat nicht viel in diesem Thread geschrieben aber ich habe ihn verfolgt. Ich habe nicht soviel zu diesem Thema Rassismus bei Koreanern zu sagen, da ich eigentlich auf Koreanergestoßen bin die genau das Gegenteil von dem sind, denen du begegnet bist. Was mich allerdings noch wirklich interessiert ist, was das Thema war, über das du und die Stewardess gesprochen habt. Das sie auf einmal wegstürmt!? (ich bin neugierig :-p ) wie dem auch sei kann man dir nur wünschen das sowas nicht so schnell wieder vorkommt vieleicht sind die nächsten nicht so freundlich!

grüßle
Basti
Stefan Martin (Ehemaliges Mitglied) #44
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Betreff: Thema der Unterhaltung
Hallo Bastian,

das Thema der Unterhaltung war nur Small Talk über das Leben in Korea im Vergleich zum Leben in Europa - und hier insbesondere in Frankreich, denn die koreanische Stewardess war ja bei der Air France angestellt und wohnte deshalb in Paris (wenn sie sich nicht gerade dienstlich im Luftraum irgendwo zwischen Seoul und der französischen Hauptstadt aufhielt).

Das hat aber nichts mit ihrer Flucht zu tun:

Sie hat die Flucht ergriffen, weil sie die koreanischen Männer einen Moment eher heranstürmen sah als ich.

Ich glaube sogar, dass die koreanischen Männer eigentlich noch lieber auf sie losgehen wollten als auf mich. Sie konnte sich aber rechtzeitig in Sicherheit bringen. Deshalb bekam ich dann die Prügel ab. War vielleicht auch besser so, denn ich bin ja nun doch noch geringfügig stabiler als eine Frau.




Das ist es ja gerade was ich mit meinen ständigen Vergleichen zur NS-Zeit ausdrücken will:

Wie im letzten Beitrag geschrieben, richteten sich die ersten Diskriminierungs-Kampagnen der Nazis im Jahr 1933 noch gar nicht gegen die Juden selbst, sondern gegen ihre "arischen" Frauen und Freundinnen.

Zielsetzung hierbei war es, die Juden aus ihren Netzwerken, aus ihrer Einbindung in Familie und Gesellschaft herauszulösen, sie völlig zu isolieren ("sozialer Tod"), um sie dann umso leichter fertigmachen zu können.




Und warum werden koreanische Frauen zur Zielscheibe koreanischer Rassisten ?

Um diese Frauen davon abzuhalten, Ausländern Zuspruch und Unterstützung zukommen zu lassen.

Um diese Frauen zurück in die "koreanische Volksgemeinschaft" zu zwingen, aus der sie durch ihre Partnerschaft mit einem Ausländer möglicherweise ausbrechen könnten.

Um zu verhindern, dass diese Frauen (welch schrecklicher Gedanke !) möglicherweise ihr reines koreanisches Blut verunreinigen und am Ende sogar gemischtrassische Kinder zur Welt bringen könnten.

Eine solche Vorstellung ist für einen Rassisten natürlich der ultimative Horror, der absolute Super-GAU !




Okay, nach all diesen langen Ausführungen möchte ich die Diskussion jetzt abschließen und erklären, dass ich weder Dich, Bastian, noch irgendjemanden sonst davon abbringen will, eine Reise nach Korea zu unternehmen oder dorthin für längere Zeit überzusiedeln. Ich will den Blog nicht etwa zu einem Sprachrohr anti-koreanischer Propaganda umfunktionieren. Sonst schmeißt mich Johannes hier völlig zu Recht raus. ;-)

Letztlich sind wir alle (ich eingeschlossen) hier, weil wir irgendwie von Land und Leuten fasziniert sind. Und es gibt ja wirklich viel Faszinierendes in Korea:

Interessante Städte, eine herrliche Landschaft, leckeres Essen, schöne Frauen...




Nur muss dieser Blog ja nicht in eine völlig unkritische Korea-Lobhudelei ausarten - da hielt ich es für dringend erforderlich, mal einen kräftigen Kontrapunkt zu setzen.

Wenn Ihr übrigens die amerikanischen Korea-Blogs lest (Jodi's "The Asia Pages", R J Koehler's "The Marmot's Hole", "The Lost Nomad" und andere), dann findet Ihr dort neben erheblicher Begeisterung für Korea durchaus zahlreiche kritische Beiträge. Und ich glaube, die Amis haben ein realistischeres Bild vom realen Leben im Land.

Warum ?

Weil es in Korea, von den Soldaten jetzt einmal abgesehen, von denen ich mich hier in gewisser Weise distanzieren muss (weil sich manche von Ihnen tatsächlich schlecht benehmen, was aber von an Negativ-Schlagzeilen interessierten koreanischen Kreisen regelmäßig von einer Mücke zu einem Elephanten aufgeblasen wird) auch eine große Community von amerikanischen (und anderen anglophonen) Zivilisten gibt, die dort Englisch unterrichten. Diese Leute mögen Korea eigentlich schon (sonst wären sie direkt zu Hause geblieben), aber sie kämpfen auch erheblich mit den Alltagsproblemen - und eben auch mit den alltäglichen Diskriminierungen.

Und Jodi's Blog ist doppelt interessant wegen des Twists in Ihrem Lebenslauf:

Jodi ist eine in Korea lebende Amerikanerin, die aber wie eine Koreanerin aussieht. Trotzdem (oder gerade deswegen) schreibt sie sehr, sehr kritisch über ihr "Heimatland" Korea.

So ist es gut, so soll es sein.

Beste Grüße

Stefan Martin
Dieser Beitrag wurde 3 mal verändert, zuletzt am 04.05.2006, 22:57 von Unbekannter Benutzer.
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iGEL (Administrator) #45
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Antwort auf Beitrag #36
Moin!

Zitat von Stefan Martin am 03.05.2006, 19:02:
Dass ein Weißer allerdings seine Tochter, Schwester oder auch nur Studienkollegin zu heiraten versuchen könnte, hält kein einziger asiatischer Mann jemals auch nur eine Sekunde lang für einen Beitrag zur für beide Seiten vorteilhaften Völkerverständigung oder zur Geschäftsbeziehung sondern für eine Kriegserklärung an ihn persönlich und für einen Frontalangriff auf die nationale Ehre oder die Ehre der jeweiligen "Ethnic Community", auf den er dann mit einem "Gegen"schlag mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln reagieren wird.

Leider ist mein Koreawissen zu großen Teilen noch immer theoretisch, von daher fällt es mir nicht leicht, deine Aussagen zu beantworten. Aber solche Verallgemeinerungen gefallen mir dann doch gar nicht. Warum gibt es dann sogar hier im Forum Berichte von Männern, die das Amen für eine Heirat der koreanischen Eltern bekommen haben? Warum konnte Nuku monatelang mit seiner koreanischen Freundin durch Korea streifen und schreibt dann über Graffities, die sie dann noch nicht mal selbst gesehen haben? Ich will nicht bestreiten, dass es das von dir beschriebene Phänomen gibt, aber ich bin davon überzeugt, dass es wie immer eine Minderheit ist, die in so engen Bahnen denkt. Die meisten koreanischen Männer fühlen sich vielleicht nicht 100%ig wohl bei der Sache (man muss bedenken, dass das Phänomen in Korea auch eine recht neue Sache ist! Wir sind hier seit Jahrzehnten an Ausländer gewöhnt, Korea rückt aber erst seit wenigen Jahren in den Fokus der Weltöffentlichkeit), aber für die meisten ist meines Erachtes klar, dass es Liebe auch zwischen den "Rassen" geben kann.

Auch die Nazi-Vergleiche gefallen mir gar nicht. Nicht nur, dass die Nazis viel mehr gemacht haben (Jeder Vergleich färbt irgendwo alle Aspekte ab, es möchte ja auch niemand im positiven Sinne mit ihnen verglichen werden, ala "Schöder hat den Autobahnbau vorangetrieben wie zuletzt die Nazis"), ihnen standen auch viel mehr Mittel zur Verfügung. Meines Wissens werden beispielsweise von offizieller Seite  Kaukasisch-Koreanischen Paaren in Korea keine besonderen Hürden in den Weg gelegt, wenn sie heiraten wollen (klick).

Wir wissen ja alle, dass die Koreaner bei nationalen Themen (Dokdo, Yakusuni-Schrein, japanische Geschichtsschreibung) durchaus sensibel reagieren, was von der Regierung eben auch aufgenommen wird. Wäre es tatsächlich so schlimm, wie du die Sache beschreibst, würde es mich wirklich wundern, wenn die Regierung und Verwaltung es solchen Paaren tatsächlich so einfach machen würde.

Nur um es nochmal hervorzuheben: Korea hat eben nicht nur hübsche und nette Frauen zu bieten, sondern auch freundliche und offene Männer. Oder ich habe mich in denen, die ich in Korea, in Deutschland und über MSN getroffen habe, massiv getäuscht ;) :D

Gruß, Johannes
PS: Dass du von Koreanern angegriffen wurdest, tut mir natürlich leid und ich will das keinesfalls entschuldigen.
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
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