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Soll ich nach Seoul umziehen? Bitte um Euren Rat!
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Pema (Gast) #1
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Betreff: Soll ich nach Seoul umziehen? Bitte um Euren Rat!
Schönen guten Morgen!
Ich bin in einer Zwickmühle  und hoffe, Ihr könnt mir ein paar Ansichten mitteilen, damit mir die Entscheidung leichter fällt:
Mein Gatte hätte das Angebot, für eine renommierte Firma südlich von Seoul als General Manager zu arbeiten. Die Firma würde Wohnung, Dienstauto  (ev. mit Chauffeur!!!) zur Verfügung stellen. Meine Kinder würden auf eine internationale englischsprachige Schule gehen, die die Firma aussucht.  Mein Mann ist natürlich sehr begeistert davon, so eine Möglichkeit zu bekommen, aber ich hab ehrlich gesagt große Angst davor.
Ich wollte in meinem Lében NIE nach Asien. Und schon gar nicht will ich das meinen zwei Kids zumuten!!! Wir waren bereits für zweieinhalb Jahre in den USA und sind erst 2007 nach Österreich zurückgekommen. Wir haben gerade ein Grundstück gekauft und wollten im Frühjahr zu bauen beginnen und jetzt das.....
Ich kann überhaupt nicht vorstellen, in Asien zu leben. Das Essen, die Lebensweise, die Sprache!!!!! Und meine Mutter ist noch dazu schwer krank und ihr jetzt wieder die Kinder wegzunehmen, die sie über alle Maßen liebt.....

Die Firma will uns erst mal unverbindlich 5 Tage dorthin schicken, damit wir uns ein Bild machen können von Schule, Wohnung und Lebensweise. Da werden wir angeblich von jemanden herumgeführt, um alles kennenzulernen.

Könnt ihr mir nicht ein paar Tipps geben, wie es ist als Deutschsprachiger dort zu wohnen? Kann man dort auch irgendwo Lebensmittel kaufen, die unseren ähnlich sind? Brot????  Was essen "Ausländer" dort? Was kostet der Lebensunterhalt für eine "westliche" Familie? Wie sicher ist das ganze? Muss ich koreanisch unbedingt lernen?
Ich hab so viel nachzudenken und zu entscheiden. Denn wenn ich nicht mitgehe, wird mein Mann allein gehen, des lieben Geldes wegen eben.......
Ich danke Euch für Eure Geduld, das ganze zu lesen und hoffe auf ein bißchen "Aufklärung"

Pema
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iGEL (Administrator) #2
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Hallo Pema!

Viele Entscheidungen können wir dir natürlich nicht abnehmen, z. B. ob jetzt baut oder nicht und die Geschichte mit deiner Mutter.

Ich persönlich würde natürlich sofort auch nach Korea gehen. Aber das hängt natürlich stark von der Person ab, und einige Leute sind sicher ziemlich unglücklich in Korea. In Seoul hast du auf jedenfall den Vorteil, dass es dort eine große Internationale Community gibt. Mitglieder aus dem Forum veranstalten hier monatlich ein Treffen, und es gibt einen deutschen Club (http://www.deutscherclubseoul.de/). Es gibt auch eine deutsche Schule und auch mindestens einen Bäcker, bei dem es wie in Deutschland schmeckt (ich war schon da). Große Supermärkte führen auch eine Reihe deutscher Lebensmittel, und es gibt auch einige Restaurants, die westliche und deutsch (=bayrische) Lebensmittel führen. Die sind natürlich etwas teuerer als koreanische. Auch ist es hier einfacher, englisch sprechende Ärzte zu finden als auf dem platten Land.

Ich denke nicht, dass es unbedingt nötig ist, die koreanische Sprache zu lernen. Viele Koreaner sprechen zwar kein ausreichendes Englisch, aber man kriegt eigentlich immer alles hin und ich habe von mehreren Ausländern gehört, die dort Jahre gelebt haben und mit drei Worten ausgekommen sind. Falls ihr hin- und wieder in koreanischen Restaurants essen wollt, lohnt es sich, die koreanische Schrift zu lernen, was aber im Gegensatz zur Sprache aber einfach ist (man sagt, die Grundlagen hat man nach 3 Stunden drauf). Dann kannst du wenigstens die Gerichte wiedererkennen, die du magst. Ansonsten ist eigentlich alles auch auf Englisch ausgeschildert.

Natürlich ist das Erlebnis der koreanischen Kultur viel intensiver, wenn man sich auch auf koreanisches Essen einlässt und die Sprache etwas kann, aber das liegt natürlich nicht jedem. Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, dir es dort anzuschauen - Dagegen kannst du dich dann ja immer noch entscheiden.

Noch ein Wort zum Klima. Wenn ihr im Herbst fahrt, seid ihr zu einer der schönsten Zeit dort. Im Winter ist das Wetter fast immer sonnig, aber oft wirklich kalt. Der Sommer hingegen oft schwül und richtig heiß. Da sollte man sich also auch darauf einstellen. Seoul hat dazu eine ziemlich schlechte Luftqualität.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Dieser Beitrag wurde am 29.09.2008, 12:09 von iGEL verändert.
retozimmermann #3
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Antwort auf Beitrag #1
Hallo Pema

In der Kürze möchte ich gar nicht versuchen, viele Antworten auf deine sehr komplexe Problematik zu geben. Fünf Tage scheinen mir ausserdem äusserst kurz, einen Eindruck zu bekommen, der einen dann in der eigenen Entscheidung adäquat beeinflusst.

Schau dir vielleicht mal Blogs von Deutschen in Korea an, um etwas mehr hinter die Fassaden zu sehen. Zu empfehlen ist aus meiner Sicht www.nuku.de und bittegitte.blogspot.com. Beides zwar Berichte aus Studentensicht, die aber dennoch einige interessante Einblicke in das Leben in Seoul und die koreanische Kultur bieten.

Wenn ich eure höre, in was für einer Situation ihr steckt, würde ich mir über die administrativen, kulturellen und finanziellen Aspekte allerdings am wenigsten Gedanken machen, denn das scheint alles hinreichend abgedeckt zu sein. Vielmer scheint mir absolut entscheidend, ob du und deine Familie auf persönlicher Ebene mit so einem (temporären) Wechsel klar kommt. Was bedeuted das für dich, deinen Mann, deine Mutter, deine Kinder? Über die letzteren würde ich mir allerdings wiederum nicht so viele Sorgen machen. Nach allem was ich schon gehört habe, können viele Kinder sehr gut mit solchen Wechseln umgehen, obwohl es natürlich auch hier einige Zeit braucht, bis man sich am neuen Ort eingelebt hat.

Schöne Grüsse aus der Schweiz
Reto

PS: Ich selber trage mich übrigens mit dem Gedanken, mit meiner Frau nächstes Jahr für eine Weile nach Korea zu ziehen, finanziell allerdings wohl weniger lukrativ als bei euch, doch auch ich denke, dass es möglich sein wird, ohne das gewohnte Leben komplett zu ändern.
Gummibein #4
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Schwierige Frage aber Auslandserfahrung ist ja vorhanden und soweit ich zwischen den Zeilen lesen kann wäre der Umzug nach Korea eine wirtschaftliche Verbesserung.

Wie wäre es wenn die Reise auch diesmal nach USA ginge und nicht nach Korea? Wäre es auch eine ebenso schwere Entscheidung?

Da Du offensichtlich mit einer zeitlich begrenzten Umzug nach Korea rechnest wäre auch zu berücksichtigen wie lange Du dort bleiben willst.
Peter #5
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Antwort auf Beitrag #1
Hallo Pema,

Aus deiner Frage entnehme ich, dass du einem Aufenthalt in Asien eher negativ gegenüber steht. Dies ist natürlich kein wirklich guter Ausgangspunkt für solch einen Schritt. Das Problem Grundstück/Hausbau würde ich vernachlässigen, das kann man nachholen. Die Gesundheit deine Mutter ist tatsächlich ernsthaft zu berücksichtigen. Meine Schwiegermutter ist ebenfalls ernsthaft krank und lebt etwa 600 km entfernt. D.h. einer von unserer Familie ist fast immer da und die (erwachsenen) Kinder fliegen oft für ein Wochenende zu ihr. Dies ist aus Korea natürlich deutlich schwieriger.
Zum Leben in Korea: Die Kultur und das tägliche Leben in Korea unterscheidet sich sehr von Europa. Entweder man geht mit einer positiven Einstellung an die Sache heran und versucht sich in die (wirklich fremde) Gedankenwelt einzuleben (und wird letztendlich mit reichhaltigen persönlichen Erfahrungen belohnt) oder kapselt sich ab und versucht sein europäisches Leben weiterzuführen. Ob die deutschsprachige Gemeinschaft aber ausreichend soziale Kontakte liefern kann wage ich zu bezweifeln.
Nahrung: Das koreanische Essen ist (je nach Einstellung) mehr oder weniger gewöhnungsbedürftig, aber überwiegend sehr lecker. Wegen einer chronischen Magen-/Darmerkrankung war ich vor meinem ersten Trip nach Korea in dieser Hinsicht etwas skeptisch und hatte eine reichhaltige Auswahl entsprechender Medikamente eingepackt. Aber schon nach wenigen Tagen war ich vollkommen beschwerdefrei und fühlte mich so gesund wie lange nicht mehr. Frische Zubereitung ohne Zusatzstoffe und viel Gemüse waren wohl das Geheimnis.
Kinder: Kinder können durch solch einen Auslandsaufenthalt nur gewinnen und verkraften die Umstellung im Allgemeinen sehr gut. Für ihr späteres Leben sollte sich ein positiver Effekt für das Sozial- und Arbeitsleben ergeben.
Entscheidung: Da dein Mann auf jeden Fall geht würde ich versuchen für dich eine Option der Rückkehr nach ein oder zwei Monaten zu arrangieren. Ein fünftägiger Aufenthalt (zumal bei deiner eher negativen Einstellung) sind deutlich zu wenig um eine tragfähige Entscheidung zu treffen.

Solltest du dich für Korea entscheiden gibt es in meinem Kultur- und Reiseführer "Abenteuer Seoul" einige brauchbare Tipps und Hinweise für dich.

Viel Glück bei der (richtigen) Entscheidung
Peter
peter
seoulinfo.de
Sara (Gast) #6
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Hallo!

Also es hört sich alles nach einem typischen Expat-Leben an. Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass du in Korea glücklich wirst. Das ist ganz ohne Kritik gemeint, du hast von vornerein nicht die Einstellung, dich wirklich anpassen zu wollen (kein koreanisch lernen etc.). In Korea gibt es deutsche Lebensmittel und genügend Deutsche, mit denen Du dich austauschen kannst. Solches Leben ist aber ein goldener Käfig. Finanzielle Annehmlichkeiten ja, aber ansonst fühlt man sich fremd.
Für dein Mann scheint es ein Karrieresprung zu sein. Er möchte nicht wegen der Familie doch in Deutschland bleiben? Ganz klar wird es wegen der kranken Mutter schwer. Kann ich auch gut verstehen, dass Du sie nicht verlassen willst. Vielleicht bleibt die Familie doch dann lieber in D und der Mann in K? Ich will's Dir nicht noch schwerer machen, aber als Frau würde ich bedenken, einen (Ehe)Mann nur nicht zu lange alleine zu lassen.

Viel Glück bei deiner Entscheidungsfindung!
Gast (Gast) #7
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Frische Zubereitung ohne Zusatzstoffe und viel Gemüse waren wohl das Geheimnis

Also bei den niedrigen Preisen in normalen koreanischen Restaurants geht nichts ohne Geschmacksverstärker. Stichwort: MSG. Ernsthafte Beschwerden wegen Essen hatte ich allerdings noch nicht.

Die Entscheidung, die Du treffen musst ist wohl eher eine der Familie  (Mutter!) und weniger des Geldes (Karriere, Haus). Die zuvor erwähnte Variante der temporären Familientrennung (nur Dein Mann in Korea) würde ich nicht empfehlen. Ein Freund von mir hat dies gemacht. Es hat am Ende gut zwei Jahre funktioniert. Allerdings empfand er es als enorme Belastung für die Familie, obwohl er aufgrund günstiger Umstände mindestens 1x im Monat nach Deutschland geflogen ist um die Familie zu besuchen. Bei seiner Abreise meinter er, er würde es nicht noch einmal machen.
Pema #8
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Vielen Dank für Eure Antworten. Ich hab schon sehr viel mit meinem Mann darüber diskutiert. Er will natürlich nicht lockerlassen und unbedingt nach Südkorea gehen. Ich bin zumindest nicht mehr absolut dagegen was das Land selbst betrifft, ich denke, es liegt viel mehr daran, dass ich einfach nicht wieder von Neuem beginnen möchte. Ich bin in meinem Leben einfach schon zu oft gesiedelt und meine Kinder sollten endlich Freundschaften schließen können, die länger halten, als nur zwei Jahre.

Unser Aufenthalt würde mindestens 2 Jahre betragen. Und zwar nicht direkt in Seoul, sondern ca. 50 km etwas südlich in ebenso einer Millionenstadt. Den Namen weiss ich nicht mehr. Muß demnach eine Stadt sein, in dem ein Autokonzern seinen Sitz hat, da mein Mann aus dieser Branche kommt und diese ansässige Firma ein Joint-Venture mit der Firma eingeht, für die mein Mann arbeitet...

Mein "Plan" sieht folgendermaßen aus: Gemeinsam mit meinem Mann werde ich mir das erst mal ein paar Tage ansehen, Dann wird er dorthin ziehen, anfangen zu arbeiten, während meine Kinder hier das Schuljahr zu Ende bringen. In den Sommerferien werd ich dann mit meinen Kinder das ganze anschauen, und dann entscheiden, wie es weitergeht.
Und ich werde diese Firma dazu bringen, daß sie mir jederzeit einen Flug für meine Kinder und mich nach Österreich bezahlt, sollte der Zustand meiner Mutter sich verschlechtern.

Soweit zu meiner Theorie, mal sehen ob das sich so verwirklichen lässt.......

Mein Bruder wird sich um meine Mutter kümmern müssen, der hat sich bis jetzt eher sehr zurückgehalten.

Das Buch von Peter werde ich mir sicher besorgen. Hilft vielleicht etwas bei der Entscheidungsfindung.

Kultur und Lebensart sind sicher sehr interessant, aber wovor ich ehrlich gesagt Angst habe, ist , daß mein Sohn KEIN EINZIGES Gericht essen wird, das er dort vorgesetzt bekommt.
Außer Kartoffelgerichte, Nudeln und Wienerschnitzel ißt er nicht viel. Und wie sieht es mit Milch aus?? Was bekommt man dort an gängigen Lebensmitteln für den täglichen Gebrauch? Vielleicht könntet Ihr mir ein paar konkretere Antworten geben.
Ich bin Euch sehr dankbar.
Petra
PS: Was ist ein Expat-Leben? :-)
Dieser Beitrag wurde am 06.10.2008, 18:27 von Pema verändert.
Uhu #9
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Bei der Entscheidungsfindung kann man dir sicher nicht helfen. Finde die Situation von hier beurteilt eigentlich naja sehr egoistisch von deinem Mann. Sowas sollte doch Familienentscheidung sein und nicht nur von einem ausgehen....

Lebensmittel gibt es hier zu hauf, Früchte finde ich ein wenig teurer und Nudeln auch. Aber das sind nur Studentensorgen, wegen den 2000 won wird man sich als general manager family wohl keine sorgen machen müssen. Natürlich kannst du hier in etwa so leben (vom Essen her) wie in Österreich, bzw. Europa wird dann eben etwas teurer.

Kultur und Lebensart sind sicher sehr interessant, aber wovor ich ehrlich gesagt Angst habe, ist , daß mein Sohn KEIN EINZIGES Gericht essen wird, das er dort vorgesetzt bekommt.
Außer Kartoffelgerichte. Nudeln und Wienerschnitzel ißt er nicht viel.

Sorry aber das ist Erziehungssache... sollte er keine Allergie oder sowas haben... Wenn du ihn entwöhnen willst~ paar Tage ohne Essen, irgendwann ißt er auch die Schüssel Reis. Wegen so etwas bedenken zu haben...   :rolleyes:
Pema #10
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Da kennst Du meinen Sohnemann schlecht, der hat große Ausdauer was das "Essen ablehnen" betrifft....

Manche Dinge muß ich einfach im Vorhinein genau wissen, so bin ich nun mal. Ich überlasse nicht gern alles dem Zufall. Schließlich müssten meine Kinder eine längere Zeit in Südkorea verbringen.

Liebe Grüße
Pema

 PS: Und wann hab ich erwähnt, daß ich aus Österreich komme?
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iGEL (Administrator) #11
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Moin!

Natürlich gibt es Eltern, die ihrem Kind nur das leckerste vom Leckeren vorsetzen, da könnte man vielleicht sagen, dass das Essverhalten erziehbar ist. Aber da sollte man es echt nicht übertreiben. Wenn es dem Kind wirklich nicht schmeckt, soll man es meiner Meinung nach nicht dazu zwingen, solange die Ernährung halbwegs gesund ist. Glücklicherweise könnt ihr jetzt ja ausführlich testen, was deinem Sohnemann schmeckt und was nicht. Uhu hat vermutlich noch keine Kinder, oder? ;)

Unter einem typischen Expat-Leben versteht Sara sicher, dass man zwar im Ausland lebt, aber sich nur mit Leuten aus der Heimat umgibt und auch sonst wenig bis keinen Kontakt zur Kultur des Gastlandes hat. Das wäre natürlich wenig erstrebenswert. Auf der anderen Seite kann es auch ganz hilfreich sein, wenn man nicht ganz auf sich allein gestellt ist, sondern Leute in der selben Situation kennt. Und solange man sich nicht total abkapselt, kann ich da auch nicht soo viel schlechtes dran erkennen. Ich habe z. B. 2005 einen anderen Deutschen kennen gelernt, der in irgendeinem kleinen Nest im Süden gearbeitet hat und dort nur von Koreanern umgeben war. Der war so froh, einen Deutschen zu treffen, dass er ein ganzes Wochenende wirklich pausenlos geredet hat, einfach weil er sich mit den Koreanern nicht auf dem Level austauschen konnte. Auch für die Kinder könnte ich es mir angenehm vorstellen, wenn sie auch deutsche Freunde haben können.

War die Stadt vielleicht Suwon? Das wäre die einzige wirkliche Millionenstadt südlich von Seoul, das nächste wäre Daejeon, was aber 150 km entfernt liegt. Ansonsten hätten wir da noch ein paar beinahe-Millionenstädte, etwa Seongnam oder Cheongju. Wie viele Ausländer es dort gibt, weiß ich nicht. Falls dich das schreckt, könntest du das ja als Bedingung nennen: Wenn schon Korea, dann in Seoul (natürlich unter der Voraussetzung, dass du dich überhaupt dazu entscheidest, nach Korea zu gehen - Sicher ist das ja noch nicht).

Milch ist in Korea etwas teuer, gibt es aber auch überall zu kaufen. Allerdings stellen viele koreanische Firmen ihre Produkte in China her, von daher ist Melamin und Lebensmittelsicherheit im allgemeinen ein noch größeres Thema als bei uns. Allgemein würde ich aber sagen, dass die Qualität der koreanischen Lebensmittel gut ist. Dass Geschmacksverstärker dort in größerem Maße als in deutschen Restaurants Anwendung finden würden, wäre mir neu. Habe mich damit aber auch noch nicht auseinandergesetzt.

Falls du ein Buch suchst, was dir die koreanische Denkweise etwas näher bringt, würde ich dir "Korea Unmasked" empfehlen. Das ist ein Sachbuch als Comic [sic!], was aber erstaunlich gut funktioniert. Man darf natürlich nicht alles 1:1 nehmen, aber zumindest ich hatte danach das Gefühl, Koreaner besser zu verstehen.

Ich wünsche dir, dass dein Plan aufgeht und du die Entscheidung triffst, die für dich und deine Familie am besten ist.

Gruß, Johannes
PS: Österreich hast du im ersten Beitrag erwähnt. ;)
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Pema #12
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Kinder und Essen ist kein einfaches Thema finde ich ;-)
Im Allgemeinen hab ich mich jetzt schon etwas näher mit der Möglichkeit des Umzugs beschäftigt und ich denke, daß ich es, an meinem Plan festhaltend, vielleicht zumindest versuchen werde.
Die Stadt heißt Suwon. Damit hast Du recht. Mal sehen wie es dort aussieht.
Ich danke Euch jedenfalls für all Eure Hilfe und guten Ratschläge. Werd mich melden, wie ich mich entschieden habe!
Danke
Petra
Dieser Beitrag wurde am 07.10.2008, 10:05 von Pema verändert.
Uhu #13
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Wenn man sich auf 3 Speisen beschränkt ist man wohl allen Anschein nach verwöhnt~ aber egal... Hehe hab noch keine Kinder~ jaja hast schon recht, wenn man sich in der Rolle befindet sieht man das sicher irgendwie anders.

Cheongju ist Millionenstadt? 청주?? Soviel ich weiss nicht wirklich, oder hab ich den Namen irgendwie verwechselt?

In Seongnam sehe ich eigentlich recht regelmäßig Ausländer, dass dich aber, da ihr ja nach Suwon geht, recht wenig interssieren dürfte :)
Seongnam ist meines wissens auch Millionenstadt. Gibts denn nördlich von Seoul eine Stadt/ Gebiet die/das man mal sehen sollte? Oder eigentlich nur die DMZ?

Ansonsten viel Glück bei der Entscheidungsfindung das alles so klappt wies auch klappen soll.
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iGEL (Administrator) #14
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Moin!

Weder Seongnam noch Cheongju sind Millionenstädte, daher habe ich ja auch "Beinahe-Millionenstädte" geschrieben (gut, im Falle von Cheongju ist auch das noch weit ausgelegt, mit 650.000 Einwohnern ;)).

Suwon ist übrigens nicht wirklich weit von Seoul und auch an dessen U-Bahn angeschlossen. Es sollte also nicht so dramatisch sein für deinen Mann, hier täglich zu pendeln.

Gruß, Johannes
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dergio #15
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Hallo Pema!

Ich habe auch schon eine Umsiedlung mit Kind gemacht, aber andersherum. Mein Soh ist in Korea geboren und mit 1 1/2 sind wir mit ihm nach Deutschland gezogen.
Von den Lebensmitteln waren wir auch etwas eingeschränkt. Das liegt aber nicht an seinem Essverhalten sondern weil er viele Allergien hat.

Ich könnte mir aber gut vorstellen wieder in Korea zu leben. Von Lebensmitteln und so ist das sicherlich kein Problem. Die Sorge die ich mit dir teilen werde ist der häufige Umzug.
Das ist aber eher eine Sache der Persönlichkeit wie man das verkraftet.
Ich kenne auch eine Familie die mit ihrem 8 jährigen Kind schon in vier Ländern gewohnt hat.

Ihr werdet auf jeden Fall eine super große komfortable Wohnung haben und gute Einkaufsmöglichkeiten. Die deutsche Community wird wahrscheinlich der Bekannten- und Kollegenkreis deines Mannes sein. Wer dir wahrscheinlich besser helfen kann und genau das schon durchgemacht hat, sind die Leute vom Deutschen Club in Seoul. Das sind hauptsächlich Geschäftsleute und Botschaftsangestellte und deren Ehepartner.
Die werden dir genau erklären können was auf dich zukommt.
www.deutscherclubseoul.de/

LG

dergio~
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