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Soll ich nach Seoul umziehen? Bitte um Euren Rat!
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Rats (Gast) #16
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Antwort auf Beitrag ID 14303
Hi Pema,

jetzt muss ich doch auch mal meinen Kommentar abgeben, da ich die Parallelen zu unserem Umzug vor 1 Jahr sehe. Ich schilder Dir mal meine Erfahrungen, dann kannst Du ja selber sehen was Du fuer Euch als Antwort wertest.

Wir wohnen in Hannam-Dong, UN Village, so wie sehr viele andere Foreigner auch, sehr nah zur Deutschen Schule in Seoul, 10 min zu Fuss.
Mein Arbeitgeber sitzt etwas weiter suedlich von Suwon 69km von unserem Wohnort, ich pendel jeden Tag und brauche im Schnitt 16 Stunden die Woche an Fahrzeit. Wenn ich 'nen Fahrer haette wuerde ich laenger brauchen da die Koreaner so was von schlecht Auto fahren. Fahrer ist fuer uns kein Kriterium gewesen, hoechstens als Prestige und zur Schau stellen. Lieber sollte man einen zweiten Dienstwagen fuer die Ehefrau aushandeln. Jenachdem wo man wohnt ist das Mom Taxi jeden Tag im mehrstuendigen Einsatz :-) Taxi fahren ist allerdings in Korea sehr guenstig und einfach.

Beim Essen haben wir uns auf Korea eingelassen, fuer unser Kind haben wir bis jetzt auch jedes Mal was gefunden ;-) Wenn man will kann man hier als totaler Outsider leben und auch essen, Deutscher Club, westliche Restaurants, ... dann bleibt einem aber auch die Korea Seite verborgen. 

Koreanisch sprechen lernen wuerden wir beim naechsten Mal machen, Schrift ist wie bereits mehrfach erwaehnt, kein so grosses Problem.

Sag Deinem Mann er soll die Mitgliedschaft in einem Fitness Club, wie Seoul Club oder Hyatt oder so verhandeln. Diese Kosten sind recht hoch und das ist das was Du mit deinen Kids machen willst, schwimmen gehen und so, glaub mir :-)

Zum Deutschen Baecker gehen wir auch nicht mehr so oft wie am Anfang, Im Hyatt Hotel ist ein Baecker, der auch gutes Brot macht. Es gibt 'nen Metzger aus Oesterreich fuer den Aufschnitt, es gibt 'nen Supermarkt der viele Sachen fuer Foreigner hat. Am Anfang ist das sehr hilfreich, aber dann wird man auch schon wegen der Kosten auf koreanische Sachen ausweichen, (Flasche Erdinger 7500 KRW) Zum Aufschnitt gibt es aber keine Alternative :-( Zumindest haben wir noch keine gefunden. Kaffee ist sehr teuer, Marmelade auch. Rindfleisch ist auch immer 'ne Investition :-)

Expat Gehalt ist natuerlich verlockend, aber fuer Deinen Mann auch schwer verdient, besonders wenn er soviel mit Koreanern zu tun hat. Ich will nicht negativ klingen, da ich ja selber hier bin und das Arbeiten geniesse, aber man muss schon verstehen das die Koreaner ganz, ganz anders im Business auftreten als wir Wessies. Graue Haare oder Glatze sind da schon hilfreich :-)

Fuer Dich als nur "Ehefrau und Mutter" wird das taegliche Leben auch noch genuegend Challenges bereit halten, so dass Du Deinem Mann auch damit noch "mehr Druck" machst. Wem sollst du es auch sonst klagen, Dein taegliches Leid :-) Aber so nach einem Jahr werden die Anrufe meiner Frau auch weniger :-)

Wenn Du magst, koennen wir Euch bei Eurem Besuch in Korea treffen und ein bisschen erzaehlen. Schick mir einfach deine email in diesem Fall.


Schoenen Tag noch
Pema #17
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Es ist irrsinnig nett von Euch allen, daß ihr das alles so toll beschreibt und mir Mut machen wollt. Inzwischen bin ich so weit, daß ich zumindest nicht mehr ganz dagegen bin. Aus mehreren Gründen.
Ich war doch schon mal im Ausland und ich weiß wie es ist, den ganzen Tag allein zu Hause zu sitzen und auf den Mann zu warten  :-/
Es ist ja nicht so, daß ich gar nix mit dem koreanischen Leben zu tun haben will. Im Gegenteil. Es ist sicher sehr interessant, etwa Neues kennen zu lernen. War ja in den USA nicht anders. Da hab ich mich ja auch voll ins "Ami-Leben" reingelassen....

Meine verzwickte Familiensituation muß ich mit meinem Bruder ausmachen.
Das Einzige, was mir doch noch Sorgen bereitet, sind meine Kinder. Bisher haben sie so ungefähr alle 2 Jahre wieder von vorn beginnen müssen. Immer wieder neue Freunde. Ein Psychologe hat mir abgeraten, meinen Sohn, der im Jänner  9 Jahre alt wird, wieder aus seinem neuen Freundeskreis rauszureißen. Und er tut sich nicht sehr leicht, sich einzuleben......Habt Ihr Erfahrung im häufigen Umzug mit Euren Kindern? Mein Mann tut das einfach so ab....

Mein Mann wird natürlich mehrfach mit Koreanern zu tun haben. Er hat auch keine grauen Haare oder eine Glatze  ;-)  
Er ist aber sehr zuversichtlich, daß er das Richtige macht.

Ich werd mich vielleicht wirklich bei Dir melden Danke @ Rats. Irgendwann im November werden wir uns alles ansehen (hängt von meinem Dienstplan ab). Dann werden wir weitersehen.

Vielen Dank noch mal
Pema
Sara (Gast) #18
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@Igel: Das war nicht generell negativ gemeint. Viele Ausländer, sei es Deutsche in Korea oder Koreaner in Deutschland tun sich mit Gleichgesinnten zusammen, was ja normal ist und auch sinnvoll, weil man sich gegenseitig helfen kann und sich erst mal nicht so alleine fühlt. Man muss nur ein bißchen aufpassen, dass man nicht nur mit Landsleuten zusammen ist und sich auch um die Sprache und Mentalität des Gastlandes bemüht. Ansonsten fühlt man sich unwohl, weil man das Gastland und deren Menschen nicht versteht. Was bringt ein Chaffeuer und eine schöne Wohnung, wenn man sich unwohl fühlt? Wie oft habe ich in Deutschland auch Koreaner sagen hören, dass das deutsche Essen nicht schmeckt und die Deutschen kalt sind. Umgekehrt verstehen die Deutschen die Koreaner teilweise nicht. Es geht auch nicht um alle verstehen, sondern um Akzeptanz und Toleranz und Verstehen, was hinter bestimmte Denk- und Verhaltensweisen dahintersteckt. Manche machen sich gar keine Mühe und geben sich nur ihren Vorurteilen hin.
Pema #19
Mitglied seit 09/2008 · 6 Beiträge
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Schönen guten Morgen!

Nun ist es also soweit. Nächste Woche (Dienstag) werden mein Mann und ich nach Seoul fliegen und uns bis Samstag Seoul und Umgebung ansehen. Ich bin ehrlich gesagt schon sehr gespannt, was uns alles erwarten wird. Irgendwie freu ich mich schon etwas! Ich weiß natürlich was mich erwartet bzw. was Ich erwarte, aber ich laß mich einfach überraschen. Habt Ihr irgendwelche Tipps worauf man beim Haus-bzw Wohnungsmieten achten muß?
Ich laß Euch wissen, wie es uns ergangen ist, wenn ihr daran interessiert seid.
Danke noch mal für Eure Unterstützung!
Pema
retozimmermann #20
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Hallo Pema

Leider kann ich dir keine Tipps zur Wohnungssuche geben. Ich wünsche euch aber eine schöne Zeit in Seoul und würde mich freuen, wenn du im Anschluss von deinen Erfahrunge berichten würdest, damit meine Frau und ich, wenn wir denn mal eine Wohnung suchen, diese westliche Perspektive mitberücksichtigen können.

Schöne Grüsse
Reto
Pema #21
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Danke für Deine Zeilen, Reto! Ich werd fleißig Erfahrungen sammeln :-)
Wir haben einen ganzen Tag eingeplant, an dem wir Zahnarzt, Krankenhaus, Schule, Geschäfte und natürlich auch Wohnungen in verschiedenen Bezirken ansehen werden. Eine Relocation Firma wird uns unterstützen. Mal sehen was da rauskommt ....
Werd berichten, wie es mir ergangen ist!
Pema
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dergio #22
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Wenn ich mich recht erinnere ist die Frau des Botschafters Kinderärztin und hat eine kleine Praxis im Botschaftsgebäude.

Kann sich mittlerweile aber auch wieder geändert haben.
MiriBacardi #23
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Betreff: Kinderärztin
Hallo ,

hier also eine Diplomatenfrau (quatsch ,nur ein Scherz) ich bin eine ganz natürliche Ehefrau geblieben ,
auch wenn ich jetzt im Deutschen Club bin.
Ich bin froh ,dass ich hier hin und wieder mit meinen Problemen mit Deutschen reden kann.
Hier hatte auch jemand erwähnt ,dass im Club sehr viele Diplomatenfrauen und Höheres zu finden ist.
Stimmt nur teilweise ,denn je nach Vorstand (zu dem ich auch gehöre,bin für Newcomer zuständig)der ja nur für ein Jahr und dann wiedergewählt wird oder auch nicht.D.h momentan sind wir ein relativ junger Vorstand und organisieren auch "gewöhnliche "Sachen .Muss früher wohl etwas anders gewesen sein.

@dergio die Kinderärztin gibt es tatsächlich noch und Sie hat jeden Donnerstag Sprechstunde,man kann auch ohne Termin hin nur bei Vorsorgeterminen wird eine Anmeldung gewünscht.

Ich selber habe einen Stammtisch iniziert ,bei dem auch Nicht Member willkommen sind.
Jeden 1.Dienstag im Monat ,um 19.30 Uhr im Winekabinett ,neben dem Itaewon Hotel .
Auch sehr viele Unternehmungen organisiere ich speziell für die Newcomer,es sind aber auch Leute willkommen ,die kein Mitglied sind.

Mir hat die ehrenamtliche Tätigkeit im Deutschen Club sehr viel geholfen ,denn da meine fast erwachsene
Tochter in Deutschland lebt ,hatte ich sehr viel Zeit.
Was die Koreaner angeht ,habe ich leider noch keine Freundschaften geschlossen,selbst wenn meine Nachbarin eine Koreanerin ist.
Sicher liegt das auch daran ,dass ich mich nicht aufdrängen möchte und leider auch kein Koreanisch kann ,da wir nächstes Jahr vermutlich wieder ausreisen.

Zum Essen ,klar es gibt leckere Sachen ,aber da ich von Haus aus nicht scharf und den Knoblauch nicht gut verdauen kann,habe ich es etwas schwerer hier in Korea.
Aber man kommt gut durch und ich bin eigentlich ein wenig traurig ,dass ich nächstes Jahr warscheinlich wieder nach Deutschland ausreise.

Klar kommt es auch auf die eigene Einstellung mit an ,wie man den Leuten begegnet.
Ich habe allerdings fast nur freundliche ,hilfsbereite Koreaner getroffen.

liebe Grüße aus Hanam Dong
Miriam
DeutscherClubSeoul.de
Ines #24
Mitglied seit 09/2008 · 2 Beiträge
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Antwort auf Beitrag ID 14386
Betreff: Ines
Liebe Pema!

Ich heiße Ines und wohne mit meiner Familie seit 2 Monaten in Seoul. Meine Kinder sind 6 und 8, besuchen da eine internationale Schule und sind ganz glückilich in der Stadt. Was eesen und die Kinder hier betriift: meine Kleinen "versuchen" in der Schule immer wieder was vom Lunch zu essen. Es gibt hier 2 Möglichkeiten, dh. das wetern-menu und korea-menu. Ich koche aber jeden Tag für uns und es ist weder extrem schwierig noch teuer hier. Du kriegst hier eigentlich alles, was du brauchst, einiges schmeckt vielleicht bisschen anders, obwohl sieht eigentlich gleich wie in Europa aus (zB die Petersilie).
Ich möchte Dir auch kurz was über uns schreiben: ich war in meinem Land beruftätig (bin unter anderen Gerichtsdolmetscherin), war immer müde, gestresst, hatte keine Zeit für Kinder. Eines Tages hat mein Mann genau so ein Angebot erhalten wie Dein Mann. Ich habe mir die Fragen gestellt, was machen wir mit unserem fast nagelneuem Haus, was macht meine auch nicht gesunde und alleinstehende Mama ohne uns hier. Und jetzt sind wir da, meine Mam kümmert sich um unser Haus und alle anderen Angelegenheiten spricht mit mir jeden Tag per Skyp ca 30 Minuten und isr der Meinung, sie steht gerade jetzt in viel engerem Kontakt mit mir als vor unserer Abreise. Ich habe endlich Zeit für Sie, für uns alle da und für mich selbst.

Liebe Grüsse
Ines
Sokrates (Gast) #25
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Antwort auf Beitrag ID 14303
Hallo Pema,

Ich finde es gut, dass Du die Sache langsam angehen willst und ich finde es ist nicht nur gut sondern auch ratsam, dass Du Dir und Deiner Familie eine Hintertuer zur Rueckkehr offen lassen willst. Du solltest unbedingt in Betracht ziehen, dass Du es hier mit Leuten zutun hast die Korea aus irgendwelchen Gruenden moegen oder sonst irgendwie einen "Draht" zu diesem Land und seiner Kultur haben.
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