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Meine Korea Erfahrung
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manastin #1
Mitglied seit 01/2008 · 18 Beiträge
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Betreff: Meine Korea Erfahrung
Hallo liebe Leute...
Ich fühle mich einer des glücklichen Mitglieds der Menschheit, denn ich war dieser Sommer 2 Monaten lang in Korea, um in einer Baduk Akademie zu studieren (Baduk oder japanisch, Go; ein altes asiatisches Brettspiel).
Wahrscheinlich sind in diesem Forum fast alles schon geschrieben: wunderschönes und voll gesundes Essen, Alkoholkonsum, Gastfreundschaft, verrücktes Verkehr (sehr user-friendly Metro, aber Autos, Busse, und die Motorfahrräder.. O.O) u.s.w...Ich möchte nicht alles wiederholen.
Die Menschen haben mich aber besonders beieindruckt. Die üblichen Kritiken an die koreanische Gesellschaft sind ja die Hierarchie und Patriarchalität. Wenn ich aber diese westliche Kritikbegriffe, die nicht unbedingt falsch sind, beiseite lege, habe ich mit einer sehr höflichen und harmonischen Gemeinschaft begegnet. Ich war oft in Festivals (in Seoul gab es jede Woche ein Festival, und meistens kostenlos), und auch das Nachtleben einbisschen besucht: Diese Leute wissen, wie man zusammen feiern kann. Ja, sie können viel trinken, sogar mehr als ich (und das bedeutet wirklich VIEL), aber irgendeine kleine Agressivität habe ich nie gesehen. Eigentlich habe ich auch kein einziges Polizist gesehen. In der Mitternacht waren die Strassen immer voll mit Kinder und Schüler. In Europa habe ich viel gereist, und weiss was das bedeutet(romantische Stadt Paris? Um gottes willen... in Paris, ab 22.00 Uhr die Metro lieber nicht benutzen). Die einzige Ort, die mir in Seoul nicht gefallen hat, war Iteawon, wo alle Ausländer, meistens Amis Soldaten und englische Lehrer, voll betrunken versuchen, die koreanische Frauen zu jagen oder über Ihr eigens ungelungenes Leben in Korea schimpfen.
Ich weiss, ein wichtiger Grund dafür ist, dass Korea eine sehr homogene Gesellschaft ist. Europa ist doch heterogen, und es gibt eine Auseinandersetzung zwischen Kulturen. Diese Homogenität bringt vielleicht eine Art von Kollektivität. Ich weiss auch, dass Homogenität gefährlich sein kann. Das war, was Hitler schaffen wollte. Aber in Korea die Sitaution ist meines Erachtens anders. Alle Koreaner sind zwar stolz über ihr Land und Kultur, dies ist aber nicht immer mit westlichen Nationalismus und Imperialismus zu vergleichen. Sie mögen zwar die Amerikaner und besonders die Japaner nicht viel, aber dies hat doch sehr gerechtfertigte Gründe. Nur bischen recherchieren, was die Japaner während die Occupation gemacht hat, genügt. (Und das geht noch heute weiter: Als ich da war, habe ich gehört, die Japaner beanspruchen gerade, dass sogar Kimchi eigentlich Japan gehört). Ich denke aber, der Grund dieser gesunden Kollektivität ist nicht nur die Homogenität der Gesellschaft sondern die etische, geistige und spirituelle Werten, die in der Gesellschaft tief verankert sind. Wahrscheinlich sind diese Werte auch der Grund dieser so genannten Patriarchalismus und Hierarchie, aber diese Werte bauen zugleich dieses Freundschaftsgefühl und gesunde Solidarität, die ich im Westen nie erleben kann. Kurz gesagt, diese sehr kürze 2 Monaten haben mir gezeigt, die Analyse und Kritik nicht immer rein durch westlichen Begriffe zu machen. Diese Einstellung "wusste" ich zwar, aber jetzt habe ich verstanden, was das bedeutet. Manchmal ist eine solche Reise, den hunderten sozialwissenschaftlichen Bücher wert.
Ich möchte natürlich Korea nicht romantisieren. Es ist auch die Seiten des krassen Kapitalismus schon spürbar. Die kleinen aber doch unglaublich teuren Wohnungen; grosse Konkurrenz und benachteiligte Frauen in Jobs u.s.w. Die Lebensmittel sind auch nicht billig. (Essen draussen gehts aber. Besonders Kimbap Orte).
Ausserdem ist die Bang-Style, wie Jimjilbang, Norebang, und Dvd-bang und sogar Pc-Bang sind erlebenswert.
Uh, das war ein langes Beitrag, tut mir leid.
Übrigens bin ich gerade in Tübingen. Wenn jemand Interesse für Sprachaustausch (ich versuche jetzt bischen mehr koreanisch zu lernen) hat oder einfach mehr Informationen hören will, bin ich gerne zur Verfügung :)
liebe Grüsse...
juli (Gast) #2
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Deinen Beitrag find ich echt toll.
Zu großen Teilen bin ich auch deiner Meinung.

Wenn ich aber mal ehrlich sagen darf,  ist es nicht so: Weil du ein Weißer, ein Europäer, ja gar ein Deutscher bist (Koreaner lieben deutsche Kultur und haben großen Respekt vor ihr), hast du so positive Erfahrungen und Eindrücken sammeln können?
Afrikaner oder Leute aus Südost- Asien haben es bestimmt nicht sonderlich leicht in Korea.  Man sagt, ein Schwarzer kann in Amerika Staatspräsident werden, in Korea aber nicht ein Mal Englischlehrer an einfachen Privatsprachschulen. 

Koreaner haben eigene, unterschiedliche Kriterien, wie sie Menschen beurteilen.
Wenn es Ausländer angeht, so ist das Ansehen umso höher je heller die Hautfarbe ist. Und dies gilt in ziemlich gravierendem Ausmaß.

Unter Koreanern zählt der Bildungsgrad.
Wer kein Abschlusszeugnis von einer einigermaßen guten Universität hat, wird es lebenslang schwer haben. Wer überhaupt keinen Hochschulabschluss hat, wird in der Gesellschaft gar nicht ernst genommen.
Wie du schon geschrieben hast, ist die koreanische Gesellschaft  homogen und Koreaner sind sehr stolz darauf. Und dennoch ist Korea eines der Länder, welches die  meisten Babys und   Kinder ins Ausland „exportiert“.
Woher kommt denn das?
Es fällt ihnen sehr schwer dunkelhäutige Ausländer, Behinderte, Waisenkinder oder Menschen mit wenig Bildung zu akzeptieren.

Und sie leben in ihrem Kreis. Wer in „Unseren  Kreis“ (dieser Kreis kann Verwandtschaft sein, Schulabgänger derselben Schule, Mitglieder derselben Kirchengemeinde sein, wie auch immer) gehört oder nicht, spielt eine große Rolle.
Wer dem Kreis angehört, ist wie ein  Familienangehöriger, und alles wird von ihm akzeptiert.
Wer nicht dazu gehört, dem braucht man nicht einmal die nötigste Höflichkeit zeigen.
Es hat gewissermaßen mit der alten Tradition von Konfuzianismus zu tun.
Dunkelhäutige Ausländer, Behinderte, Waisenkinder gehören eben nirgendwo.

Ich glaube, wenn sich die koreanische Gesellschaft demokratischer entwickeln soll, wie es sich die meisten Menschen dort so sehr wünschen, müssen erst diese Vorurteile gegenüber  anderen Menschen abgebaut werden.
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iGEL (Administrator) #3
Benutzertitel: 이글
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Moin Juli!

Natürlich hast du mit vielem, was du schreibst, recht. Trotzdem möchte ich anmerken, dass sich Korea auch in vielen Dingen ändert, die du kritisierst. Natürlich nicht überall, der Bildungswahn z. B. wird meines Erachtens immer schlimmer. Aber z. B. können sich viele Koreaner immerhin vorstellen, ein Kind zu adoptieren. Vor 20 Jahren war das wohl eine absolute Unmöglichkeit. Und als ich ein paar Koreanern vorgeschwärmt habe, wie freundlich ich aufgenommen wurde, haben sie mir ebenfalls erzählt, dass das wohl auch mit meiner Hautfarbe zusammen hängt und dass sie das nicht gut fänden. Das sind natürlich nur Babysteps und reflektiert nur einen Teil der Gesellschaft.

Darüber hinaus muss man meiner Meinung nach auch akzeptieren, dass Korea nicht Deutschland ist. So traue ich mir beispielsweise ein Urteil über die von dir beschriebenen Kreise nicht zu. Klar, für uns hört sich das stark nach Seilschaften und Klüngelei an und wer keine Kontakte hat, hat es deutlich schwieriger. Aber vielleicht fördern sie ja auch den Zusammenhalt der Gesellschaft. Ich glaube, dass du in Deutschland wesentlich mehr Familien findest, die keinen Kontakt mehr zu einander haben als in Korea, bzw. alleingelassene Alte. Und auch dass etwa Studienkollegen besser zusammenhalten und sich auch in Notsituationen helfen, kann ich viel positives abgewinnen. Dazu muss man auch sehen, dass wir einen sehr individualistischen Hintergrund haben. Und die letzte These dazu: Soziale Verlierer gibt es auch in Deutschland. Egal wie eine Gesellschaft organisiert ist, es gibt immer welche, die im Regen stehen gelassen werden.

Ich will hier das koreanische System nicht in den Himmel loben. Aber ich glaube, dass man sich schon sehr genau damit auseinander setzen müsste, und nicht nur die Verliererseite betrachten muss, um hier wenigstens ein halbwegs qualifiziertes Urteil zu fällen. Und ich finde (inbesondere solange man selbst nicht das perfekte System erfunden und etabliert hat), dass man gegenüber einer fremden Kultur nur eine begrenzte Kritikberechtigung hat.

Gruß, Johannes
PS: Darf man fragen, was für einen Hintergrund du hast (also Deutsche mit Koreainteresse, Kyopo, Koreanerin, ...)?
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
juli (Gast) #4
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Hi Johannes,

ich bin koreanisch- Deutsche.^^
Ich bin in Deutschland geboren, meine Eltern sind Koreaner.

Was ich geschrieben hab, hab ich zum großen Teil in Büchern gelesen, und dazu in Korea Erfahrungen gemacht.

Und habe ich nicht unbedingt als eine Kritik gemeint.


"……………ein Schwarzer kann in Amerika Staatspräsident werden, in Korea aber nicht ein Mal Englischlehrer an einfachen Privatsprachschulen.  "

Das hab ich in einem Zeitungsartikel von einem Koreanistikstudenten aus den USA, der zur Zeit  in Korea wohnt, eine der beste Uni in Amerika absolviert hat ( ich glaub, Berkley in California), gelesen.
Alle Weißen, egal welche Ausbildung sie haben, können in Korea als Englischlehrer arbeiten, wenn sie wollen. Er hätte aber solche Schwierigkeit gehabt, eine Stelle zu finden.
Ein Schulleiter hätte ihm gesagt, er würde gerne ihn seiner Schule einstellen, aber die Eltern weigern sich, weil er ein Schwarzer ist.

Ich meine, ich will damit nicht  die koreanische Gesellschaft kritisieren.
Die Gesellschaft ändert sich nicht Heute auf Morgen. Amerikaner haben seit über 300 Jahren mit Afrikaner zusammen gelebt und durch diese Geschichte haben sie gelernt. Und ich glaub Rassismus ist in Amerika nur eine Randerscheinung wie in Deutschland.
In Deutschland oder in Korea, die Leute haben wenige Erfahrungen, miteinander umzugehen.
Ein Afrikaner wird in Deutschland mehr auffallen als in Amerika. In Korea noch mehr.
Trotzdem bin ich mir sicher, genauso so wie Deutschland wird sich Korea diesbezüglich bestimmt auch in positive Richtung entwickeln. Aber eben nicht Heute auf Morgen.  

Gerne würde ich noch mehr schreiben, aber nun gehe ich ins Bett... Morgen mehr.

Gute Nacht!
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Björn #5
Benutzertitel: Stress "muss" im Leben leider auch sein.
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Dieser Beitrag wurde 2 mal verändert, zuletzt am 05.10.2008, 11:59 von iGEL.
Begründung: Beitrag auf Wunsch des Benutzers entfernt
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Soju #6
Mitglied seit 01/2007 · 2277 Beiträge · Wohnort: München
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Hallo Leute,

ich finde die Beiträge von "manastin" und "juli" schon gut :-)
Wobei "manastin" Korea doch meiner Meinung zu Rosa sieht kann man bei "Juli" doch auch ein paar Dinge erkennen die auch Wichtig sind und bestimmt nicht als Kritik zu verstehen sind, da "FAKT!

Verstehe nicht warum Dinge die in Korea nicht so positiv rausgestellt werden gleich als Kritik zu werten sind!?
Ich kann Korea genauso mögen ...auch wenn mir einige Dinge nicht so passen, denke das ist überall irgendwo so ..ausser im Paradies :-) ... soll ja Leute geben die sich in SKorea wie im Paradies fühlen, jedem das seine ;-)


Als ich da war, habe ich gehört, die Japaner beanspruchen gerade, dass sogar Kimchi eigentlich Japan gehört).

Hast Du schon mal die Nachbarn von Korea gefragt was die Koreaner eigentlich alles für sich beanspruchen?

Hier ein gutes Interview zu diesem Thema ;-)
http://www.koreatimes.co.kr/www/news/special/2008/09/177_3…

@björni
Merke Dir, egal wieviel Soju oder Maekju Du intus hast :-) lasse Dich niemals in Asien in eine Bar ( Nightclub ) ziehen ...denn das wird immer teuer ...ausser Du hast einen Ansässigen Kollegen dabei ;-) aber 25000 Won sind ja auch noch O.K ...
Dieser Beitrag wurde am 15.09.2008, 17:38 von Soju verändert.
Seoulman (Gast) #7
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"……………ein Schwarzer kann in Amerika Staatspräsident werden, in Korea aber nicht ein Mal Englischlehrer an einfachen Privatsprachschulen.  "

Ich studiere an einer Universität in Seoul und ich habe eine schwarze Professorin. Geboren in Kamerun und ich in den USA ihr Studium absolviert. Ist seit 7 Jahren hier in Seoul an der Uni. Desweiteren gibt es auch noch einen schwarzen Amerikaner der einen Lehrauftrag an unserer Uni hat. Ich weiss zwar nicht ob sie über gute Kontakte an den Job gekommen sind, mag auch sein das dies Ausnahmen sind.
Andererseits habe ich vor kurzem eine schwarze Frau-von der Sprache her Amerikanerin- im Mc Donalds (hatte gerade keine Lust auf koreanisches Essen  ;-) ) in Itaewon gesehen. Wie die sich benommen hat war unter aller Kanone. Kein Hallo, Danke, Tschüss (nicht mal auf englisch) nur Meal No. 7 und ein Gesicht gezogen als würde sie gleich alles klein schlagen. Wenn sich viele Amerikaner (Hautfarbe egal) so benehmen verstehe ich, dass sie nicht gemocht werden. Ausserdem versuche ich mittlerweile auch Itaewon zu meiden, da man vor allem nachts in Bars und Clubs oft eine aggressive Stimmung erleben kann.

Ich denke es kommt halt wie immer darauf an wie man sich in einem fremden Land benimmt und wie der Background von einem aussieht. Dann kann man glaube ich auch als Schwarzer hier in Korea erfolg haben.
Katee #8
Benutzertitel: immer auf der Suche nach neuen Impulsen
Mitglied seit 07/2008 · 17 Beiträge · Wohnort: Berlin
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Ich finde es sehr interessant, was ihr über Korea zu berichten habt.

Ich finde, dass man in jedem Volk oder Land Vor- und Nachteile finden kann und ganz ehrlich....wenn die Koreaner es nicht so gerne haben, wenn Menschen mit schwarzer Hautfarbe im Land sind, dann liegt es auch daran, dass sie es nicht gewohnt sind.
Asiaten sind sich im großen und ganzen nun mal optisch viel ähnlicher als andere Völker.
Und ich kenne auch viele Europäer, die rassisitisch denken. Von daher ist das alles sicher eine Frage der Gewöhnung.

Es ist in immer schwer, zu einem bestimmten Kreis Zugang zu finden....egal wo :(
Immer auf der Suche nach neuen Impulsen!
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Soju #9
Mitglied seit 01/2007 · 2277 Beiträge · Wohnort: München
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Hallo Katee,

Asiaten sind sich im großen und ganzen nun mal optisch viel ähnlicher als andere Völker.

Da hast Du Recht, aber leider werden auch viele Asiaten nicht besser angesehen ....:-(
Leider denken doch viele Koreaner nicht so sehr positiv z.b über Philipinos, Thai, Vietnamesen, Chinesen, Japaner LOL ...im Ernst kenne kein Asiatisches Volk das die Koreaner eigentlich mögen ......korrigiert mich wenn ich da falsch liege ;-)
Im Grunde teile ich Deine Meinung das der Rassismuss leider auf der ganzen Welt existiert ...auch in Deutschland und Korea :-(

@Seoulman
Wenn Du denkst das die Schwarzen es in Korea doch leicht haben dann empfehle ich Dir einen Blick in irgendein English Teacher Forum ;-)

Ansonsten fühle ich mich persönlich in Korea sehr wohl ...ausser ein paar blöde Kommentare von "Ajasshis" die meinen ich wäre Amerikaner ;-)
Dieser Beitrag wurde am 17.09.2008, 18:11 von Soju verändert.
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Seoulman #10
Mitglied seit 09/2008 · 441 Beiträge · Wohnort: Seoul
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@Soju
Ich behaupte nicht das es Schwarze leicht haben in Korea. Dafür kenne ich viel zu wenige Schwarze und lebe auch erst zu kurz in Korea um mir eine exakte Meinung bilden zu können. Ich wollte nur sagen, dass ich zwei Beispiele kenne die das Gegenteil beweisen. Aber wie ich auch in meinem ersten Post geschrieben habe, mag sein das sie extremes Glück hatten bei ihrem Job.
gästin (Gast) #11
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Ich denke wie Juli und bin Kyopo. Andersartige haben es in Korea schwer. Wer nicht zu einem Kreis gehört, hat es schwer dazu zu gehören. Ich hatte bisher übrigens keine Probleme. Wie gesagt, für diejenigen, die dazu gehören, ist es unheimlich schön, weil man sich immer in einer Gemeinschaft fühlt. Ich finde, Gemeinschaftsgefühl fehlt manchmal in Deutschland. Denke auch, dass die koreanische Gesellschaft sich langsam wandelt.

Bezüglich des Interviews: Die Japaner, Koreaner und die Chinesen nehmen sich nichts. Solche Blogger sind für mich Idioten. Japaner schauen herab auf Koreaner, Koreaner schauen herab auf Chinesen, Chinesen fühlen sich aufgrund ihrer Kultur überlegen... Die üblichen Nationalisten. Glaube nicht, dass das die Mehrheit ist, genauso wie Rechtsradikale in Deutschland zur Minderheit gehören.

Soulman, Diskriminierung passiert auch dann, wenn Ausländer sich benehmen. Das nennt man Rassismus. So einfach geht die Formel "Benimmt euch, ansonsten seid Ihr selbst daran schuld, wenn Ihr diskriminiert wird." nicht auf.
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