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entsendung nach korea
fragen zu entsendung
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shl (Gast) #1
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Betreff: entsendung nach korea
Hallo,

ich bin sicher das es hier jemanden gibt der schon Erfahrung zu meiner Situation gesammelt hat.

- ich bin in einem dt. unternehmen in dt. tätig (bin dt.)
- das u. wird ein salesoffice in seoul eröffnen u. ich hätte die möglichkeit in korea zu arbeiten
- es soll ein entsendungsvertrag (2 jahre vereinbart werden) mit der option auf rückkehr nach 2 jahren oder eine umwandlung in einen local vertrag

scenario 1:
die firma bezahl mich komplett aus dt. (nicht über das sales office) >> hier würde die 183 regel greifen?

scenario 2:
die firma bezahlt mich über das sales office vor ort . (nicht über HQ) >> hier würde die 183 regel nicht greifen?

fragen:
1. würde man zum brutto gehalt auch die tagespauschale (66 Euro) und/oder übernachtungspauschale (180 Euro) bekommen wenn wohnung nicht gestellt würde?

2. ist es üblich nur den kaufkraftausgleich (für korea +10%) zum brutto aufzuschlagen?

3. besser einen steuerberater in dt. konsultieren oder lieber vor ort? ist es überhaupt erforderlich oder doch sehr trivial?

Ich würde mich über feedback sehr freuen, vielen dank im voraus.


Gruß,
shl
MiriBacardi #2
Mitglied seit 10/2007 · 49 Beiträge · Wohnort: z.ZT in Seoul,Südkorea
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Betreff: Regel 183
Hi ,

wir sind auch "entsendet"worden.D.h besser gesagt mein Mann.
Was diese Regel angeht ,kann ich leider nichts damit anfangen .Ich weiß nur ,er bekommt Deutsches und koreanische Entgelt.
Er hat hier einen Vertrag für 2 Jahre der eventuell noch verlängert wird.Ob sich der Local Vertrag lohnt ,weiß ich nicht .Kommt vielleicht auch darauf an ,wie lange Du bei der Deutschen Firma bist .Das kannst Du ja auch noch nach 1 Jahr entscheiden oder damit beschäftigen ,denn da weiß man ja ,ob man es sich hier in Korea einleben kann.
Zum Kaufkraftausgleich kann ich Dir auch nicht sagen ,ob das auf s Brutto draufgeschlagen ich weiß nur ,daß es einen Lebensmittelindex gibt und der ist 3mal höher ,als in Deutschland.
Was den Steuerberater angeht ,kann ich Dir einen empfehlen ,der mit solchen Sachen öfter zu tun hat.Uns wurde er von der Firma meines Mannes vorgeschlagen und neulich bei einem Spaziergang hab ich gesehen ,daß die hier in Korea auch einen Sitz haben.Die Firma heißt Ernst&Young .Wir haben unseren letzten Lohnsteuerausgleich in Deutschland machen lassen.
Vielleicht kannst Du ja mal anfragen ,ob die in Deutschland das machen oder die in Korea vor Ort.
Maßgebend vielleicht ist auch ,ob Du Deinen Wohnsitz in Deutschland noch behältst oder auch ,ob Du in beiden Ländern Geld bekommst,so wie es eben bei uns der Fall ist.
Ich hoffe ,ich konnte Dir ein wenig helfen.Schreib mir ,wenn Du noch Fragen hast.
Ciao Miriam
DeutscherClubSeoul.de
shl (Gast) #3
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Hi,

vielen Dank für deine Antwort. Lebensmittelindex? sowas gibt es auch? hab ich noch nie von gehört.
Ernst&Young ist mir ein Begriff aber ich nehme an, die Firma hat die Kosten für die Beratung übernommen? günstig werden die nicht sein.

Ich hatte vor meine Wohnung komplett in Dt. aufzugeben. Die 183 Regel besagt, das man im Heimatstaat (Dt.) die Steuer abführt, wenn man sich nicht länger als 183 Tage im Arbeitsland (Kor.) aufhälft. Wenn ich das richtig verstanden habe...
KoreaEnte #4
Mitglied seit 01/2007 · 636 Beiträge · Wohnort: Seoul/Düsseldorf
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Also erstmal vorneweg, weil es sich so anhört als ob Ernst & Young eine kleine Steuerberaterfirma in Deutschland ist die zufällig auch einen Sitz in Korea hat. Ernst & Young gehört zu den sogenannten "Big Four" und hat nicht nur eine Niederlassung in Korea, sondern mehrere und außerdem Niederlassungen in 140 weiteren Ländern.

Dann ist es auch fast egal zu welchem Steuerberater du gehst (fachliche Kompetenz immer vorrausgesetzt), da eine Gebührenordnung verhindert Beratungen zu einem zu günstigen Preis anzubieten, relativ teuer wid es also überall.

Wieso sollte bei dir die 183 Regel greifen, wenn du 2 Jahre nach Korea gehst? Außerdem bist du in Deutschland, wenn du keinen Wohnsitz hast und auch keinen gewöhnlichen Aufenthalt (mindestens 6 Monate am Stück in Dt. kleine Unterbrechnugen werden vernachlässigt) nicht mehr unbeschränkt steuerpflichtig, das heißt, dass du höchstens dein Einkommen was du in Deutschland erwirtschaftest auch dort versteuern musst. Dein Gehalt für die Arbeit in Korea zählt nicht dazu, egal aus welchem Land du dein Gehalt dafür bekommst.
shl (Gast) #5
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Hi,

wie ich sagte, E&A ist mir ein Begriff aber danke für deine erneute Aufklärung.

Tja, das ist genau der Knackpunkt. Ich habe die 183 Regel halt anders verstanden. Bist du davon betroffen, also sprichst du aus Erfahrung o. ist es etwas was du gelesen hast?
Laut dem Abkommen wird jedes Kalendar geprüft wie lange man sich wo aufgehalten hat. Mehr als 183 im Heimatstaat, dann wird das Gehalt auch in Heimatstaat abgeführt.

Vielleicht gibt es jemanden der sich bereits in der Situation befindet?
KoreaEnte #6
Mitglied seit 01/2007 · 636 Beiträge · Wohnort: Seoul/Düsseldorf
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Hi,

ich studiere Steuerrecht und kenne mich deshalb etwas aus, natürlich bin ich (noch) kein Steuerberater, der wird dir da genauere Informationen geben können.

Die 183 Regel beschreibt den von mir angesprochenen gewöhnlichen Aufenthalt. Wenn du in Korea arbeitest, wird es schwer möglich sein, diese Anzahl an Tage in Deutschland zu erreichen und damit wirst du nicht unter diese Regel fallen, wenn du zusätzlich keinen Wohnsitz in Deutschland hast, wirst du in Deutschland nicht besteuert.

Wenn du allerdings z.B. erst im November geschickt wirst, dann war dein gewöhnlicher Aufenthalt für diesen VZ Deutschland und du bezahlst auch die restlichen 2 Monate an den deutschen Staat deine Steuern.

Ob das Geld von einer koreanischen Firma bezahlt wird oder von einer deutschen ist wie gesagt egal.
MiriBacardi #7
Mitglied seit 10/2007 · 49 Beiträge · Wohnort: z.ZT in Seoul,Südkorea
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Antwort auf Beitrag #5
Hallo ,
danke an Koreaente ,so gut kenne ich mich da nicht aus ,wie oft es Ernst &Young gibt.

Was diese regel angeht ,weiß ich ,daß Sie eher greift wenn jemand viel auf Geschäftsreisen oder Kurzreisen ist.
Mein Mann war 2004 viel in Kuwait unterwegs und fast hätte er die Tage ,die gebraucht werden ,geschafft und so hätte er in dem Jahr in Deutschland keine Steuer bezahlen müssen.Aber leider hat es nicht gereicht.

Was ich noch dazu weiß ist ,daß wir ganz genau Tagebuch führen müssen auch wenn mein Mann nach Deutschland zu einem Lehrgang fliegt oder in den Urlaub.
Bei den Lehrgängen wird diese Regelung (Abwesenheit und Pauschale)angewendet ,die dann beim Lohnsteuerausgleich berücksichtigt wird.

Lebensmittelindex ,so wird das zumindest bei der Firma meines Mannes ausgerechnet ,da die ja verschiedene Länder als Verträge anbieten.Kuwait z.B bekommt man nicht soviel Zuschlag ,da die Lebensmittel dort recht günstig sind.
Und zum Steuerberater ,weiß garnicht ob der von der Firma bezahlt wird ,aber das nehme ich wohl an.Oder zumindest einen Teil davon.
Grüße Miri
DeutscherClubSeoul.de
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