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Ausländerfeindlichkeit in Deutschland
Umbenannt von [Bitte ehrlich ..]
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unsina #16
Mitglied seit 03/2008 · 21 Beiträge · Wohnort: korea
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Antwort auf Beitrag ID 12410
Liebe cloudie_sky!

Du hast ein Thema angesprochen und haben paar Leute ihre Meinungen aufgeschrieben.
Es ist natürlich auch eine Kunst, um eine gute Diskussion zu haben.
Manchmal passiert es mir (oder ehrlich gesagt, leider immer wieder), dass ich irgendwann den Sinn des Themas vergesse und nur mich ärgere, oder mich beleidigt bzw. angegriffen fühle, weil es irgendwo ein falsches Wort aufgetaucht ist. In Wirklichkeit ist es aber nicht falsch, sondern es "passt" mir gerade nicht.
Ausserdem gibt es oft Missverständnisse...

Wir können als Nächstes über die "LIEBE" diskutieren...
...ob Du dann auch nach dem 15.ten Beiträge dich entschuldigen musst?  :-)
Carmen (Gast) #17
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Betreff: wäre auch mal ein nettes Thema
Hallo Unsina....

wäre auch mal ´ne nette Idee, über die "Liebe" zu diskutieren......  ;-)
futureboy #18
Mitglied seit 04/2008 · 17 Beiträge · Wohnort: Aachen
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Antwort auf Beitrag #16
Ich finde es wichtig, dass das Thema angesprochen wird. Ich habe mich in Korea auch immer gefragt, warum mich die Leute so behandeln wie sie es tun. Ich als 백인 werde definitiv anders behandelt als die übrigen Leute, und nicht unbedingt besser. Mir werden ständig die gleichen Fragen gestellt, man traut mir nichts zu, ist erstaunt, wenn ich es dann doch kann, das muss dann ständig betont werden - ich habe eigentlich keine Chance einer wie alle anderen zu sein. Nur in ganz seltenen Situationen gelingt es den Leuten in Korea einfach mal zu vergessen, dass der Typ da ein Ausländer ist. Das ist keine bewusste Diskriminierung, wird von mir aber als Einschränkung empfunden.

Das ist in Deutschland, meine ich, nicht der Fall. Die Deutschen sind es gewohnt, dass Ausländer gut Deutsch sprechen, dass sie sich in Deutschland auskennen, dass sie anders aussehen, aber ansonsten so sind wie alle anderen. Sogar auf dem Land gibt kaum einen Verein oder eine soziale Gruppe, in der nicht wenigstens ein Ausländer Mitglied ist. Natürlich gibt es auch ausländerfeindliche Sprüche und sogar extreme Fälle von Fremdenhass, aber für die meisten Deutschen sind Ausländer doch nicht einfach nur Fremde, sondern vor allem auch Klassenkameraden, Nachbarn, Kollegen, Freunde,  Bekannte, Verwandte usw.
unsina #19
Mitglied seit 03/2008 · 21 Beiträge · Wohnort: korea
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Betreff: anders behandelt zu werden
1) Meistens haben die Leute, die jemand anders behandeln, ein Problem mit Selbstbewusstsein.
Wenn es um einen Ausländer geht, dann fühlen sie sich erst richtig so zu behandeln.
2) Oder sie sind einfach faul bzw. feig um neues zu erkennen und auch das zu akzeptieren.

In Korea fallen es vielleicht den Ausländern etwas intensiver auf, weil die Gesellschaft meistens auf die Familie, Gruppe, Linie (인맥, 동문) etc. bezogen ist. Das ist auch eine wunderbare Sache, was ich sehr schätze, aber auf andere Seite kommt es mir vor, als ob sie alle gleich sein wollen (müssen???) oder oft habe ich das Gefühl, sie denken weniger auf eigene Interesse, hören nicht auf innere Stimme, oder haben viele angst vor "Nirgendwo zu gehören"
Dadurch wollen sie deutlich die Grenze halten zwischen Fremden & Familie und freuen (?) sie  sich über eine gefundene, wieder bestätigen dürfende "andere Menschen".
Das geht aber dann weiter, wenn sie im Ausland sind.
Wenn sich 2 Koreaner im Ausland treffen, dann freuen sie sich, wenn da aber ein 3.ter Koreaner kommt, dann fängt sofort an von Geburtsort über die Schule bis zur Uni, so wollen sie unbedingt rausfinden, wer "NÄHER" zu mir ist.
Mich behandeln sie immer noch anders, nur weil ich sehr lange im Ausland war.
In Europa hatte ich auch das Problem, jetzt denke ich, dass es zum Teil nur in meinem Kopf existierte. 
Egal, ob ich hier oder dort das Problem habe, (oder gerade deshalb) liebe ich mein Land & Europa.

So habe ich dann auch ein Satz über die "Liebe" geschrieben!!!
Dieser Beitrag wurde am 09.04.2008, 02:09 von unsina verändert.
henchan (Ehemaliges Mitglied) #20
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Ich finde die Frage von Cloudy_sky verständlich und nachvollziehbar. Xenophobie und andere phobien sind keine typisch deutsche Erscheinung, sie treten in sicherlich allen Kulturen in unterschiedlicher Form auf.
Da sie nach Deutschland kommen will, ist es nachvollziehbar, wie die Situation hier aussieht. Da ist es uninteressant  wie es im Rest der Welt aussieht, da dies für die Fragestellung irrelevant ist.

Mit einem Satz wird man es eh nicht klären können. Hier bei mir in Kreuzberg SO36 läuft das Leben anders, als in dem einen oder anderen Nest in Mac´Pom oder Brandenburg. Und wie hier im Faden ja schon angesprochen, können kulturelle Unterschiede auch eine Rolle spielen.

Einerseits mag ich die teilweise schroffe, aber ehrliche Berliner Art, als die, aus meiner Sicht (manchmal) teilweise "übertriebene" Freundlichkeit in Korea und Japan sowie USA. Aber andererseits geht sie mir teilweise auch auf den Geist.

Ich wünsche cloudy_sky einen schönen Aufenthalt in Deutschland und viele wertvolle Erfahrungen.
soonja #21
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Antwort auf Beitrag ID 12353
ich muss erhlich sagen ich kann manchmal nachvoll ziehen warum einige eine ablehnung gegen auslaender haben.

liegt unter andeem auch daran denke ich  dass viele sich nicht anspassen wollen an die deutsche kultur und ihre werte.
ferry #22
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Zitat von soonja:
liegt unter andeem auch daran denke ich  dass viele sich nicht anspassen wollen an die deutsche kultur und ihre werte.
Man muss sich an die deutsche Kultur doch gar nicht anpassen und schon gar nicht in einer Multi-Kulti-Gesellschaft  :nuts:  

@ Soonja: Welche deutsche Werte sind da bitte gemeint ? :rolleyes:


P.S. an die Anpassungsbefuerwoerter - mal ruhig im Grundgesetz rumblaettern  ;-)
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iGEL (Administrator) #23
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Moin!

Ich finde das auch eine sehr merkwürdige Einstellung. Ausländerfeindlichkeit bedeutet für mich, dass die Ausländer diskriminiert und gemobbt werden, oder dass sie sogar physisch angegriffen werden. Dafür kann es meiner Meinung nach keine Begründung geben, schon gar nicht so eine lasche Sache wie, dass man sich nicht anpassen will! Das mag man kritisieren dürfen, aber das ist doch echt kein Grund für Ausländerfeindlichkeit!

Gruß, Johannes
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micnaumann #24
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@ ferry
Kultur hat wenig mit dem Grundgesetz zu tun.

Ich glaube zu unserem Selbstverständnis gehört es, sich die Sprache des Landes in dem man wohnt anzueignen und die Sitten und Bräuche zumindest kennenzulernen und zu respektieren.

Dies ist aber nicht bei allen üblich. Es gibt Städte (in vielen Ländern) in denen gibt es Stadtteile dort wohnen nur Immigranten die dort schon viele Jahre leben, kein Wort der hiesigen Sprache oder nur wenige Brocken sprechen und noch nie aus ihrem Viertel hinaus gekommen sind. Sie leben in ihrer eigenen kleinen Welt die sie von zuhause mitgebracht haben und die ihnen Sicherheit gibt. Diese Sicherheit ist aber trügerisch da sie so nie zu einem akzeptierten Mitglied der Gesellschaft werden können, da niemals ein Miteinander zustande kommen kann.

Ich finde es schon wichtig sich "anzupassen". Damit meine ich, die Sprache des Landes in dem man leben möchte zu lernen und die Sitten und Gebräuche zu kennen und zu respektieren.
quipao #25
Mitglied seit 04/2008 · 9 Beiträge
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Wir teilen uns alle den gleichen Planeten, das es sowas wie Ausländerfeindlichkeit überhaupt gibt, ist echt traurig... :-(
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iGEL (Administrator) #26
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Moin!

@micnaumann: Wenn die Ausländer hier dauerhaft bleiben wollen, ist das sicher wünschenswert. Aber es darf doch niemals eine Begründung für Ausländerfeindlichkeit sein. Bei Jugendgewalt verfällt man ja beispielsweise auch nicht Jugendfeindlichkeit oder Ausgrenzung als Lösungsansatz. Vielmehr sehe ich es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu tiefe Subkulturen zu verhindern. Einen garantiert funktionierenden Lösungsansatz habe ich da auch nicht, aber dass es beispielsweise ein Fragenkatalog über Deutschland ala Hessen ist, den 95% aller Deutschen nicht korrekt beantworten können, wage ich zu bezweifeln.

Gruß, Johannes
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henchan (Ehemaliges Mitglied) #27
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Zitat von iGEL:
Moin!

@micnaumann: Wenn die Ausländer hier dauerhaft bleiben wollen, ist das sicher wünschenswert. Aber es darf doch niemals eine Begründung für Ausländerfeindlichkeit sein.


@igel,
ich denke, du schiesst hier über das Ziel hinaus. micnaumann hat meiner Meinung nach nicht "für" Ausländerfeindlichkeit argumentiert.
micnaumann hat geschrieben, dass es leider bei Migration nicht alles glatt läuft/lief.
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iGEL (Administrator) #28
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Moin!

Das möchte ich auch nicht behaupten. Wahrscheinlich hat sich auch soonja nur missverständlich ausgedrückt. Aber Ausländerfeindlichkeit ist eine ernste Sache, da möchte ich doch eine klare Grenze gezogen wissen.

Gruß, Johannes
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henchan (Ehemaliges Mitglied) #29
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Ja. Aber viele Themen sind "ernste Sachen".
unsina #30
Mitglied seit 03/2008 · 21 Beiträge · Wohnort: korea
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Genau! Alle Themen sind interessant & wichtig.
Ich glaube, alle haben gleiche Meinung (oder schreibt hier jemand, der ausländerfeindlich sein will?), nur es wird verschiede Farben benutzt und manchmal ist die Farbe heller gemischt, manchmal dunkler...
Langsam frage ich mich aber wirklich, was überhaupt "Ausländerfeindlichkeit" ist.

@ Ich habe mich beworben für einem Orchester in Zürich, die Begründung der Absage für mich lautete, sie sind gezwungen, nur die Bewerber aus EU, USA und Kanada zu berücksichtigen. Ich habe aus Protest wie eine Blöde weiter beworben, irgendwann wurde ich eingeladen, sogar mehrmals - Das Gesetz hat sich wahrscheinlich geändert.
@ Oft hatte ich in Wien erlebt, dass ein Orchestertournee nach Asien nur für mich abgesagt wurde, weil ich eine Asiatin bin. Es wurde natürlich immer andere Ausreden erfunden als das, was am Endeffekt nur lächerlich war. Irgendwann später hat sich dieses Regel geändert, so war ich dann doch überall dabei - besonders in Japan, China und natürlich in Korea haben sich (das Publikum) sogar mehr gefreut...

Es ist ja nur ein kleines Beispiel, aber jedes Mal in solche Fällen (immer ein bisschen anders, aber im Grunde genommen ähnliche Sachen, ich als eine Asiatin in Europa) wurde ich gezwungen nicht nur frustriert oder auf anderen böse zu sein, weil es mir nichts gebracht hat.
Wenn ich das alles als "Ausländerfeindlichkeit" bezeichnet habe und nur total negativ verzweifelt war, bekam ich das nächste selbe Problem, so musste ich dann anfangen nicht mal daran (Ausländer... bla bla...) zu denken und einfach weiter machen, dann gab es doch viele andere Sachen, was alle glücklich machten.

Wahrscheinlich habe ich das Problem geliebt, also die LIEBE ist stärker!   :rolleyes:
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