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Als Koreanerin eine Ausbildung in Deutschland machen?
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iGEL (Administrator) #1
User title: 이글
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Subject: Als Koreanerin eine Ausbildung in Deutschland machen?
Moin!

Es ist ja relativ einfach, als Student nach Deutschland zu kommen. Wie sieht es aber mit eine Ausbildung aus? Konkret möchte eine Freundin meiner Frau in Deutschland eine Ausbildung zum Konditor machen. Sie hat den Beruf bereits in Korea gelernt, möchte nun aber in Deutschland ihre Kenntnisse vertiefen. Hat jemand schon mal sowas gehört? Es muss auch nicht unbedingt eine normale Ausbildung sein, auch wenn es natürlich sehr angenehm wäre, dabei schon etwas Geld zu verdienen. Aber auch andere Weiterbildungsmaßnahmen wären möglich, wenn sie nicht zu teuer sind.

Hat jemand Erfahrungen in der Richtung? Wo könnte man sich gut informieren?

Danke, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Uhu (Guest) #2
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Namnd :)

In dem Bezug fällt mir als erste Anlaufstelle die HWK (Handwerkskammer) ein. Vielleicht wissen die da mehr oder haben diesbezüglich Erfahrungen. Das Problem dürfte wohl die Sprache sein, wenn sie bei einem deutschen Konditor eine fundierte Ausbildung machen möchte. Du weisst ja, dass wir hier auf dem dualen System fahren oder wie sich das nennt, also auch noch Berufsschule und damit verbunden Klausuren verlangt und Theorie vermittelt wird... Ansonsten würde ich vielleicht ein Praktikum oder dergleichen vorschlagen, aber probiers echt mal bei der HWK, denke die kennen da vielleicht Möglichkeiten.

LG

Marcel
liri #3
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Darüber habe ich auf einer koreanischen Studentensite in Deutschland gelesen.
Es ist im allgemein sehr schwierig. Problem ist, dass jede Stadt und jeder Ort von Fall zu Fall anders handeln.
Mann kann überhaupt nicht sagen, ob man grundsätzlich ein Visum für eine Ausbildung bekommen kann.
(Nur für Studienzwecke erhält man jeder Zeit problemlos ein Visum. )
katherinap (Guest) #4
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Hallo Uhu,

 Du weisst ja, dass wir hier auf dem dualen System fahren oder wie sich das nennt, also auch noch Berufsschule und damit verbunden Klausuren verlangt und Theorie vermittelt wird... Ansonsten würde ich vielleicht ein Praktikum oder dergleichen vorschlagen

Was ist ein duales System?
Was für Unterschiede gibt es zwischen Berufsschule und ein Praktikum?
Ich hätte es gerne gewusst.
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dergio #5
User title: Rückkehrer
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In der Achso Baeckerei heangt ein Arbeitszeugnis von dem dortigen Baecker. Er hat ein einjaehriges Praktikum bei einer Baeckerei in Dortmund gemacht.
Vielleicht kann sie ja mal Kontakt aufnehmen und fragen wie das funktioniert hat.
Uhu (Guest) #6
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Hallo Katherineap,

das duales System... Das Mülltrennungssystem wird in Deutschland übrigens auch duales System genannt ;)

Hier bezieht es sich jedoch auf die Berufsausbildung. Der Auszubildende wird also nicht nur im Betrieb ausgebildet, sondern muss zusätzlich noch eine gewisse Anzahl an Stunden in der Berufsschule verbringen, wo er Theorie und allgemeines vermittelt bekommt.
Uhu (Guest) #7
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Achso.. Unterschied zwischen Berufsschule und Praktikum?

Praktikum ist meist unvergütet, in der Ausbildung bekommt man ein wenig Geld gezahlt. Eine Berufsausbildung geht mindestens 2 Jahre, kann bis zu 3,5 Jahre im handwerklichen Bereich betragen, ein Praktikum kann auch nur 2-3 Wochen gehen, meist glaube maximal bis zu einem Jahr. Nach erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung, bekommt man seinen Gesellenbrief oder wie das auch immer bei Kaufleuten heißen mag verliehen und kann als Fachkraft eingestellt werden, verdient dann meist mehr Geld. Als Praktikant, hat man im Endeffekt nichts am Schluss, eine Praktikumsbescheinigung, aber keinen Abschluss oder ähnliches, auf dem man aufbauen könnte.

Als Praktikant bekommt man auch nur Praxis vermittelt, muss also nicht in die Berufsschule, als Auszubildender muss man in die Berufsschule.
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dergio #8
User title: Rückkehrer
Member since Jan 2006 · 1251 posts · Location: Düsseldorf
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In reply to post #4
Quote by katherinap:
Was ist ein duales System?
Was für Unterschiede gibt es zwischen Berufsschule und ein Praktikum?


Hallo Katharina!

Es gibt generell zwei Forumen der Berufsausbildung. Die schulische und die Betriebliche Ausbildung.
Duales System bedeutet, dass man gleichzeitig in einer Firma arbeitet und in einer Berufsschule den Beruf lernt.
Nachdem man eine Berufsausbildung abgschlossen hat, ist man fuer den Beruf zugelassen.

Ich habe beispielsweise Chemielaborant gelernt. Das ist eine betriebliche Ausbildung. Daneben gibt es noch den Chemisch Technischen Assistenten. Das ist eine schulische Ausbildung.

Der Vorteil der betrieblichen Ausbildung ist, dass man oft nach Ende der Ausbildung von der Firma uebernommen wird und dann fest dort arbeiten kann.

Ein Praktikum berechtigt nicht, in einerm Beruf zu arbeiten. Aber es kann hilfreich sein, praktische Erfahrungen zu bekommen.

Wer in Deutschland als Baecker arbeiten moechte, muss eine dreijaehrige Ausbildung bei einem Baeckermeister machen.
liri #9
Member since Jan 2008 · 28 posts
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Dieses duales System in der Berufausbildung gibt es nur in Deutschland bzw. deutschsprachigen Ländern.
Es wird von der ganzen Welt bewundert und hoch gelobt, aber von nirgendwo übernommen.
Dieses System ist aber gefärdet, weil man meint, vergleichbar den Universitäten, europaweit ein einheitliches System schaffen zu müssen.

Außerdem ist das duale System vermutlich auch ein Grund dafür, dass Ausländer nicht so oft zugelassen werden.
Weil man eben von dem Betrieb oder der Firma bezahlt wird.
Wenn jemand nach der Ausbildung nicht in Deutschland bleiben kann oder will, hat die Firma  ja umsonst investiert.
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Björn #10
User title: Stress "muss" im Leben leider auch sein.
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Hallo liri,

warum investiert? Kann auch als günstige Arbeitskraft ausgenutzt werden. Kommt garnicht so selten vor !

MFG
Björny
This post was edited on 2008-10-04, 20:42 by iGEL.
Edit reason: Auf Wunsch des Nutzers Benutzername geändert
Uhu (Guest) #11
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Finde ich auch, vor allem im Handwerk läuft sowas ab. Wo bitte bekommst du ne billige Arbeitskraft für 350 Kröten im Monat? Bekommen die nicht auch noch Zuschläge vom Land/ Bund, wenn die ausbilden?
Ich denke es ist nur bei einem BA Studium für die Firma riskant.
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