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Gwangju
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DerPraktikant #1
Mitglied seit 01/2008 · 12 Beiträge · Wohnort: Bayreuth
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Betreff: Gwangju
Hallo!

Bin heute auf dieses Forum gestoßen, als ich auf der Suche nach Informationen über Südkorea war und ich muss sagen, dass es mir bereits sehr weitergeholfen hat. Habe mir auch bereits etliche Themen angeschaut, welche auch schon ein paar meiner Fragen beantwortet haben.
Nun kurz zu mir:
Ich habe vor, wenn alles klappt, im Juni für ein halbes Jahr nach Korea (Gwangju) zu gehen und dort am Gwangju Institut of Science and Technology (kurz GIST) mein Vertiefungspraktikum, in Bezug auf mein Studium, zu absolvieren.
Jetzt ein paar Fragen ;)
War schon jemand von euch in Gwangju oder kann mir über die Stadt oder evtl. sogar dem Institut was erzählen?
Da ich ja dort als Praktikant hingehe, werde ich bestimmt nicht gerade das große Geld verdienen... Deshalb die Frage mit wieviel Geld ich ca. monatlich rechnen muss. Wohnungstechnisch werd ich schaun, dass ich eine kleine ca. 10 qm Bude bekomme oder mit welchen Verhältnissen muss ich da als Student rechnen? Wie sieht es in Korea mit studentischen oder allgemein mit Wohngemeinschaften aus? Wie ich aus vorhergehenden Themen sehen kann, wird das Leben dort wohl bisschen teurer kommen als in Deutschland oder?
Schon mal vielen Dank für die Antworten :)

Gruß
Alex
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Hong Hu #2
Benutzertitel: http://tae-yeol.blogspot.com/
Mitglied seit 02/2006 · 493 Beiträge · Wohnort: 마인츠 (^.^) Mainz
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Hi

Ich war vor ein paar Tagen in Gwangju. Es ist meiner Ansicht nach die europaeischste Stadt in Korea, sie haben die neuste U-Bahn in Seoul. Unterscheidet sich nicht gross von der in Daejaeon. Eine Fahrt kostet 1000 Won also ganze 100 Won teuerer als in Seoul. Das Essen ist unheimlich lecker!! Und ich hatte den Eindruck, dass die Stadt sehr jung ist, kam mir zumindest so vor. Doch habe ich auch den Eindruck gehabt, dass da Menschen, die Hochkoreanisch reden nicht sehr gerne gesehn werden und der Dialekt ist gewoehnungsbeduerftig.
Was die Unterkunft angeht. Gibt es keine Studenten vor dir, die dir sagen koennten, wo sie gewohnt haben. Ansonten vielleicht an der Uni anfragen, die koennen dir sicherlich weiterhelfen.

Mfg
http://tae-yeol.blogspot.com/
DerPraktikant #3
Mitglied seit 01/2008 · 12 Beiträge · Wohnort: Bayreuth
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Mit dem Koreanisch dürfte ich keine Probleme haben, da ich selbst kein Wort der Sprache beherrsche bis jetzt ;) Werde aber noch vor meiner Abreise versuchen mir wenigsten ein paar Worte anzueignen, wie z.B. Hallo, Tschüss, ich heiße usw.
Mit Infos von meiner Uni siehts eher schlecht aus. Bin Chemiestudent und kein Sprachwissenschaftler. Die Uni in Bayreuth ist auch eine eher kleine Uni und bietet nicht mal koreanische Sprachkurse an. Dementsprechend gibts wohl auch kaum leute an denen ich mich wenden kann. Von meinen Kollegen wüsst ich auch keinen der jemals in Korea war. Die meisten gehen in die angrenzenden Nachbarländer wie Schweden, England, Frankreich, Schweiz für ein Semester. Auch kennen ich keinen Post-Doc der aus Korea kommt.
Aber kann ich so von 300,000 won Miete monatlich ausgehen oder ist das zu knapp bemessen? Ums Visum muss ich mich zum Glück kaum selbst bemühen. Das wird vom Institut übernommen, höchstwahrscheinlich kümmern die sich auch um die Wohnmöglichkeit, hab da aber noch keine genauen Angaben bis jetzt.
Auf das Essen bin ich eh mal gespannt. Scheint ja dort mehrere Köstlichkeiten zu geben :D
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Vita500 #4
Mitglied seit 03/2007 · 249 Beiträge · Wohnort: Stuttgart
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Erfahrungsgemaess wirst Du mit drei Dingen zu kaepmpfen haben:

a) Sprachbarriere
Die meisten Koreaner sprechen kein Englisch.

b) Startkapital
Das Startkapital ist im Regelfall sehr hoch, was hauptsaechlich an dem hohen Mietdeposit liegt. Da Du allerdings am GIST Dein Praktikum absolvieren wirst, solltest Du Dich auf jeden Fall um deren Hilfe bemuehen. Die koennen Dir bestimmt eine guenstige Unterkunft empfehlen bzw. evtl. sogar mit einem Deposit unter die Arme greifen. Frag fruehzeitig nach und bleib dran...
Andere Lebenshaltungskosten werden vermutlich guenstiger ausfallen, als in Deutschland (U-Bahn, Taxi, koreanisches Essen). Nur importierte Waren und Markenartikel sind wahnsinnig teuer. Wenn Du Dich also an koreanische Kueche und Gueter haeltst, sollte nichts schief gehen...

c) Trinkkultur und scharfe Kueche
Es gibt sicherlich Menschen, die mit beidem kein Problem haben, aber eine Vorwarnung ist auf jeden Fall angebracht. Koreanische Kueche ist prinzipiell scharf und Koreaner trinken immer sehr gerne und sehr viel. Ich kenne einige, die in beiden Hinsichten bereits ziemlich ins Fettnaepfchen getreten sind. Ich kenne allerdings auch andere, die mit beidem sehr gut zurecht kamen... take your pick! ;-)

Viel Erfolg!

Gruss,
Robert
Mehr Tipps und Infos ueber Seoul und Korea: http://members.virtualtourist.com/m/8b84b/10267a/
liri #5
Mitglied seit 01/2008 · 28 Beiträge
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Hi Vita500,
ich glaube, der Grund der Sprachbarriere liegt eher darin, dass die meisten Koreaner- wahrscheinlich 100% der unter 30 jährigen- in der Schulzeit Englisch lernen, aber nach der Schule, wenn sie einem Ausländer begegnen, Schwierigkeiten haben, Englisch als Umgangssprache zu verwenden.  Die Schule konzentriert sich oft sehr stark auf Grammatik und lehrt ein sehr schulisches Englisch.
Jetzt versuchen sie dieses Praxis zu ändern.   :huh:

Hi DerPraktikant,
gebe zu, es ist schon manchmal schwierig zu kommunizieren. Aber mit Professoren und Kollegen wirst du wohl doch einigermaßen klarkommen. :-)

Was koreanischen Essen betrifft, muss du beim Restaurantbesuch halt die richtigen Gerichte auswählen. Manche Gerichte können Europäer richtig genießen, andere bleiben wohl eher sehr fremd. ;-)
Dieser Beitrag wurde am 13.01.2008, 10:36 von liri verändert.
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iGEL (Administrator) #6
Benutzertitel: 이글
Mitglied seit 01/2005 · 3493 Beiträge · Wohnort: Berlin
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Moin DerPraktikant, willkommen an Board! ^_^

Meine Frau kommt aus Gwangju. Sie meint, dass es in der Nähe des GIST unterschiedliche Wohnsituationen gibt, von teuer bis günstig ist alles da. In Gwangju werden gerade sehr viele neue Hochhäuser gebaut (auch in der Nähe des GIST), von daher ist es schwer, die genauen Preise abzuschätzen. Am einfachsten und günstigsten wäre es sicherlich, wenn du versuchst im Studentenwohnheim der Uni unterzukommen. Leider war die koreanische Seite dazu nicht so aussagekräftig, von daher kann ich dir weder Preise noch die Verhältnisse dort sagen. In koreanischen Studentenwohnheimen ist es aber nicht unüblich, dass man dort zu zweit auf einem Zimmer lebt.

Ansonsten könntest du es in einem Gosiwon (Aussprache: Goschiwon) oder Hasukjip (Hasuk-dschib) versuchen. Davon gibt es in Korea recht viele und ich habe während meines Praktikums in Seoul nur in solchen Einrichtungen gelebt. Das sind sozusagen privat betriebene Wohnheime, die jedem offenstehen. Im Hasukjib gab es bei mir morgens und abends etwas zu essen, wobei ich nach einigen Tagen echte Probleme hatte, am Morgen dieses lauwarme bis kalte Essen zu essen. Im Gosiwon gibt es teils Reis umsonst und eine Küche, in der man sich selbst etwas kochen kann. Lass dir unbedingt auch Toiletten und Dusche zeigen, manchmal sind die unter aller Sau (hab verschiedene gesehen). Die Zimmer sind teils sehr klein (hab in einem gewohnt, welches etwa 1,5 breit und und etwas über 2 Meter lang war  8-(  :scared: ), teils aber auch annehmbar sind. In Seoul habe ich je nach Lage 230.000 - 300.000 Won/Monat gezahlt, das wird in Gwangju natürlich günstiger sein.

Falls du so etwas suchen willst, brauchst du am besten einen Koreaner, der dir bei der Suche behilflich sein kann. Dann gehst du für ein paar Tage ins Hotel und schaust dir die Möglichkeiten an. Nicht einfach, aber eine eigene Wohnung wird sicher komplizierter, besonders für die Zeit.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
DerPraktikant #7
Mitglied seit 01/2008 · 12 Beiträge · Wohnort: Bayreuth
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Schon mal vielen Dank für all die schnellen Antworten!! :)

Wegen der Sprachbarriere mach ich mir am Institut eigentlich eher weniger Sorgen. Aber da ich dort ja ein halbes Jahr sein werde, hoff ich doch mal, dass ich den ein oder anderen Koreaner/in kennenlernen werde, der/die nicht gerade mit mir zusammenarbeitet.. Sind die Koreaner dann eher zurückhaltend gegenüber Fremden (in dem Fall speziel Deutschen gegenüber) oder doch eher aufgeschlossen? Hab keine Lust dort ein halbes Jahr allein vor mir herzudümpeln :(
Ich gehe ja nach Korea nicht nur wegen den Praktikum, sondern will dort auch Kultur und Leute kennenlernen. Wird am Anfang wohl bestimmt eine ziemliche Umstellung werden. Wenn ich aber (bezogen auf Essen) zum Abendessen lieber ein Wiener Schnitzel wollen würde, könnt ich des Praktikum auch genauso in Österreich machen... Gegen scharf essen und viel trinken hab ich in der Regel nix einzuwenden ;) Nur, dass "scharf" in Korea wohl ein anderes "scharf" ist als hier in Deutschland.
Habe dieses Praktikum gezielt in den asiatischen Raum gelegt, da ich dort schon immer mal hin wollte. In der Schule und im Fernsehen konzentriert sich immer alles mehr auf den Westen - Europa, Amerika. Aber die Welt hat doch noch andere schöne Länder zu bieten denk ich mir... Werde es ja hoffentlich bald herausfinden :)
Zimmergröße von 1,5m auf ca. 2m wäre zwar auch ne große Umstellung, da man hier in Deutschland schon etwas größeres gewohnt ist, aber bin in der Regel nicht so anspruchsvoll. Hauptsache sauber und ein Dach übern Kopf. Werde versuchen in das Wohnheim direkt auf dem GIST-Gelände zu kommen. Die Sekträterin wird mir da so wies scheint weiterhelfen und hoffentlich alles in die Wege leiten. Ansonsten werde ich es dann so wie es iGel bereits erwähnt hat machen, da von Deutschland aus übers i-net oder telefonisch sich ein Zimmer anmieten, was man vorher nicht gesehen hat, wäre mir nicht so recht. Finanztechnisch gesehen, wären 300,000 Won Miete optimal, aber hab nach oben hin auch noch bisschen Platz.

Gruß
Alex
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Soju #8
Mitglied seit 01/2007 · 2277 Beiträge · Wohnort: München
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dass da Menschen, die Hochkoreanisch reden nicht sehr gerne gesehn werden und der Dialekt ist gewoehnungsbeduerftig.

also das gleiche wie bei mir in Bayern :-)
das liegt vieleicht an der Denkensweise und besonders am Auftreten einiger "Seouler" die nach Gwangju kommen...
wie Du mir so ich Dir ...

Ich persönlich mag die freundliche Lockerheit und Offenheit der "kleineren Städte" wie Gwangju, Daejeon , oder Deagu sehr im Gegensatz zum "Busy" Life in Seoul ;-)
anja (Gast) #9
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Antwort auf Beitrag #1
Betreff: Hallo Alex
Hey Alex, cool, dann bist du der dritte Deutsche in Gwangju. Kann dir gern weiterhelfen. Schreib mir doch unter anjascherpinski@gmx.de
daehanminguk (Gast) #10
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Hi!!
Ich war bereits für ein halbes Jahr in Gwangju.Hab dort allerdings "nur" eine Sprachschule (das Language Education Center der Chonnam Universität) besucht und ansonsten mein Leben in vollen Zügen genossen^^. Ich habe dort wahnsinnig viele nette Menschen kennengelernt,sowohl Gaststudenten,größtenteils aus China,Japan und Taiwan, als auch koreanische Studenten und Professoren natürlich.Anfangs fiel es mir auch nicht leicht dort..hatte das Gefühl kaum Möglichkeiten zu haben mit denen zu kommunizieren,da meine koreanisch Kenntnisse noch recht brüchig waren..doch wenn man freundlich auf die Menschen zugeht,sie nett anspricht und sie evtl. um Hilfe bittet dann öffnen sie sich auch recht schnell,sind sehr hilfsbereit und sprechen gar nicht mal so ein schlechtes englisch;)
Auch wenn sie anfangs nicht sehr gesprächig scheinen,darf man sich davon nicht einschüchtern lassen...die koreaner sind sehr lebhafte,interessierte und herzliche Menschen...
Ja das essen ist wirklich sehr lecker in Gwangju,rings um die Universitäten ist es auch sehr billig.
Ach wer Lust hat sollte mal zu der Biennale in Gwangju gehen...findet dieses Jahr ab Mitte Sept. bis Mitte Nov. statt...eine sehr interessante Kunstausstellung;)es lohnt sicht!^-^
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