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In Korea ueber laengere Zeit leben?
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devent (Gast) #1
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Betreff: In Korea ueber laengere Zeit leben?
Hallo
ich bin ein freiberuflicher Software und Web Designer (aka Programmierer). Nun ist es so das ich eigentlich ueberall auf der Welt arbeiten kann, solange ich ein Internetanschluss habe. Ich bin 25 Jahre alt und der letzte Auftrag hat mir ca. 4000 EUR eingebracht. Da ich nun ueberall arbeiten kann, dachte ich Deutschland zu verlassen und irgendwo anders zu leben.

Ich weis das man fuer 90 Tage kein Visum braucht fuer Sued-Korea und das man spaeter Visa beantragen kann fuer einen laengeren Aufenthalt. Ist es also moeglich in Korea ueber einen laengeren Zeitraum (1 oder 2 Jahre) zu leben und als freiberuflicher Software und Web Designer zu arbeiten? Meinen deutschen Pass will ich behalten, also ich will nicht nach Korea immegrieren.

Korea deshalb, weil mich schon immer die asiatische Kultur intressiert hat und da ist mir halt Sued-Korea in den Sinn gekommen. Japan waere auch noch eine option (nach China wuerde ich nicht gehen).

Mit freundlich groessen devent.
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Vita500 #2
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Ehrlich gesagt hab ich noch keine Erfahrungen mit auslaendischen Freiberuflern gemacht, aber prinzipiell ist es immer sehr schwer ein Arbeitsvisum zu bekommen. Als normler Angestellter zum Beispiel reicht ein Arbeitsvertrag allein nicht aus. Das duerfte bei Dir natuerlich anders sein, allerdings kann ich mir vorstellen, dass eine Voraussetzung sein wird, dass Du einen hohen finanziellen Rueckhalt vorweisen musst, damit Du hier in Korea auch gut ueber die Runden kommst. Sporadische Arbeitsvertraege alleine werden da sicher nicht ausreichen...

Zum Leben in Korea:
Du brauchst auf jeden Fall ein hohes Startkapital, allein schon fuer die Wohnung. Im typisch koreanischen Normalfall zahlt man hier ein sehr hohes Deposit (zwischen 10.000 und 50.000 Euro) und dann eine entsprechende Monatsmiete. Je hoeher das Deposit, desto geringer die Miete. Im besten Fall kannst Du auch den kompletten Wohnungswert zahlen und wohnst dann Mietfrei solange Du willst. Das Deposit bekommst Du in voller Hoehe zurueck, wenn Du ausziehst. Der Vermieter lebt von den Zinseinnahmen der Bank. Du kannst zwar auch Mietvertraege ohne hohes Deposit abschliessen, aber die Mieten sind entsprechend hoch... Da Du allerdings nicht unbedingt auf die Wohnlage schauen musst, koenntest Du Dich ja auch ausserhalb Seouls ansiedeln. Dort ist alles natuerlich wesentlich billiger...

Verpflegung (koreanischer Natur) und oeffentliche Verkehrsmittel sind im Vergleich zu Deutschland eher guenstig. (Marken-)Kleidung und importierte Waren jedoch super teuer.

Was die Immigration nach Korea anbelangt, kannst Du's eh vergessen. Das ist fuer Langnasen wie uns zur Zeit noch ziemlich unmoeglich...

Eine Idee waere, sich bei hiesigen IT-Firmen zu bewerben und eine feste Anstellung anzustreben. Wenn Du sehr gut bist und entsprechende Referenzen vorweisen kannst, duerfte die Begruendung, warum ausgerechnet Du und kein Koreaner angestellt wird, relativ einfach ausfallen.

Vielleicht wissen andere mehr...

Viel Erfolg!

Gruss,
Robert
Mehr Tipps und Infos ueber Seoul und Korea: http://members.virtualtourist.com/m/8b84b/10267a/
Tobi #3
Mitglied seit 11/2007 · 20 Beiträge
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Ich würde mir die Wahl mit Korea durchaus überlegen. Das notwendige Anfangskapital wie oben erwähnt ist nicht zu unterschätzen. Persönlich würde ich mir - sofern ich das noch mal könnte - ein anderes Land für den längeren Aufenthalt in Asien auswählen. So würde mich HongKong wegen der zentralen Lage sehr reizen. Von Korea aus dauerst es doch eben eine Weile um Südasien zu besuchen. Korea ist doch schon ein wenig am "Ende der Welt".
Quark (Ehemaliges Mitglied) #4
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Überprüfe Dein Plan doch mit der Botschaft. Eventuell gibt es die Möglichkeit ein Guarantor (z.B. ein Bekannter in Korea) zu finden, der für Dich bürgt - dann wäre das Kapital das erwähnt wurde nicht so eine Sache. Der Staat will sich doch irgendwie absichern, dass Du ihm nicht zur Last fällst, wenn es nicht so ausgeht wie geplant.
devent (Gast) #5
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Danke fuehr die Antworten.
Na es sieht zur Zeit so aus dass ich in einem Monat erstmal einen Sprachkurs in Seoul fuer 3 Monate absolviere. Fuer die ersten 3 Monate braucht man ja kein Visum, und dann habe ich halt gedacht das man danach ein Touristenvisum beantragen kann um weitere Monate im Land verbringen zu koennen. Ich geh davon aus, dass ich das in Seoul beantragen kann.

Bei mir sieht das halt so aus, dass ich keinen festen Vertrag habe, das ganze laeuft eher ueber Auftrag und Rechnung ab. Ich uebernehme einen Auftrag und stelle dafuer Rechnungen aus.

Vielleicht finde ich in Korea auch jemanden mit dem zusammen leben koennte ;)

@Tobi: Ich mag das Ende der Welt, deswegen will ich auch unbedingt Korea besuchen :)
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Vita500 #6
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Das Touristenvisum ist kein wirkliches Visum, sondern der Stempel, den Du bei Deiner Ankunft in Korea in Deinen Reisepass bekommst. Damit kannst Du hier 3 Monate bleiben, danach musst Du allerdings raus oder brauchst ein Arbeits- bzw. Studienvisum.

Wenn Du Rechnungen gegen Auftraege erstellst, bist Du Freiberufler bzw. Gewerbetreibender (bei freien Prgrammierern ist die Abgrenzung nicht immer einfach) und unterliegst somit auch den jeweiligen Einkommens- und/oder Gewerbe-Steuergesetzen. Anderenfalls waere es sonst naemlich Schwarzarbeit (keine Steuern und Abgaben) und das wuerde ich Dir echt nicht empfehlen, vor allem nicht, wenn Du offizielle Rechnungen verschickst. Denn dafuer brauchst Du auf jeden Fall ein Arbeitsvisum... und natuerlich einen Firmensitz in Korea! Es sei denn, Du hast Deinen Firmensitz in Deutschland und verschickst somit Rechnungen aus Deutschland. Dann muss, soweit ich weiss, aber auch Dein offizieller Wohnsitz in Deutschland liegen und Du musst folglich auch Deine Steuern und alle anderen Abgaben in Deutschland abfuehren. Theoretisch koenntest Du dann einen zweiten Wohnsitz in Korea haben und Deine Arbeit von hier aus erledigen... ein etwas komplizierter Fall. Ich wuerde Dir auf jeden Fall empfehlen, Dich offiziell beraten zu lassen, denn sonst geraetst Du eventuell sehr schnell in die Finanz- und Steuerfalle... und Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt.

Viel Erfolg!

Gruss,
Robert
Mehr Tipps und Infos ueber Seoul und Korea: http://members.virtualtourist.com/m/8b84b/10267a/
Dieser Beitrag wurde am 02.02.2008, 14:10 von Vita500 verändert.
devent (Gast) #7
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Natuerlich habe ich in Deutschland ein Gewerbe angemeldet. Ich frag mich nur wer mir ein Arbeitsvisum austellen kann fuer Korea, ich dachte man braucht dafuer eine koreanische Firma? Ich kenn mich halt mit den ganzen politischen Fragen ueberhaupt nicht aus, dass beste wird wohl sein ich lass mich beraten. Habe mir das ganze nicht so kompliziert vorgestellt.

besten Dank fuer euere Antworten.
devent (Gast) #8
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Achja, das Konsulat der Republik Korea muesste fuer sowas doch zustaendig sein?
http://www.pointoo.de/poi/Muenchen/Konsulat-der-Republik-K…
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iGEL (Administrator) #9
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Moin!

Es hängt davon ab, wo du wohnst, siehe: http://www.koreaemb.de/einfuehrung_04.htm

Das Konsulat in München ist auf der offiziellen Website, auch nicht auf der koreanischen (die besser gepflegt ist als die Deutsche).

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
micnaumann #10
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Antwort auf Beitrag #7
Hast du denn schon Auftraggeber in Korea?
Oder willst du auf gut Glück dort hin fahren und schauen was sich ergibt?

Ich weiß nicht ob das schon gesagt wurde aber in Korea läuft viel über Mund zu Mund Werbung und Empfehlungen ab.
devent (Gast) #11
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Ich arbeite zur Zeit fuer ein deutsches Firma. Aber das ganze ist halt ohne einen festen Vertrag, sondern ich liefere Ergebnisse und stelle dafuer eine Rechnung aus. Finde ich ganz gut so, weil es mir die maximale Flexibilitaet bietet. Das Projekt ist grade in der Endphase, allerdings gibt es noch weitere Projekte. Ich muss aber nicht unbedingt in Deutschland sein, sondern ich kann rumreisen wie ich will, solange meine Arbeit nicht beeitraechtigt wird.

So war ich dieses Jahr auf Malta und England und konnte mein EILTS (ist ein Zertifikat fuer die englische Sprache) machen, ausserdem war ich auch auf Zypern wegen eines anderen Projektes.

Ich habe auch im Internet gesucht wie man sein Auffenthalt in Korea verlaengern kann. Da bin ich (in diesem Forum) auf die Moeglichkeit gestosen kurz aus Korea auszureisen und dann wieder einzureisen. Koennt ich z.B. fuer paar Wochen nach Japan, und dann wieder 3 Monate in Korea verweilen?
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Chung-Chi #12
Mitglied seit 07/2005 · 658 Beiträge · Wohnort: 서울
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man kann in korea definitiv kein arbeitsvisum als freiberufler bekommen. wenn du laenger als sechs monate aus deutschland raus bist, kanst du deine steuern auch nicht mehr in deutschland bezahlen. vita500 hat das schon besser erklaert als ich ... jedenfalls beruhen deine erfahrungen ja bisher auf der EU, und da darf man schon als freiberufler lustig wohnen wo man will, fuer korea gilt das aber leider nicht. (was sehr schade ist, da ich so auf diese weise meinen job als uebersetzer aufgeben musste.)

aber vielleicht muss es ja auch nicht gleich so lange korea sein ... ich denke zum kennen lernen und aufregend sein und - weiss nicht was du fuer ziele hast - ist ein halbes jahr voellig ausreichend ...
danach wird das leben doch sowieso voellig normal. fuer mich macht es im prinzip keinen grossen unterschied, ob ich in deutschland oder korea lebe. ist halt alltag inzwischen nach zwei jahren. ich lebe gerne in korea, keine frage, aber ich koennte es genauso gerne haben in deutschland zu leben ... oder sonst wo auf der welt
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