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Gespräche mit Nordkorea
Roh Moo-Hyun bei Kim Jong-Il
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Ghost #1
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Betreff: Gespräche mit Nordkorea
Beim Besuch von Roh Moo-Hyun in Pyongjang ist eine Friedenserklärung unterzeichnet worden. Damit soll Frieden auf der koreanischen Halbinsel und engere wirtschaftlichere Zusammenarbeit erreicht werden. Auch der Stilllegung der Atomanlagen in Nordkorea wurde zugestimmt.
Genaueres hier:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,509309,00.html

Was denkt ihr: Wurde hier der Grundstein für bessere Beziehungen und einer allfälligen Wiedervereinigung gelegt? Oder ist das alles nur Augenwischerei?
Soju1 (Gast) #2
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Hallo,
Ist eine Super Sache!!! denke ich :-) auch wenn beide Seiten diesen moment natürlich für Ihr angeschlagenes Image verbuchen werden!

Was kann daran schlecht sein wenn sich beide zusammensetzen und über eine Aussöhnung nicht nur nachdenken sondern auch was beschliessen !

Ich hoffe dass hier der erste Schritt zur baldigen Wiedereinigung gemacht ist ...auch wenn der Weg noch steinig und lang sein wird....

Grüsse :-)
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iGEL (Administrator) #3
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Moin!

Ich finde das natürlich auch eine tolle Sache. Allerdings würde ich meine Hoffnungen nicht zu hoch setzen. Im Dezember wird in Südkorea ein neuer Präsident gewählt, und im Moment liegt der Kandidat der konservativen GNP mit über 50% vorn. Die sind zwar auch nicht mehr so Beinhart, aber sie werden natürlich deutlich mehr vom Norden für die eigenen Zugeständnisse fordern als es die jetzige Regierung tut. Schauen wir mal, der Gipfel war ja sehr erfolgreich. Vielleicht überzeugt das ja noch eine ganze Menge...

Gruß, Johannes
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dergio (Moderator) #4
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Als ich von dem Besuch gehoert habe, habe ich auch zuerst gedacht: Nicht schlecht, knapp zwei Monate vor den Wahlen. Gutes Timing!

Im Fernsehen sieht man jetzt viele Berichte ueber den geplanten Wiederaufbau Nordkoreas. Neue Wirtschaftszentren, neue Verkehrswege, Reform der Landwirtschaft und so weiter.

Nebenbei wird gerade diskutiert ob die beiden Koreas bei den naechsten olympischen Spielen 2008 in Peking als gemeinsame Mannschaft auftreten. Als Flagge soll es ein Abbild der koreanischen Halbinsel inklusive Dokdo geben.
Sani #5
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Auch ich begrüße es sehr.
Es wäre auch toll, wenn die beiden Koreas bei den naechsten olympischen Spielen 2008 in Peking als gemeinsame Mannschaft auftreten könnten.
Ich wünsche den beiden Teilen Koreas eine stetige Annäherung wachsende gegenseitige Verständigung. aber eine langsame politische Vereinigung.
choson (Gast) #6
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.... ich denke von einer 'baldigen' Vereinigung der beiden koreanischen Staaten kann überhaupt keine Rede sein - auch wenn Roh und Kim so tun als wenn dies in absehbarer Zeit ein aktuelles Thema wäre. Dies wollen und können sich die beiden Koreas auch gar nicht leisten. Der Süden will einfach nur Sicherheit  - was auch völlig legitim ist - aber eine Vereingung wollen sie mit Sicherheit nicht - das würde für die wirtschaftliche Entwicklung einen Rückschlag bedeuteten, den sie sich gar nicht leisten wollen.... - Verbessserungen im humanitären Bereich (inkl. Familientreffen) Ja - aber mit Sicherheit keine Vereinigung. Und der Norden ? Eine Vereingung würde zu 100 % das Ende ihres gesellschaftlichen Systems bedeuten.... und das weiß die nordkoreanische Führung einschl Kim Jong Il sehr wohl... Was sie wollen ist keine Vereinigung, sondern einfach Hilfe bei der Stabilisierung ihrer Wirtschaft (auch natürl weg von der Abhängigkeit von China) - insofern nutzt die jetzt durchaus wahrscheinliche Entspannung beiden Staaten - mit der Frage einer mögl Vereingung hat dies aber wohl nichts zu tun... - wobei aber natürl ein offizielles Ende des Koreakrieges mehr als zu begrüßen wäre...
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iGEL (Administrator) #7
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Moin!

Natürlich, eine schnelle Vereinigung wird es wahrscheinlich nicht geben. Und auch dass Südkorea ein großes Interesse hat, dass Nordkorea nicht zusammenbricht, ist klar. Aber dass sie aber kein Interesse an einer Wiedervereinigung hätten, das glaube ich nicht. Natürlich gibt es solche auch in Südkorea, und eine Wiedervereinigung im "Deutschlandstil" will fast keiner (da viel zu teuer). Aber wenn man den Norden im Chinastil über 20, 30 Jahre aufbaut, kann eine solche Wiedervereinigung wahrscheinlich recht leicht geschultert werden. Ich denke, das ist das Ziel von Südkorea; Nordkoreas Situation hast du in meinen Augen recht treffend beschrieben.

Gruß, Johannes
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choson (Gast) #8
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Tach iGEL,

....klar wenn wir in Dimensionen von 20, 30 Jahren reden, geb ich dir völlig recht .... - Vllcht 2 Aspekte: zum Einen ist natürlich überhaupt nicht zu erahnen wie NK in 20, 30 Jahren aussieht... - wenn sie den 'chinesischen Weg' gehen sollten, bedeutet dies natürlich letzendl auch die Aufgabe ihres 'einmaligen' (jetzt mal wertfrei gesehen) gesellschaftlichen Systems (ein wesentl systembedingendes Charakteristika ist ja gerade die totale Abschottung gegenüber Informationsfluss von außen - dies müsste aber beim 'chines. Weg' natürlich aufgegeben werden = letzl Aufgabe ihres Systems - ob sie das wollen ist derzeit natürl außerordentl fragl.... - In 20, 30 J. ... ? - das weiß im Moment kein Mensch. Glaubst du an die weitverbreitete Theorie von einer erneuten 'Erbfolge'  - ich nicht ...- also alles ist offen...).
2. Aspekt: die Frage der Vereinigung hat ja eine rein menschl Dramatik, die von außen wahrscheinl kaum zu erahnen ist: es gibt wohl kaum eine Familie in Korea, die nicht einen nahen oder entfernteren Verwandten im jeweils anderen Teil hat....- hieraus erwächst natürl für beide Regierungen ein unheiml Druck. Aber - so makaber es auch klingen mag - dieser 'Druck' wird eben einfach immer geringer.... wer in Korea so um 1940 geboren wurde um überhaupt noch eine Erinnerung an Verwandte zu haben ist heute mittlerweile eben auch schon 67 ! – Mal ein bisschen überspitzt gefragt: Warum solln die sich irgendwann wiedervereinen, wenn’s vllcht gar keinen mehr interessiert....  ( mal vorausgesetzt NK ist noch NK...)

Gruß choson
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Chung-Chi #9
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Betreff: Olympische Spiele
Die beiden Koreas werden bei den Olympischen Spielen in China uebrigens nicht als ein Team auftreten. Sie werden unter einer gemeinsamen Flagge ins Stadion einziehen (aber das hatte man ja schon bei frueheren Olympischen Spielen), die Medallien werden dann aber getrennt gezaehlt. SK hatte urspruenglich fuer eine fusionierte Mannschaft plaediert, was aber von NK abgelehnt worden ist, da NKs Sportler im Durchschnitt nicht an die Leistungen ihrer suedkoreanischen Kollegen heranreichen und so eine Menge Sportler ihre Chance verloren haetten, nach Beijing zu reisen, weil sie es nicht geschafft haetten in einen koreanisch-koreanischen Kader zu kommen.
Es wird allerdings einen offiziellen fusionierten Fanblock geben, der gemeinsam mit dem Zug durch die beiden Koreas nach China reisen wird. Und da in Korea manchmal das Anfeuern wichtiger ist als der Sport, ist das vielleicht schon ein guter Fortschritt. Ich glaube schon, dass diese erzwungene Gemeinschaft ein Gefuehl der Gemeinsamkeit erzeugen koennte. Ob sich dass dann auch ausserhalb des Fanblocks fortsetzen wird, bleibt abzuwarten.
kelly (Gast) #10
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Chung-Chi schrieb:


" Es wird allerdings einen offiziellen fusionierten Fanblock geben, der gemeinsam mit dem Zug durch die beiden Koreas nach China reisen wird."


... na da würd' ich ja gern mal mäuschen spielen. was die sich so zu sagen haben. ;-)
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