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Heiraten
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Peter100 (Guest) #1
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Subject: Heiraten
Hallo,

ich schreibe heute zum ersten mal in diesen Forum da ich bis vor 2 Monaten niemal geahnt hätte das es mich betreffen könnte.
Folgede Situation: Ich bin Anfang August nach beruflich nach Seoul geflogen und habe auf dem Weg dahin neben einer sehr lieben und gebildeten Frau gesessen. Wir haben uns wunderbar den ganzen Flug über unterhalten und nach Abschluss meiner Arbeit habe ich sie in ihrer Stadt besucht. Lange Rede kurzer Sinn, wir sind verliebt in einander und haben beschlossen zu heiraten. Ich weiss es ist sehr schnell, aber der Entschluss steht fest. Nun meine Frage: Welche Unterlagen benötige ich (Deutscher, geschieden) um in Korea zu heiraten, bzw. welche Unterlagen bräuchte meine Verlobte (Koreanerin, ledig, nicht geschieden) um in Deutschland zu heiraten oder aber gibt es einen Weg (einen anderen Ort) der noch viel einfacher ist?

Ich danke recht herzlich für eure Antworten.

Peter
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iGEL (Administrator) #2
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Moin Peter!

Herzlichen Glückwunsch erstmal. Da bist du ja sogar noch schneller, als wir es waren. Aber dir soll geholfen werden: Um in Korea zu heiraten, brauchst du ein Ehefähigkeitszeugnis. Der ganze Prozess ist hier beschrieben: http://www.seoul.diplo.de/Vertretung/seoul/de/04/Familiena…

Um in Deutschland zu heiraten, braucht ihr eine Befreiung von der Beibringung eines Ehefähigkeitszeugnisses für deine koreanische Verlobte. Dazu brauchst sie einen Auszug aus dem koreanischen Familienregister, welcher als Geburtsurkunde und Ledigkeitsbescheinigung in Deutschland anerkannt wird. Zuvor muss er aber von einem amtlichen Übersetzer übersetzt und von der Botschaft beglaubigt werden. Angeblich kann man die Übersetzung kostenlos in der koreanischen Botschaft in Berlin bzw. den Konsulaten in Frankfurt, Bonn und bald auch Hamburg anfertigen lassen (Siehe den Beitrag von sang-kyung. Dann musst du mit dem Reisepass deiner Verlobten, der Übersetzung, sowie dem Kram, den du sowieso zur Hochzeit brauchst (kennst du ja vielleicht noch aus der ersten Ehe), zum Standesamt. Dieses wird dann alles zum Oberlandesgericht schicken, welches dann die Befreiung ausstellen wird. Dann habt ihr 6 Monate Zeit, einen Termin zu machen und zu heiraten.

Siehe auch dieses Thema: http://forum.meet-korea.de/thread/1197-Heirat-Formalitaete…

Gruß, Johannes
PS: Meine Frau meint, dass das Gesetz gerade irgendwie geändert wurde. Man braucht jetzt auch eine Appostille vom koreanischen Aussenministerium. Am besten erkundigst du dich mal beim Standesamt. Die werden dir definitiv sagen können, was du brauchst.
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Peter100 (Guest) #3
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Subject: Danke
Hallo Igel,

ich danke dir für deine Glückwünsche und vorallem für deine umfassende Antwort.
kueni #4
Member since Sep 2006 · 119 posts · Location: Burgdorf, Schweiz
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Hallo Peter!

2 Monate sind nicht schlecht! Was plant ihr? Eine Hochzeit in Korea oder Deutschland? Wo werdet ihr nachher leben?

Liebe Grüsse
Kueni
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Soju #5
Member since Jan 2007 · 2277 posts · Location: München
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Hallo Peter,
na ja heiraten nach 2 Monaten ist schon ein wenig gewagt ...
trotzdem viel Glück euch beiden !
toi toi toi !!!
Peter100 (Guest) #6
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Hallo Kueni,

wo wir heiraten steht noch nicht endgültig fest, wobei die Tendenz nach Korea zeigt. Wir wünschen uns eigentlich eine kleine Hochzeit aber meine Verlobte hat wesentlich mehr Familie dort als ich hier. Leben werden wir hier in Deutschland, ich habe hier eine kleine Firma. Meine Verlobte wird ihren Lehrauftrag in Korea aufgeben.

Peter
kueni #7
Member since Sep 2006 · 119 posts · Location: Burgdorf, Schweiz
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hallo peter!
dann kannst du dich auf eine grosse koreanische hochzeit gefasst machen!!!:-) kann deine verlobte deutsch?
ich wünsche euch in euren zukunftsplänen alles gute!

liebe grüsse
kueni
Peter100 #8
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Hallo Kueni,

eine allzu grosse Hochzeit wird es wohl eher nicht geben da wir es beide so klein wie möglich haben wollen. Wenn es nun garnicht geht müssen wir dann wohl doch in einen anderen Land heiraten. Meine Verlobte hatte während ihres Studiums in den USA auch 2 Jahre Deutschunterricht, wobei sich allerdings um Fachwissen der klassischen Musik handelt. Nicht geeignet um sich zu unterhalten. Wir sind beide schon in den 40 zigern, aber sie wird nochmal zur Uni gehen um Deutsch zu lernen.

Gruss
Peter
SvenGlueckspilz #9
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Hallo Peter,

nach 2 Monaten schon heiraten wollen?
Puh, ziemlich schnell.

Vor allem, da 2 komplett unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen.

Ich wünsche Euch beiden, dass ihr die richtige Entscheidung nach schon so kurzer zeit getroffen habt und glücklich werdet.  :-)
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EddyMI #10
User title: 통치자가 올바른요
Member since Dec 2005 · 431 posts · Location: Münster
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Quote by SvenGlueckspilz:
nach 2 Monaten schon heiraten wollen?
Puh, ziemlich schnell.

Aber da beide schon über 40 sind, wissen sie schon, was sie tun ^^

@Peter,

ich wünsch Euch beiden für Euren gemeinsame zukünftigen Lebensweg alles Gute!

Gruß aus Münster.

Ewald
Freundliche Grüße aus Münster, Ewald
flo (Guest) #11
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Ich muss mal ganz ehrlich sagen, dass ich es total erschreckend finde, wie schnell hier einige Leute heiraten. Und dann auch noch in eine fremde Kultur. Sicher, muss jeder selber wissen. Und nicht, das ich das (hoffentlich lange anhaltende) Glueck niemanden goenne. Aber man muss auch sehen, dass die koreanische und deutsche Kultur extrem unterschiedlich sind. Viele Unterschiede im Gedankengang sind auch nicht so einfach ersichtlich sondern machen sich erst spaeter oder nach laengerer Beziehung bemerkbar und koennen dann zu Problemen fuehren. Gut, das mag auch auf Deutsch-Deutsche Beziehungen zutreffen, aber eben nicht so extremm weil die Basis gleich ist. Mir wurde das immer an vielen kleinen Dingen klar, wie unterschiedlich das Denken doch ist. Mal einige Beispiele: Manche Koreaner glauben ernsthaft, dass man bei geschlossenem Fenster und eingeschalteten Ventilator sterben kann. Das klingt vielleicht fuer die meisten hier wie ein Witz, aber ich habe damit echt krasse Erfahrungen gemacht und wenn ich in dem Gespraech (mit einer intelligenten, 40jaehrigen Frau) nicht nachgegeben haette wuerde ich ihn ihren Augen ernsthaft als absolut verantwortungsloser Mensch darsthene, was ich wirklich nicht bin. Oder das gute Motel Beispiel: An den Straenden gibt es ja super viele Motels und oft einige Pensionen. Wenn man mich fragt, ist das doch alles das gleiche. Aber nein! Die Durschnittskoreanerin wuerde sich weigern, in einem "Motel" genannten Haus zu naechtigen. Oder der Spruch "Die Pille ist ungesund, wenn was passiert kann ich ja abtreiben", oder "Kein Sex vor der Ehe. Denn wenn nach der Ehe etwas passiert, ist es ja nicht so schlimm". Sorry, aber was ist da bitte nicht so schlimm wenn man kein Kind moechte? Oder generell der Umgang mit Problemen ist unterschiedlich. Das sind jetzt nur kleine Beispiele fuer die unterschiedliche Denkweise. Ich moechte aber jedem Raten, sich es vor Augen zu fuehren, dass andere Kultur = andere Denkweise bedeutet. Da helfen oft auch keine (aus der eigenen Sit) noch so logische Argumente. Die Denkweise ist drin im Kopf. Unterschiede sind ja nicht schlecht, dass will ich nicht sagen, aber nicht jeder kann damit umgehen und mit etwas Pech kommt dann spaeter das boese erwachen.
Aus meinen eigenen Erfahrungen habe fuer mich persoenlich folgendes Fazit gezogen: Interkulturell ist interessant und anstrebenswert, aber bitte vor der Hochzeit die Person lange genug kennen. Und am besten sowohl im eignen Land als auch des Partners fuer einige Zeit mit dem Partner gemeinsam leben. Denn Menschen verhalten sich im eigenen Land anders als im Ausland.
kueni #12
Member since Sep 2006 · 119 posts · Location: Burgdorf, Schweiz
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@flo
ich kann deinen ausführungen nahezu vollständig zustimmen. bei einer interkulturellen beziehung sollte man es sowieso ein wenig entspannter angehen. klar, das thema heirat drängt sich schnell einmal auf - gezwungenermassen - da so dass zusammenleben viel einfacher ist (für koreaner ist es schwierig ein visum für europa zu erhalten). aus meiner sicht ist eine heirat fürs leben und deshalb sollte diese entscheidung wohlüberdenkt sein. ich finde es schon sehr verfrüht selbst mit einer mitbürgerin (sprich deutsche) nach 2 monaten "kennen" zu heiraten.
ich bin mit meiner koreanischen freundin seit 1,5 jahren zusammen, kennen tu ich sie seit rund 2 jahren. doch ich möchte mindestens 1 jahr mit ihr zusammenleben, bevor das thema heirat konkrete züge annehmen kann. sie denkt genauso. auch wenn das zumindest in korea nicht möglich ist(da es dort unnüblich ist unverheiratet zusammenzuleben).
ich wünsche euch dennoch viel glück und alles gute~~
mit lieben grüssen
kueni
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Soju #13
Member since Jan 2007 · 2277 posts · Location: München
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In reply to post #11
Hallo Flo,

Also so konservativ wie Du beschreibst sind nicht wirklich alle Koreaner!
Denke mal das die Verlobte von Peter auch nicht in dieses Schema passt sonst würde sie bestimmt nicht so schnell heiraten wollen ( können ).
Und am besten sowohl im eignen Land als auch des Partners fuer einige Zeit mit dem Partner gemeinsam leben.
Wer kann sich das den Leisten?

Ich gebe Dir aber vollkommen Recht das 2 Monate wirklich zu kurz sind um sich richtig zu kennen trotzdem wünsche ich Peter und seiner Verlobten vom Herzen alles Gute !!!
This post was edited on 2007-10-24, 00:57 by Soju.
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dergio #14
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Ich glaube nicht, dass es viel aendert, wenn man vorher zusammen wohnt.
Generell sagt man: das erste Jahr Ehe ist Streit, und bei interkultureller Ehe: die ersten zwei Jahre sind Streit
Erwartest du, dass nach dem einen Jahr probieren alle Unterschiede vom Tisch sind? Ich werde nie Koreaner sein und meine Frau wird nie Deutsche sein. Da kann ich mich noch so anstrengen und anpassen, wir haben nun mal unterschiedliche Kulturen. Das ist eine Aufgabe, die man als Ehepaar hat. Und ich glaube, dass auch eine langjaehrige Freundschaft oder ein zeitweises Auspropieren nicht kein Garant ist fuer eine erfolgreiche Ehe. Das ist etwas, woran man sein ganzes Leben arbeiten muss. Einer von euch beiden wird immer als Fremder und Auslaender leben. Darueber sollte man sich auch im Klaren sein.

Ich wuerde aber trotzdem emfehlen, dass man versucht, eine zeitlang in Land des Partners zu leben. Meine Frau hat einige Jahre in Deutschland gelebt, und jetzt habe ich eben meine Zeit, wo ich Korea kennenlerne und ich finde, dass es schon wichtig ist und nicht ersetzbar mit ein paar Urlaubsbesuchen.
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Soju #15
Member since Jan 2007 · 2277 posts · Location: München
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Hallo Dergio,

Da wiedersprichst Du Dir aber!

Ich werde nie Koreaner sein und meine Frau wird nie Deutsche sein.
Da gebe ich Dir 100% recht!

Ich wuerde aber trotzdem emfehlen, dass man versucht, eine zeitlang in Land des Partners zu leben.
Um sich richtig kennenzulernen ist es irrelevant wo man zusammen wohnt!
Nebenbei wer hat die Chance ein oder zwei Jahre mitr dem Partner in beiden Ländern zusammen zu wohnen? Nur wenige wie Du :-)
Die Koreanerinnen dürfen nicht bevor Sie heiraten aus dem Elternhaus raus ...also wie stellst Du Dir das vor ;-)
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