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Wiedervereinigung von Nord und Südkorea...
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aemkei1982 #16
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Antwort auf Beitrag ID 728
Danke für den sehr lesenswerten Artikel!

Auch und vor allem Leute, die sich noch gar nicht mit der Problematik befasst haben, bekommen einen sehr schönen Überblick.
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Martin #17
Benutzertitel: Fighting....
Mitglied seit 12/2005 · 447 Beiträge · Wohnort: München
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Sehr guter Bericht !
Der mich auch in vielen Ansichtspunkten bestätigt!
santoki (Ehemaliges Mitglied) #18
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Dieser Beitrag wurde am 07.03.2006, 16:45 von Unbekannter Benutzer verändert.
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iGEL (Administrator) #19
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Moin!

Danke für den Beitrag, waren einige Fakten drin, die ich noch nicht kannte.

Wie ich schon sagte, sollte Nordkorea kollabieren, denke ich, wird Südkorea die Grenze dicht machen und versuchen, im Norden einen demokratischen Bruderstaat zu errichten. Das sähe trotz Förderung zwar ziemlich egoistisch aus, allerdings könnte man die nordkoreanische Bevölkerung und Wirtschaft dann besser und gefühlvoller an die gleiche Wirtschaftsweise heranführen, als wenn man sofort wiedervereinigt. Dies würde dem Norden wahrscheinlich wirtschaftlich nachthaltig schaden, da viele in den Süden ziehen würden, außerdem kämen die Betriebe mit den südkoreanischen Anforderungen an Qualität und Auflagen wie Umweltschutz und Sicherheit wohl kaum zurecht.

Gruß, Johannes
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aemkei1982 #20
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Hallo,

Für alle die sich für Nordkorea und die Nord-Süd-Problematik interessieren, eine kleine Geschichtsstunde. Sehr interssant.
http://video.google.com/videoplay?docid=378704645710127355…
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iGEL (Administrator) #21
Benutzertitel: 이글
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Moin aemkei1982, schön, dass du mal wieder reinschaust.

Es ist schon ein interessanter Bericht. Allerdings war die Moderation teilweise etwas merkwürdig. So stellt der Moderator es so dar, als hätte Japan eher zufällig Korea eingenommen.
But Koreas unique position in the geography of the region made an attempting target. As the 20th century aproached, Japan invaded the peninsula with the intention of conquering the mainland. Instead, they took Korea.
Das ist meines Wissens gleich mehrfach falsch: Die Japaner haben die Chinesen und Russen zuvor vernichtend geschlagen, um freie Hand für die Kolonialisierung Korea zu haben. Und sie haben keine Invasion Koreas durchgeführt, sondern mit Drohgebärden und mehr oder weniger "sauberer" Diplomatie Korea kolonialisiert. Ich hoffe, sie gehen in anderen Teilen der Doku sauberer, wenn ich es nicht besser weiß.

Gruß, Johannes
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David #22
Mitglied seit 07/2006 · 20 Beiträge
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Sehr interessantes Thema - da möchte ich mich auch einklinken. Ich heiße David, bin 17 und Schüler aus Wien. Ich schreibe gerade eine Fachbereichsarbeit für meine Matura über die Entwicklung Nord- und Südkoreas seit der Unabhängigkeit 1945 und habe mich in diesem Zusammenhang dazu entschlossen, Koreanisch zu lernen (was ich dann nach meiner Matura natürlich auch noch weiter verfolgen werde ^^).

Die Wiedervereinigung ist dabei naütlich eines der zentralen Themen. Hat jemand Literatur dazu? Bisher habe ich nur Bücher über Nordkorea gelesen (Stichwörter: Pierre Rigoulot, Hyok Kang, Yi Son-uk), aber noch nichts über die Wiedervereinigung im speziellen. Muss aber dazu erwähnen, dass die Arbeit erst im Februar fällig ist. Was für mich natürlich toll wäre, wäre noch davor einmal nach Korea zu fliegen - finanziell zwar eine Belastung, aber ich bin fleißig dabei Brieffreundschaften und Kontakte zu pflegen! ;)

Zum eigentlichen Thema: es ist halt ein Dilemma mit der Entwicklungshilfe ... einerseits stützt diese das Redime in Nordkorea, andererseits krepieren die traurigen Existenzen in dem Land nur um so schneller. Das Kim Jong-il nichts von Fairness hält, hat er mittlerweile mehrmals auf dem internationalen Tapet bewießen - ich brauche eine solche Demonstration kein zweites Mal, auch wenn Nordkorea alles daran setzt mit Rakten zu provozieren und zu gefährden. Würden die Zahlungen jedoch eingestellt werden, wäre unklar, ob das Regime dem Druck noch allzu alnge standhalten könnte. Die Frage ist: was dann? Ein liberales, marktwirtschaftliches Nordkorea ist nicht denkbar - die Nordkoreaner haben ja nie erfahren, wie es ist, in Freiheit zu leben.

Gruß

PS: Noch ein interessanter Link: die Heritage Foundation analysiert in ihrem "Index of economic freedom" die wirtschaftliche Lage in Nordkorea: http://www.heritage.org/research/features/index/…?id=Kor…. Für alle, die mit der Materie etwas vertraut sind, dürfte kein überraschendes Ergebnis herauskommen.
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Martin #23
Benutzertitel: Fighting....
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Betreff: Berichterstattung...
Hallo,

Ich bin ganz klar kein Freund der Politik des Nordens aber mir geht die ganze einseitige Berichterstattung über die Raketentests ein wenig auf dem Keks !!!
Natürlich wäre es besser keine Tests zu machen aber was machen die anderen?
Mit Drohgebärden wird man die Problematik bestimmt nicht lösen, wie sich auch im Irak oder im Iran gezeigt hat!
Indien hat Tests gelaufen ...Taiwan letzte Woche ( mit Patriot Raketen ) , Japan baut Raketen auf ...tolle Welt!!!
Auch Nordkorea hat das Recht sich zu verteidigen und was meiner Meinung passiert ist war ein bisschen Muskeln zeigen! Die ganze Sache wird alles in allem ein wenig übertrieben!
@David
Was meinst Du mit Fairness???
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matti17-11 #24
Mitglied seit 05/2006 · 20 Beiträge
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Zitat von Martin:
Auch Nordkorea hat das Recht sich zu verteidigen und was meiner Meinung passiert ist war ein bisschen Muskeln zeigen! Die ganze Sache wird alles in allem ein wenig übertrieben!
@David
Was meinst Du mit Fairness???

Hallo Martin!

Grundsätzlich stimme ich hier schon zu, aber: WAS will Nordkorea denn verteidigen? Seine nicht vorhandene Wirtschaftskraft, seine kaum vorhandenen Rohstoffe oder eher das imaginäre Powerland des Kim Jong-Il?

Ich frag mich was der Mann so im Schilde führt. Seine Bevölkerung verhungert fast und wäre wohl ohne Hilfeleistungen aus dem Ausland (v.a. auch aus Südkorea) wahrscheinlich schon ausgestorben. Er verpulvert das Geld lieber für Aufrüstung. Und warum? Führt irgendjemand im Schilde, Nordkorea anzugreifen? Gibt es tatsächliche Bedrohungen? Doch eher nicht, alle bieten stattdessen Hilfe an. Also vor was hat der Mann Angst? Dass jemand kommt und sagt "Hey du hast keine Ahnung von Politik und Wirtschaft, mach dich mal vom Kessel"!
Alles was er will ist seine Machtposition zu halten (wenn man es als Macht bezeichnen kann, einen Staat wie Nordkorea zu führen) - seine Landsleute und die gesamte weltwirtschaftliche und politische Lage sind dem Typ doch egal (oder er versteht sie einfach nicht).

Eine Wiedervereinigung wird, um mal zum Thema zurückzukommen, wohl nicht stattfinden, bevor der Diktator weg ist. Das ist meine Meinung und auch die vieler Südkoreaner. Ich hab mich mehr als einmal mit Koreaner drüber unterhalten und der Grundtenor ist klar: Keine Wiedervereinigung mit Kim als Führer. Denn ohne einen Wechsel in der Stragie des Regimes kann es auch nicht zu einer Veränderung der Wirtschaft und somit zu steigendem Wohlstand kommen. Resultat wäre, dass der Süden die Versorgung des Nordens (und auch weitere Aspekte wie Infrastrukturaufbau etc) alleine zu schultern hätte. Und wer wöllte das schon?! Außer der Norden vielleicht...

Ich sehe da jedenfalls für die nächsten 1 bis 2 Dekaden kein Potenzial für eine WV - aber wer weiß...
David #25
Mitglied seit 07/2006 · 20 Beiträge
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Was meinst Du mit Fairness???

1985 unterzeichnete Nordkorea den Atomwaffensperrvertrag. 1992 erklärten die beiden koreanischen Staaten die Halbinsel für atomwaffenfrei. Ein Jahr später jedoch verweigerte Nordkorea Beobachtern der IAEO Zutritt zu einem ihrer Reaktoren. Es gab Verhandlungen; im Austausch gegen zwei Leichtwasserreaktoren um die katastrophale Energiekriese zu lösen, versprach Nordkorea Inspektionen zuzulassen und im Atomsperrvertrag zu verweilen. 1998 überflog dann eine koreanische Taepodong-1 Rakete Nordkorea. 2003 traten sie vom Atomwaffensperrvertrag zurück, entgegen des vorher abgeschlossenen Übereinkommens. Danach gaben sie bekannt, über Atomwaffen zu verfügen.

Es sind solche Aktionen, die die Situation auf der koreanischen Halbinsel immer wieder anheizen. Obwohl Südkorea das Regime defacto durch Entwicklungshilfe am Leben hält, kam aus dem Norden noch kein nennenswertes Engagement, sich für eine Wiedervereinigung einzusetzen.
Dieser Beitrag wurde am 22.07.2006, 23:19 von David verändert.
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iGEL (Administrator) #26
Benutzertitel: 이글
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Moin!

Es gibt ja einige, die meinen, dass Nordkorea diese Sachen macht, um wieder einen direkten Kanal nach Washington DC zu bekommen, z. B. den japanischen Aussenminister: http://theseoultimes.com/ST/db/read.php?idx=3727. Würde es zumindest etwas erklären, warum Nordkorea die anderen Länder immer wieder vor den Kopf stößt.

Was mich allerdings dann doch etwas erstaunt, ist die Dreistigkeit, mit der Nordkorea die Waffentests in Südkorea zu verkaufen zu versucht. Sie haben behauptet, die Raketen würden auch Südkorea beschützen und im Gegenzug gefordert, dass Südkorea ihnen Reis und Teile für die leichte Industrie überläßt, dass National Security Law abschafft und die US-Armee nach Hause schickt. Auf die verdrehte Idee muss man erstmal kommen!

Gruß, Johannes
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ralferly #27
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Antwort auf Beitrag #25
Zitat von David am 22.07.2006, 22:21:
1998 überflog dann eine koreanische Taepodong-1 Rakete Nordkorea. 2003 traten sie vom Atomwaffensperrvertrag zurück, entgegen des vorher abgeschlossenen Übereinkommens. Danach gaben sie bekannt, über Atomwaffen zu verfügen.
Hi David, nicht nur Nordkorea, sondern auch unangekündigt Japan- das meintest du wahrscheinlich auch. Du vergaßt das Raketentestsperr- Moratorium, welches Nordkorea als Reaktion auf die Proteste nach seinem Langstreckenreketentest 98 unterzeichnete. An diese Vereinbarung konnte sich das Dickerchen im Norden und seine Helfeshelfer plötzlich nicht mehr erinnern bzw. erklärten sich nicht mehr daran gebunden (wieso auch, sie hatten ja bereits dagegen verstoßen- was gibt's dann noch aufzuschieben).

Zwecks Literaturempfehungen:
  • Luise Rinser: Nordkoreanische Reisetagebuch Das Buch ist ansonsten politisch nicht ernstzunehmen, denn diese Frau redet ihren nordkoreanischen Vorflüsterern nach der Zunge. Wahrscheinlich hat sie sogar einen Sonderorden für die subtile Verbreitung der kiministischen Idee bekommen, aber: Sie bringt die ideen (oder besser Forderungen) Nordkoreas zum Thema einer Wiedervereinigung zu Papier...
  • Hans Maretzki: Kim-ismus in Nordkorea Ist ein recht umfangreiches, nicht immer einfach zu lesen (weil theorie- lastig, setzt sich halt hauptsächlich mit der Staatsdoktrin und deren Umsetzung auseinander), hat aber am Ende ein eigenes Kapitel zur Wiedervereinigung

@Martin:
Nett, aber du verwechselst Defensiv- mit Aggressionspolitik. Indien hat seinen Widersacher Pakistan vorher in Kenntnis gesetzt- Nordkorea musste dies nicht tun. Wenn plötzlich vor Hawaii unangekündigt ein Geschoss ins Meer plumpst, sollte man schon vorher mal Bescheid gesagt haben. Alles andere ist pure Aggro. ;) Und die Raktetentests Taiwans bzw. Verteidigungsbemühungen Japans können NKorea so ziemlich Wurscht sein. Mit Abfangraketen kann man keinen Präventivschlag führen- mit Mittel- und Langstreckenraketen schon. Ein kleiner, aber gewichtiger Unterschied.
Dieser Beitrag wurde am 13.08.2006, 22:59 von ralferly verändert.
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