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Heirat, Formalitäten und mehr...
Wie heirate ich und was wird benötigt???
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Steffen #1
Mitglied seit 08/2006 · 6 Beiträge · Wohnort: Baden-Württemberg
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Betreff: Heirat, Formalitäten und mehr...
Hallo liebe Forenmitglieder,
meine koreanische Freundin und ich (Deutscher) wohnen beide in Deutschland zusammen und möchten gerne hier in Deutschland standesamtlich heiraten.

Da ich mit Bürokratie meine liebe Not habe und ich in der Vergangenheit an vieles sehr naiv rangegangen bin (da ich mich meist mit den Themen nicht auskenne), weiß ich nicht was man wie und wo zu beantragen hat und was man alles z.B. an Dokumenten benötigt um zu heiraten.

Meine Freundin studiert hier in Deutschland, hat jedoch wegen einem gesundheitlichen Problem das Studium unterbrochen.

Wer ist so gut und kann mir auflisten, welche Dokumente ich für eine Heirat brauche, welche Papiere meine Freundin benötigt und wo ich was zu beantragen habe?

Wäre sehr schön hier ein paar Antworten und Hilfestellungen zu bekommen!

Viele Grüße,
Steffen und Mi-Kyeong
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yuki #2
Mitglied seit 11/2005 · 82 Beiträge
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Geht doch auf das Standesamt und fragt direkt was die wollen. Die Heirat kann später bei der Koreanischen Botschaft registriert werden...
derTausH #3
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Hallo Steffen,

Ich bin damals auf das Standesamt gegangen und dort hat man mir ein Formular ausgehändigt auf dem stand was alles benötigt wird. Soweit ich noch weiß brauchte meine Frau eine Geburtsurkunde ( in Korea in Form eines Familienregisters mit deutscher Übersetzung); ein Visum zum Zwecke der Heirat ( meine Frau musste deswegen nochmal zurück nach Korea weil man wohl mit einem Touristenvisum nicht heiraten darf); und einen Ehefähigkeitsnachweis. Da der in Korea nicht zu bekommen war mussten wir beim OLG eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Insgesamt hat es ungefähr 6 Monate gedauert, dann war der Papierkram erledigt. Also alles garnicht so schlimm. Am besten Ihr geht zum Standesamt wie Yuki empfohlen hat. Wenn Du weitere Hilfe brauchst kann ich auch nochmal in meinen Unterlagen nachsehen.
Viel Erfolg
Steffen und Jin Gu
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iGEL (Administrator) #4
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Moin!

Mir steht das auch noch bevor, aber von dem, was mir das Standesamt erzählt hat, kann ich das nur bestätigen: Wenn Ausländer in Deutschland heiraten wollen, brauchen sie ein Ehefähigkeitszeugnis, aber sowas gibt es in Korea nicht. Deshalb muss man eine "Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeitszeugnisses" beim zuständigen Oberlandesgericht beantragen, wofür (im Fall des OLG Schleswig) ein Auszug aus dem koreanischen Familienregister notwendig sein soll. Das musst du dann auf Deutsch übersetzen lassen und von der deutschen Botschaft beglaubigen lassen. Zusätzlich ist zur Berechnung der Gebühren beim OLG noch ein Einkommensnachweis von beiden nötig und zur Heirat der Reisepass meiner Freundin (von einem Visum wurde mir bisher nichts gesagt, hat sie aber noch). Als Dauer wurde mir "im Regelfall sehr schnell, man sollte aber auch 2-3 monatige Bearbeitungszeit einkalkulieren" genannt.

Wenn dir das zu kompliziert ist: Man soll sehr unkompliziert in Dänemark heiraten können, und die Ehe wird problemlos in Deutschland anerkannt. Google wird dir sicher jede Menge (überteuerte) Anbieter für solche Hochzeitsreiseunternehmer ausspücken. ;) Ein Freund will das mit seiner Thai-Freundin im August machen, und wenn es in Deutschland Probleme gibt, werde ich das wohl auch versuchen.

Gruß, Johannes
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dergio (Moderator) #5
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Mitglied seit 01/2006 · 1247 Beiträge · Wohnort: Düsseldorf
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Zitat von iGEL:
...ein Auszug aus dem koreanischen Familienregister notwendig sein soll. Das musst du dann auf Deutsch übersetzen lassen und von der deutschen Botschaft beglaubigen lassen.

Und achte darauf, dass es nicht von irgendjemandem uebersetzt ist, sondern von einem gerichtlich beglaubigten/ermaechtigten Ueberstzer.
Ich glaube, bei uns hatte die Uebersetzung ca. 40 Euro gekostet.
derTausH #6
Mitglied seit 07/2007 · 19 Beiträge
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Antwort auf Beitrag #4
Zitat von iGEL:
der Reisepass meiner Freundin (von einem Visum wurde mir bisher nichts gesagt, hat sie aber noch). Als Dauer wurde mir "im Regelfall sehr schnell, man sollte aber auch 2-3 monatige Bearbeitungszeit einkalkulieren" genannt.

Wenn dir das zu kompliziert ist: Man soll sehr unkompliziert in Dänemark heiraten können, und die Ehe wird problemlos in Deutschland anerkannt.
Gruß, Johannes

Das Visum zum Zwecke der Heirat braucht sie nur wenn sie keinen anderen Aufenthaltstitel in Deutschland hat, sondern ( wie bei uns ) z.B nur als Tourist auf Besuch in Deutschland ist.

Das mit dem unkompliziert in Dänemark heiraten kenn ich etwas anders.
Ein Freund von mir hat seine chinesische Freundin in Dänemark geheiratet,
bekam dann aber Probleme mit der Ausländerbehörde ( die sehen das nämlich garnicht gerne). Die Ehe wurde erstmal nicht anerkannt und das Visum für die Ehefrau nicht verlängert ( so nach dem Motto: weg ist weg ). Nach langem Hin und Her inklusive Rechtsanwalt war die Behörde dann bereit die Ehe anzuerkennen. Mein Freund rät seitdem davon ab in Dänemark zu heiraten und ich möchte es deshalb hier auch tun.

Zur Bearbeitungszeit: vom ersten mal aufs Standesamt bis zum Urteil des OLG hat es ca. 4 Monate gedauert ( das OLG selbst hat ca 2 Monate gebraucht ) und nach 2 weiteren Monaten Hochzeitsvorbereitung haben wir dann geheiratet somit hat es bei uns insgesamt ungefähr 6 Monate gedauert , das lässt sich aber sicherlich auch beschleunigen ( wir hatten zum Beispiel nicht gleich alle Papiere vollständig )
Gruß Steffen
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iGEL (Administrator) #7
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Moin!

Hmm, wann war denn das? Er hat mir gerade das hier geschrieben:
ka was die gemacht haben, laut abkommen zwischen dänemark und deutschland wird es anerkannt

die frau vom standesamt deutschland sagte ich solle am freitag danach noch vorbeikommen, damit die ehe auch hier eingetragen wird und der herr von der ausländerbehörde sagte, ich solle mit den dänischen paperen vorbeikommen, damit wir gleich ein familienvisum draus machen können

Hoffe natürlich für ihn, dass es da keinen Stress gibt :)

Gruß, Johannes
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derTausH #8
Mitglied seit 07/2007 · 19 Beiträge
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Hallo Johannes,

ist schon 3-4 Jahre her, das Abkommen gab es damals auch schon ( soweit ich weiß ), es kommt aber auch immer auf die Ausländerbehörde und den jeweiligen Sachbearbeiter an. Wenn dein Freund das alles schon mit der Ausländerbehörde abgesprochen hat und die grünes Licht gegeben haben dann wird es auch keinen Stress geben.

Gruß Steffen
Holger (Gast) #9
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Moin, moin,

anbei meine/unsere Erfahrungen zur standesamtlichen Hochzeit:

1. Besuch beim Standesamt. Dort erhaelt man einen Zettel mit den Unterlagen, die beizubrinden sind. Wichtig: Die Unterlagen duerfen nicht aelter als 6 Monate sein.
2. Die Eltern Deiner Verlobten besorgen einen Auszug aus dem Familienregister. Dieses wird von einem geprueften Uebersetzer ins Deutsche uebersetzt. Danach bestaetigt die deutsche Botschaft die Richtigkeit dieser Uebersetzung.
Zusendung der Formulare nach Deutschland.
3. Du bringst die erforderlichen Dokumente bei.
4. Alle Dokumente rechti Ihr beim Standesamt ein.
5. Die Dokumente werden an das OLG gesendet, um eine Ausnahme von der Beibringung dfes Ehefaehigkeitszeugnisses zu erhalten. Dieses kann einige Monate dauern. Nach der genannten Zeit haben wir beim OLG angerufen.
6. Wenn das OLG alles bestaetigt hat. Erhaltet Ihr einen Termin beim Stadesbeamten, um das Aufgebot zu bestellen, Klaerung der Familiennamen, Tag der Hochzeit, etc.
7. Jetzt kannst Du die Koordination der Hochzeit Tag, Einladung, etc. durchfuehren
8. Am schoensten aller Tage: Vor der Hochzeit werdet Ihr zum Standesbeantem gerufen und dort muss deine Verlobte noch bestaetigen, dass alle angaben richtig sind und Sie ggf. bei Unwahrheit des Landes verwiesen werden kann! Merke: zuerst hat die Botschaft die richtigkeit bestaetigt, dann das OLG!
9. Euch viel Spass!

Das ganze hat bei uns ca. 6-8 Monate gedauert. Meine Frau war Studentin und hatte ein Visum.

Zum Familiennamen noch eine Frage an die verheirateten unter euch: Welchen Namen traegt eure Frau? Habt Ihr schon mal daran gedacht nur einen Namen zu haben?

Gruss, Holger
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matti17-11 #10
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Antwort auf Beitrag #4
Zitat von iGEL am 10.07.2007, 03:30:
Moin!

Mir steht das auch noch bevor

Hallo Johannes!
Wie jetzt? Haste in Korea jemanden kennengelernt den du (bzw. die du natürlich) so schnell ehelichen willst? Bist du eigentlich noch beim Praktikum oder schon wieder zurück?

LG Matti
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dergio (Moderator) #11
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Mitglied seit 01/2006 · 1247 Beiträge · Wohnort: Düsseldorf
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Antwort auf Beitrag #9
Zitat von Holger:
Zum Familiennamen noch eine Frage an die verheirateten unter euch: Welchen Namen traegt eure Frau? Habt Ihr schon mal daran gedacht nur einen Namen zu haben?


Nach koreanischem Recht ist es nicht moeglich durch die Heirat den Familiennamen zu aendern. Und es waere doch verwirrend, wenn meine Frau in Deutschland einen anderen Nachnamen hat als in Korea. So hat sie ihren behalten und ich habe meinen behalten.
Das war fuer mich auch nichts Ungewoehnliches, da man es in Italien (bin Halbitaliener) auch so macht.

Aber die Frau kann sich einen Vermerk in den Pass machen. Dort steht dann  "Ehefrau von YY."
Soju1 (Gast) #12
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In Deutschland dagegen ist alle moeglich :-)
Aus Erfahrung empfehle ich den Doppelnamen, dabei verliert keiner seine Identitaet !
Steffen #13
Mitglied seit 08/2006 · 6 Beiträge · Wohnort: Baden-Württemberg
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Betreff: Deutsche Übersetzung erneut?
Hallo Leute,
herzlichen Dank für die vielen Antworten und Tipps, die mir sehr geholfen haben.

Meine Freundin und ich waren nun auf dem Standesamt und dort haben wir das Blatt der "Vorzulegenden Unterlagen" bekommen.

Was mich jetzt noch irritiert:

Die Mutter meiner Freundin hat in Seoul beim "Notary Public Office", also bei einem Notar die Dokumente übersetzen lassen.
Nun sagt das Standesamt, daß man bei einem deutschen, staatlich anerkannten Übersetzer die Dokumente erneut übersetzen lassen muß, da das Oberlandesgericht eine im Ausland erstellte Übersetzung nicht akzeptiert.

Kann das sein? Ich möchte nicht für eine weitere Übersetzung die man evtl. gar nicht benötigt unnötig Geld ausgeben...

Viele Grüße,
Steffen und Mi-Kyeong
micnaumann #14
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Ich befuerchte dass was dein Standesamt sagt ist Gesetz. Egal ob es bei einem anderem Standesamt genauso gilt. Versuch nicht mit dem Standesbeamten zu streiten. Mach einfach was sie sagen. Auch wenn es zu Anfang wie Mehrarbeit aussieht. Im Nachhinein ersparst du dir eine Menge Stress und Aerger und auch viel Geld.

Das ist meine Erfahrung mit den deutschen Behoerden.
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iGEL (Administrator) #15
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Antwort auf Beitrag #10
Moin!

Zitat von matti17-11 am 15.07.2007, 12:14:
Hallo Johannes!
Wie jetzt? Haste in Korea jemanden kennengelernt den du (bzw. die du natürlich) so schnell ehelichen willst? Bist du eigentlich noch beim Praktikum oder schon wieder zurück?

So schnell ging es nicht, ich hab sie schon in Deutschland kennengelernt. War aber trotzdem schnell. ^^ Gefeiert haben wir schon, amtlich kommt jetzt eben bald. Und zurück bin ich seit gestern. ;)

Gruß, Johannes
PS: Wir behalten auch beide unsere Familiennamen.
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