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Hwang Woo-suk - doch nur ein Scharlatan ! / ?
Koreanische Forschung neuer Technologien steht vor ihrem Scheiterhaufen...
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ralferly #1
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Betreff: Hwang Woo-suk - doch nur ein Scharlatan ! / ?
Einstiger Popstar der Embryonalforschung und der Vorzeigeliebling der Koreaner im Wissenschaftliche wie auch öffentlichen Bereich, Hwang Woo-suk, hat nun, nachdem schon seit mehr als einem Monat an dessen Forschungspraktiken zugeben müssen, dass fast alle seiner bahnbrechenden Ergebnisse nichts als Schwindel waren.
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/13/0,3672,3255437,00.h…
Für ihn bedeutet dies den Verlust seines Doktortitels (nach dem er schon zuvor wegen der sog. Eizellensendenaffaire sich all seiner öffentlichen Ämter entledigen musste), für Korea bedeutet es natürlich imensen Schaden am Ruf der jungen Forschungs- und Wirtschaftsnation...
Was meint ihr?

Ralf

PS: Ich hoffe, das es OK ist, den Link zu posten. Hier gibt es eine "Chronologie" der Ereignisse rund um den Fall Hwang:
http://www.embkorea.de/viewtopic.php?p=1267#1267
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iGEL (Administrator) #2
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Moin!

Warten wir mal ab, bis sich der Staub etwas gelegt hat. Natürlich hat er sowohl der Glaubwürdigkeit der koreanischen Forschung als auch der Stammzellenforschung deutlich geschadet, aber hoffendlich lernt man daraus und unterzieht solche Ergebnisse vorher einer Kontrolle, bevor man ihn zum Top-Wissenschaftler auszeichnet. Ich kann mir vorstellen, dass er erst unter dem Druck der Öffentlichkeit, dem Bild des Superforschers gerecht zu werden, Forschungergebnisse gefälscht hat.

Zitat von ralferly:
Ich hoffe, das es OK ist, den Link zu posten.
Klar.

Johannes
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dajong (Gast) #3
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Antwort auf Beitrag #1
Betreff: Hwang Woo-Suk
Ich habe auch gerade mal etwas eingehender die Berichte zu diesem Thema gelesen und finde es einfach nur erschütternd. Natürlich muss man noch abwarten, ob sich die Vorwürfe tatsächlich erhärten aber momentan sieht ja wirklich alles danach aus. Und er ist übrigens nicht von seinem Doktortitel zurückgetreten, sondern von seiner Professur! Und damit nach meiner Einschätzung in Korea wirklich ein gefallener Mann. Wobei er ja sehr viel Unterstützung unter seinen Landsleuten findet... ein kontrovers dikutierter Beitrag findet sich übrigens im englischen Wikipedia unter Hwang Woo-Suk (heute auch gleich über die Startseite zu finden)... Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Entwicklungen!
ralferly #4
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So wie ich das verstanden habe, steht das Ergebnis doch schon fest, zumindest bis zu dem Punkt, dass der Science- Artikel vorsätzlich gefälscht wurde- und das mit Wissen Hwangs.
Ferner ist da Hwangs Emtschuldigung und quasi- Geständnis als Reaktion auf die Ermittlungsergebnisse der Seoul- Universität, nichts mehr von dem schwarzen- Peter- Spiel der letzten Tage.

Falls Korea Glück hat, geht die Forschung weiter, in Zukunft aber wohl ohne Hwang.

Zur Mutmaßung, er hätte alles nur unter Druck getan: Der Streitapfel ist ja eben der wissenschaftliche Text, der ihm Erfolg und den Durchbruch bescherte. Davor gab es mit Sicherheit kaum gesellschaftlichen Druck oder Erwartungen, die zu erfüllen waren. Zu dem Zeitpunkt wussten die wenigsten Menschen in Korea, was eine Eizellenspende ist (siehe vorhergehenden Skandal :D). ;)

Den Doktortitel (=akad. Grad) darf er auf jedem Fall behalten, es sei denn es kommt heraus, dass er auch diesen sich erschwindelt hat. :D
Die Professur (=Arbeitsverhältnis) ist er allerdings los, sobald die Uni seinen Rücktritt annimmt. Und das sollte sie besser möglichst bald tun.
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Youn Ju #5
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Betreff: naja..
Ich würde auch erst abwarten...Ich bin ziemlich sicher, dass viele Sachen dahinter stecken ( Politik usw.)


Ich hab  ganz viele Artikel über dieses Thema gelesen.

Je mehr Artikel Ich lese, desto mehr verliere ich den Überblick, was da alles passiert.

Ich hab gerade gelesen, dass der Hund auf jeden Fall geklont wurde.

Natürlich hat der Hwang die Verantwortung, und es ist schon schlimm, dass er gefälscht hat,  aber ich glaube, dass er immer noch ein guter Forscher ist, und dass er das grösten Opfer ist. :-(
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iGEL (Administrator) #6
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Moin!

Das mit dem Hund hab ich auch gelesen, aber heute schreiben die Medien, dass auch Snuppy nochmal überprüft werden soll. Hwang soll auch nie menschliche Stammzellen geklont haben, wie er behauptet hat. Aber ich will wirklich keine vorschnellen Schlüsse ziehen, aktuell ist ja nur sicher, dass es ein riesen Skandal ist und dass sonst kaum etwas sicher ist.

Johannes
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ralferly #7
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Die erneute Überprüfung ist noch nicht geschehen, das zitierte Ergebnis war scheinbar noch aus der Zeit, als der Breicht über das erfolgreiche Klonen eine unabhängige Expertenmeinung brauchte. Die Universität Seoul hat sich noch gart nicht um den Hund gekümmert.

Korea's cloned canine--a shaggy dog story?

"Our testing indicates Snuppy is a cloned dog," said Lee Seung-jae, the chief executive of DNA testing lab Humanpass.

Lee said by telephone that Hwang had approached the lab in late November to conduct tests on Snuppy. The lab is not a part of the investigation into Hwang's work being conducted by the Seoul National University panel.

Nach dem Bekanntwerden von den Zahlungen von 30.000 USD an einen ehem. Mitarbeiter als Schweigeentschädigung" (wie soll man solch ein Verhalten sonst benennen) durch zwei Professoren der Seoul- Uni im Auftrag Hwangs ist durchaus vorstellbar, dass auch im "Fall Snoopy" noch einige böse Überraschungen bevorstehen.

Was Hwang betrifft: Ich hoffe für Korea und den Rest der Wissenschaft, dass er nie wieder vor einer Petri- Schale stehen wird. Seine Arbeitsmethoden und seine Integrität kann man vergeblich mit der Lupe suchen. Intransparenz ist der größte Feind der sog. neuen Technologien, die durchaus nicht immer ethisch unfragwürdig sind. Und Hwang hat bewiesen, dass er weder wissenchaflich noch glaubwürdig arbeitet.
Daran würden auch die Tatsache nichts ändern, dass der Hund "echt" wäre und sich och noch einige wirklich terapeutisch geklonte Stammzellen finden würden...

Das reicht, um ihm sämtliche Pipetten aus der Hand zu nehmen und ihn in ein winziges Tierheim in der Provinz zu versetzen... :D
co #8
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Offenbar gibts fuer Hwang doch noch einen Weg zurueck in die Stammzellenforschung.
Die Fa. Clonaid hat ihm auf ihrer Homepage ein oeffentliches Job-Angebot gemacht:
http://science.orf.at/science/news/143263
http://www.clonaid.com/news.php

gruss
co
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iGEL (Administrator) #9
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Moin!

Tja, wenn er das annimmt, ist er wirklich nicht mehr zu retten.

Gruß, Johannes
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iGEL (Administrator) #10
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Moin!

Die Sache wird nicht weniger skuriel. In Seoul hat sich ein 51 jähriger Lastwagenfahrer selbst verbrannt, um gegen die Ermittlungen gegen Hwang zu protestieren. Zuvor hatte er Flugblätter verteilt, in denen er Hwang dazu aufrief, seine Forschungen fortzusetzen. :huh:

http://www.n24.de/boulevard/wissen-und-technik/index.php/n…

Gruß, Johannes
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Martin #11
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Dass ist leider verletzter Nationalstolz !
Viele Koreaner können einfach nicht warhaben dass Ihr ehemaliger Nationalheld "Hwang Woo Suk" vieleicht ein guter Forscher ist aber letztendlich nicht der grosse Revoluzzer und Held!!!
Von Freunden habe ich auch schon von PRO "Hwang Woo Suk" Demonstrationen und Lichterketten in Korea gehoert :-( Für mich unverständlich!
Vieleicht sollte man in Zukunft ein bisschen Vorsichtiger sein bevor man jemanden so hochjubelt!
co #12
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Andererseits sieht man daran aber auch, dass Forschung in Korea offenbar einen ziemlich hohen Stellenwert hat.
Sonst wuerden sich die Leute wohl nicht so stark mit ihm identifizieren koennen.
Das ist schon auch ziemlich cool!

gruss
co
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