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Koreanisches Barbeque, Beilagen sind das große Rätsel
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flicflac #1
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Subject: Koreanisches Barbeque, Beilagen sind das große Rätsel
Hallo

Ich war bereits mehrmals für 2-3 Wochen in Korea. Was mich da immer begeistert hat, waren die Indoor-Grill-Restaurants. Nun habe ich vor, meine Freunde mit einem Grillabend im koreanischen Stil zu überraschen. Naja, ein bisschen eingedeutscht wird es aus Mangel an Zutaten schon werden, aber mit echten koreanischen Stäbchen. :-D Allein das Fleisch könnte ein Problem werden. Momentan schwebt mir "Chuck flap" vor, kommt dem koreanischen Rindfleisch wohl am nächsten. Kimchi hab ich selber gemacht, für die Blätter zum einwickeln finde ich schon was. Reis ist kein Problem, und Algenblätter habe ich zur genüge letzten Dezember mitgebracht.
Mein großes Problem ist der Inhalt der kleinen Schälchen mit den "lecker Soßen" zum Dippen. Ich finde echt kein Rezept was man dafür nimmt und wie man sie macht. Die sind aber "das Salz in der Suppe"! Ich habe mir schon zwei koreanische Kochbücher zugelegt, aber man findet nur Bibimbab und Co.
Kann mir dazu jemand kurzfristig weiterhelfen?
Als Grill kommt notgedrungen der Gourmetmaxx mit koreanischer Auflage zum Einsatz. Ich bin im Dezember durch mehrere Supermärkte und durch Lotte-World gestapft, aber keinen originalen (Gas)grill gefunden.
Ich hoffe, dass es dieses Jahr im August/September trotz Corona wieder klappt das ich nach Korea fliegen kann. Jedes Jahr machen wir (Kollege und ich) 1-2 Tage auf privat um neben der Arbeit auch etwas vom Land zu sehen. Dieses Jahr wollten wir eigentlich bei Busan/Ulsan bleiben (Arbeiten da in der Nähe). Kann man eigentlich diese riesige Werft in Ulsan besichtigen?  Wenn nicht, Seoul ist groß genug.  ;-)
Bleibt die Frage nach den Rezepten der Soßen??

Gruß Holger

Ich hoffe das passt vom Thema in diese Kategorie.
Flo-ohne-h (Moderator) #2
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Quote by flicflac:
Mein großes Problem ist der Inhalt der kleinen Schälchen mit den "lecker Soßen" zum Dippen. Ich finde echt kein Rezept was man dafür nimmt und wie man sie macht. Die sind aber "das Salz in der Suppe"! Ich habe mir schon zwei koreanische Kochbücher zugelegt, aber man findet nur Bibimbab und Co.

Diese Soßen und Beilagen sind als Minimalausstattung:
1. fermentierte Sojapaste/Doenjang (https://www.bonappetit.com/test-kitchen/ingredients/articl…)
2. Chilipaste/Gochuchang (https://www.insiderasia.de/Koreanische-Chilipaste.html)
3. Ssamjang (i.W. eine Mischung aus 1 und 2, https://www.amazon.de/Koreanische-gew%C3%BCrzte-Sojabohnen…)
4. Sesamöl mit Salz
5. Pilze (Shiitake, großer Austernpilz (keine Ahnung ob das der richtige Name ist)
6. roher Knoblauch

je besser das Restaurant, desto mehr verschiedene hausgemachte Beilagen gibt es.

Das beliebteste Fleisch zum Grillen ist das Samgyeobsal - Bauchfleisch. Mir sind Yeongnyeomgalbi - marinierte Rippchen mit viel Fleisch, die wie ein zerschnittenes Handtuch aussehen - vom Rind  am liebsten.

Den Gasbrenner braucht noch spezielle Gaskartuschen, die man in K überall bekommt (aber definitiv nicht mit ins Flugzeug nehmen sollte!!). In D gibts die auch. https://www.amazon.de/NASS-GK0-Tusker-Tools-Transportabler… kommt dem üblichen kor. Gasgrill sehr nahe. Den passenden Aufsatz hast Du ja schon. Ansonsten nach Korean BBQ suchen.

Hinweis: ich habe keinerlei geschäftliche Beziehung mit den o.g. Firmen. Ich habe nur nach den entsprechenden Dingen gegooglet, damit Du eine Vorstellung hast, wie das Zeug aussieht (und wie viel es kostet).
flicflac #3
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@flo

Vielen Dank für die schnelle Antwort  :-)
So komme ich der Sache schon näher. Immer gut wenn jemand weiß wie die Dinge heißen. Die Soßen sind meines Wissens leicht flüssig/cremig. Bei Paste stell ich mir eher eine festere Konsistenz vor. Werden die noch irgendwie mit Wasser/Öl "verflüssigt"?
Sesamöl mit Meersalz hatte ich schon mal probiert (war das Einzige was eindeutig erkennbar war), aber es schmeckte absolut eklig. Vermute falsches Öl.
Bauchfleisch (Schwein) finde ich nicht so lecker, obwohl man in Korea echt drauf steht. Bevorzuge mehr die Rindfleisch-Variante. Allerdings verwendet man in Korea wohl Fleisch von Rindern welche in Deutschland weniger heimisch sind. Mehr war aus unseren koreanischen Betreuern/Übersetzern nicht raus zu bekommen. Ich habe hier in der Fleischtheke noch nix gesehen, was dem super marmorierten Fleisch in Korea nahe kam.
Die drei Pasten werde ich gleich noch bestellen. Den Gasgrill hatte ich auch schon im Auge. Ein Grill mit Holzkohle ist vielleicht etwas wenig um 10+ Mäuler zügig satt zu bekommen. Cass oder Hite ist leider momentan nicht so einfach zu bekommen, Soju hab ich noch 4 Flaschen.

Gruß Holger
Flo-ohne-h (Moderator) #4
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Quote by flicflac:
Bei Paste stell ich mir eher eine festere Konsistenz vor. Werden die noch irgendwie mit Wasser/Öl "verflüssigt"?

nein, die sind schon recht flüssig

Quote by flicflac:
Sesamöl mit Meersalz hatte ich schon mal probiert (war das Einzige was eindeutig erkennbar war), aber es schmeckte absolut eklig. Vermute falsches Öl.

vermute ich auch. Normalerweise schmeckt das lecker.

Quote by flicflac:
Allerdings verwendet man in Korea wohl Fleisch von Rindern welche in Deutschland weniger heimisch sind. Mehr war aus unseren koreanischen Betreuern/Übersetzern nicht raus zu bekommen. Ich habe hier in der Fleischtheke noch nix gesehen, was dem super marmorierten Fleisch in Korea nahe kam.

Rindfleisch in D (und eigentlich allen westlichen Ländern) wird auf mager gezüchtet. Korea und Japan wollen eher die fetten Varianten.
flicflac #5
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@floh

So, die Pasten sind da, der Gasgrill als Alternative zum vorhandenen Holzkohle-Tischgrill unterwegs.
Halbwegs passendes (erschwingliches) Rindfleisch habe ich bei einem befreundeten Fleischer in Auftrag gegeben.
Hast du noch einen Tipp welches "schmackhafte" Sesamöl ich besorgen könnte?

Gruß Holger
사 범 필 립 #6
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Es gibt sehr viele Hersteller von Sesamölen. Selbst auf dem deutschen Markt. Im koreanischen Haushalt wird häufig das Ottogi Sesamöl (오뚜기 참기금) verwendet. Das würde ich empfehlen. Leider ist es hier etwas teuer (bei Amazon 500 ml etwa 20€)
Flo-ohne-h (Moderator) #7
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In reply to post #5
Quote by flicflac:
Hast du noch einen Tipp welches "schmackhafte" Sesamöl ich besorgen könnte?

Die Sesamöle ab mittlerer Qualität unterscheiden sich nicht so sehr, insbesondere wenn es um . Wenn ich mich richtig erinnere kostet Sesamöl in Korea ca. 7000 Won für 500 ml. Ich habe etwas rumgeschaut und Alnatura Bio Sesamöl nativ, 250 ml bei Amazon gefunden für 3,95€. Das sollte sich nicht so sehr vom kor. unterscheiden. Alnatura gibt's eigentlich in größeren Supermärkten.

Noch als Hinweis: koreanischer Knoblauch ist deutlich milder als deutscher und während man in Korea ohne Problem mit einer Knoblauchfahne herumlaufen kann ohne schief angeschaut zu werden, sollte man das in D sein lassen. Deshalb wird's etwas schwierig, diesen Teil des Feelings rüberzubringen.

Ich bin ja großer Knoblauchfan und nach 9 von den typischen Schüsseln Knoblauch (etwas kleiner als ein normaler Restaurantaschenbecher) an einem Abend, die ich teils gebraten in Ssamjang gedippt verspeist habe, hat sich meine Frau deutlich beschwert und sie ist in Sachen Knoblauchkonsum auch ziemlich gut dabei.
flicflac #8
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@사 범 필 립
Ja, für einige Importe muss man hier echt löhnen.  Aber ich kann nicht alle Eventualitäten aus Korea mitbringen.

@flo & 사 범 필 립
Sesamöl hab ich jetzt was nicht so penetrantes, ich glaub das letzte Zeug war ranzig.
Jaja, die Knoblauch-Orgien. Neun Schälchen haben wir zwar nicht geschafft, aber nach der 4. Nachfüllung konnte ich mich am nächsten Tag selbst nicht leiden. Ich versuche es mal mit frischem Knoblauch, der hinterlässt nicht so nachhaltige Spuren  :-D
Ansonsten habe ich fast alles zusammen. Blöd das hier in NRW morgen Feiertag ist.
Muss mir noch was eingedeutschtes für den Salat einfallen lassen. Habe zwar mehrfach nachgefragt was manche Sachen sind, aber unsere Betreuer/Dolmetscher sind in der Richtung super bewandert. Denen brennt wahrscheinlich auch Wasser an! Da war immer so ein leckerer Salat dabei, hätte ich mich reinsetzen können. Finde aber kein Bild.

So, melde mich bestimmt nochmal.

@사 범 필 립
Koreanische Schriftzeichen lässt mich vermuten dass du in Korea lebst.
Wie ist da die Lage momentan was Covid19 und Einschränkungen angeht, genauer Hotels und Restaurantbesuche?
 Maskenpflicht wie hier in D oder schon etwas lockerer? Unsere "Koreaner" scharren mit den Füßen und rechnen damit, dass wir im August/September kommen. Kann man sich dann ggf. frei und ohne Maske bewegen? Werden uns in Gyeongju und zwischen Ulsan/Busan aufhalten. Seoul selbstverständlich auch, immer einen Tag privat :-)

Gruß Holger
사 범 필 립 #9
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Aufgrund meiner Doktorarbeit bin ich seit längerer Zeit (der Arbeit bedingt) wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Meine Partnerin ist Koreanerin, weswegen ich dennoch etwas über die Covid-19 Lage in Korea informiert bin.
In Korea gab es nie einen Lockdown bzw. nur wenige Restriktionen (Verbot von Großveranstaltungen, späterer Schulbeginn nach den Ferien wie auch teilweise Schulschließungen etc.). Hotels und Restaurants mussten nie schließen (bis auf diejenigen in der "Katastrophen-Region" wie Daegu). Eine Maskenpflicht gab es per se auch nie, da der Großteil sie auch freiwillig aufgezogen hat. Allerdings wird mittlerweile in den Öffis (besonders in der U-Bahn) verstärkt darauf hingewiesen, diese doch anzuziehen. Solltest du Plakate mit einer Aufschrift wie "마스크 착용 꼭" sehen, dann solltest du lieber in diesem Bereich eine Maske tragen, um allein schon nicht blöd angeguckt zu werden.

Prinzipiell denke ich, wird es kein Problem sein, im August/September nach Korea einzureisen. Wichtig dabei ist allerdings die Dauer der Reise, da bis dahin, denke ich, eine 14-tägige Quarantäne beibehalten wird. Ebenfalls ist anzumerken, dass das 90-tägige visumsfreie Einreisen zurzeit noch nicht möglich ist.
flicflac #10
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Allen nochmal besten Dank für die Infos.
Leider musste ich das Ganze wegen Wetter und einem weiteren Problem nochmal aufschieben.
Irgendwann wird's schon.

Gruß Holger
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