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Auswandern nach Südkorea
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Flo-ohne-h (Moderator) #16
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In reply to post ID 66389
Quote by Martha D. on 2020-11-28, 21:28:
Was Du über die österreichische Chinesin bzw. chinesischstämmige Österreicherin (puh, diese Welt ist so kompliziert!  :-D ) geschrieben hast, finde ich sehr interessant. Bisher hatte ich bei den Chinesen in Österreich, zumindest bei jenen, die meine häufig besuchten Lokale betreiben, den Eindruck, dass sie sehr unnahbar sind. Sie sind zwar sehr freundlich und höflich, aber auf nähere Gespräche sind sie nicht eingegangen. Ein Schulfreund meiner Tochter war der Sohn von Chinarestaurantbetreiber. Ich habe es nie geschafft, mit ihnen ein Gespräch über den Schulalltag oder andere "harmlose", nichtpolitische Themen zu führen. Bei den gemeinschaftlichen Elternabenden ist mir aufgefallen, dass sie auch mit anderen Eltern nicht mehr als nötig gesprochen haben und so war ich in der Hinsicht "beruhigt", dass es wohl nicht an meinem Mann, meiner Tochter oder mir gelegen ist. Der Sohn war auch ein paar Mal zu Besuch bei meiner Tochter, aber auch wenn er gebracht oder abgeholt wurde, ergab sich nix über die Höflichkeit hinaus. Meine Tochter hat irgendwann mal beklagt, dass er nicht mir ihr "gehen will", dann kam er auch nicht mehr zu Besuch. Ich wollte sie nicht ausfragen und von selbst wollte sie es nie mehr besprechen, also weiß ich da nichts näheres. :-D  Wir bekamen oft kostenlose Nachspeisen und anderes Essen in ihrem Restaurant. Wenn ich beim Schreiben der jetzigen Zeilen so zurückdenke, hoffe ich, dass meine Gesprächsversuche oder gar die Versuche meiner Tochter (wie ich sie kenne, hat sie wahrscheinlich um das "Gehen wollen" gefragt) von ihnen nicht als Wunsch nach billigerem Essen gewertet wurden!  :-(

Meine Erfahrung ist, daß wenn man versucht mit Japanern, Koreanern und Chinesen - in meinem Fall privat und beruflich (d.h. auf wissenschaftlicher Ebene) - zusammenzukommen, beruflich oberflächlich kein Problem hat, v.a. nicht bei Japanern und mit Einschränkungen auch bei Koreanern. Privat ist es ganz anders. Da stößt man auf eine Mauer der Privatheit und der höflichen Zurückweisung.

Meine Erfahrung war, daß sobald meine chin. Freundin (mittlerweile Frau) in mein Leben getreten ist, die chin. Kollegen während meiner Postdoczeit in Belgien von mich ignorieren auf komplett einbinden umgeschaltet haben. D.h. Händchenhalten mit einer Chinesin, die sie damals noch überhaupt nicht kannten, sondern von der ich nur etwas erzählt habe, war die "Eintrittskarte" in deren soziale Gruppe.

In Korea wurde ich dann sofort und ohne irgendwelche Umschweife von meinen Kollegen in deren soziales Umfeld eingeführt. Allerdings habe ich auch nach Jahren dort nur die Geliebten einiger meiner Kollegen kennengelernt, nicht jedoch deren Ehefrauen. Selbiges ist mir auch in Japan passiert (allerdings ohne Geliebte).

Meine Tochter hat absolut gar nichts mehr mit Tunesien zu tun, sie hat viel vom Aussehen meines Mannes geerbt. Aber trotzdem wurde/wird sie mit meiner genetischen Herkunft häufig konfrontiert, weil ich von Tunesien adoptiert worden bin.

Das tut mir leid das zu lesen. Meine Mädels sehen leicht asiatisch aus, d.h. sie fallen in D und CN auf. Wenn man um Sommerferienbeginn/-ende oder um die Feiertage an Flughäfen in der Nähe von Fliegern zwischen Asien und der westl. Welt herumguckt, sieht man eine Menge solcher gemischter Kinder, zu über 80% mit asiat. Mutter. In der Kleinstadt bei meinen Eltern wurde noch nie etwas negatives gesagt. Die beiden haben dort Freundinnen und es gibt aus meiner Sicht keinen Unterschied zu einer "normalen" Familie, die für einige Zeit die Großeltern besucht. Wegen Corona war ich natürlich Stadtgespräch, weil allgemein bekannt ist, daß ich in CN lebe und die Lokalpresse hat 2 Zeitungsartikel nach Interviews mit mir veröffentlicht.

Als einziges war, daß meine Frau etwas beleidigt war, daß sie im Kaufhaus beim Klamottenkauf in die Kinderabteilung geschickt wurde, weil alle Damenartikel nicht gepaßt haben. Dafür habe ich in CN das Problem, daß ich T-Shirts in 5XL brauche (und nicht XL wie in D) und außer Unterwäsche mir sonst nichts von der Stange paßt.

Übrigens, das könnte auch ein Problem für Dich sein. Herrenschuhe in KR werden normalerweise maximal bis Größe 42 verkauft, bei Damenschuhen bin ich mir nicht sicher. Auch ansonsten sind die Klamotten eher auf gertenschlanke Figuren ausgerichtet, die die wenigsten Nichtasiatinnen haben. Ich glaube es klang hier schon anderswo an, daß frau auf keinen Fall mehr als 50 kg wiegen soll, ansonsten gilt frau als nicht heiratbar. Das gilt für Ajummas natürlich nicht mehr, aber deren Kleidungsstil ist etwas eigenwillig.
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