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Komplizierte Liebe nicht erlaubt durch konservative koreanische Eltern
Crazy poor Korean
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koreanmovielover #1
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Subject: Komplizierte Liebe nicht erlaubt durch konservative koreanische Eltern
Ein guter Bekannter ist Koreaner und hat superkonservative Eltern.
Er hat sich in eine Frau verliebt, die unverheiratet ist und ein Kind hat.

Sowas ist in Korea ein Todesurteil.
Patchwork-Family gibt es nicht, wird nicht akzeptiert.

Was kann man tun?
Er möchte die Liebe nicht aufgeben.

Noch wohnen sie in getrennten Wohnungen.
Wird erstmal so bleiben, da sie natürlich erstmal nicht heiraten.

Wer kann hier helfen oder gute Ratschläge geben?
Ich erlebe und kenne die Situationen von Asiaten/Koreanern, die oft in dieser "Falle" sind.
Gerade bei deutschen Frauen, die über 30 sind, wird es immer schwieriger,
eine Jungfrau bzw. überhaupt eine Frau zu finden, die KEIN Kind hat.

Meistens verlässt der Koreaner/Asiate aus Angst vor den Eltern (und auch Respekt) die Frau.
Ansonsten wird der Koreaner stark bearbeitet, manipuliert ....Stichwort Psychoterror.
Das ist natürlich echt besch....für das Paar.
Und vor allem, wenn es sich um wahre Liebe handelt....sollte man echt eine andere Lösung finden.

Wie steht ihr dazu?
In Deutschland gibt es ja so ein Fall leider nicht, wo letztendlich das Paar "gesiegt" hat.

Wir leben in 2019 und wenn man sich so etwas vorstellt....mag man es kaum glauben.
Der Mensch zählt nicht. Kultur und Ansehen sind wichtiger für die Eltern.
Flo-ohne-h (Moderator) #2
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Quote by koreanmovielover:
Ein guter Bekannter ist Koreaner und hat superkonservative Eltern.
Er hat sich in eine Frau verliebt, die unverheiratet ist und ein Kind hat.

Was kann man tun?
Er möchte die Liebe nicht aufgeben.

Kurz gesagt. Er muß sich zwischen Familie und Frau entscheiden.

Quote by koreanmovielover:
eine Jungfrau bzw. überhaupt eine Frau zu finden, die KEIN Kind hat.

Da statistisch die meisten Mädchen in D eine sexuelle Erfahrungen mit 18 haben, ist es eher unwahrscheinlich eine erwachsene Jungfrau zu finden.

Grundsätzlich ist das Problem etwas komplizierter aus kor. Sicht:
1. eine nichtkoreanische Frau wird die heilige Blutlinie beschmutzen (sorry für die bösen Worte, wird aber so gesehen)
2. Adoption ist in Korea eher unüblich. Waisenkinder haben kaum eine Chance auf Adoption, es sei denn, die genaue Abstammung ist bekannt und v.a. es sind nahe Verwandte. Das ist ja auch der Grund, warum so viele Waisenkinder aus Korea nach D "exportiert" wurden.
3. Stiefkinder passen nicht wirklich in die koreanische Idee einer Familie, insbesondere, von seiten der Frau.

Quote by koreanmovielover:
Meistens verlässt der Koreaner/Asiate aus Angst vor den Eltern (und auch Respekt) die Frau.
Ansonsten wird der Koreaner stark bearbeitet, manipuliert ....Stichwort Psychoterror.
Das ist natürlich echt besch....für das Paar.
Und vor allem, wenn es sich um wahre Liebe handelt....sollte man echt eine andere Lösung finden.

Ich kenne solche Situationen und es gibt eigentlich keinen vernünftigen Weg aus diesem Dilemma. Wenn es nicht bereit ist, für seine Freundin gegenüber seinen Eltern einzustehen, wird es wirklich schwierig.

Das Problem ist grundsätzlich, daß die erwachsenen asiatischen Kinder sehr viel mehr Sohn oder Tochter als Ehepartner sind. Mein (chinesischer) Bekanntenkreis hat mir mehrmals mitgeteilt, daß die Kontrollsucht der (Schwieger-)Eltern eines der Hauptprobleme für junge Ehepaare sind. Die böse Schwiegermutter ist in Korea und auch sonst in Asien als großes Problem für junge Frauen bekannt.

Quote by koreanmovielover:
Wie steht ihr dazu?
In Deutschland gibt es ja so ein Fall leider nicht, wo letztendlich das Paar "gesiegt" hat.

Wir leben in 2019 und wenn man sich so etwas vorstellt....mag man es kaum glauben.
Der Mensch zählt nicht. Kultur und Ansehen sind wichtiger für die Eltern.

Dem kann ich nur zustimmen. Es ist aber auch so, daß es mir klar ist, wie sehr diese Dinge verwurzelt sind.

Ein indischer Kollege und Freund hat mir kürzlich von seinem Leid mit seiner chinesischen Freundin berichtet, die null Motivation hat sich nur oberflächlich auf die indische Kultur einzulassen. Meine Frau (Chinesin) und ich haben im stark dazu geraten die Beziehung zu beenden, weil er nicht den Rest seines Lebens in China verbringen will und auch nicht übermäßig stark bereit ist zum Chinesen zu werden und seine eigene Identität aufzugeben.
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InZain #3
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Bei solchen Fällen ist es immer schwer eine Meinung abzugeben, da man die ganzen Umstände nicht kennt.

Ist die Frau nun Koreanerin, oder nicht? Habe das nicht so ganz verstanden.

Ansonsten wie Flo bereits sagte, muss er sich nun entscheiden.

Ich würde sogar sagen, dass die Kinder in Korea, immer die "Kinder" der Eltern bleiben im Kopf. Von der Denkweise her ist es ungefähr so, dass das eigene Kind in der Rangfolge noch viel weiter vor dem Enkelkind kommt. Nun betrachtet man die Situation noch wenn ein "Stiefkind/-enkelkind" hinzu kommt, dann hat dies nie einen Stellenwert, Interesse, oder sonst etwas zu melden.
-> Meine persönliche Meinung dazu ist, dass man es den Eltern des Koreaners nicht übel nehmen kann. So denke ich selbst als Deutscher. Konservativ hin oder her, 2019 spielt absolut keine Rolle.
Vorneweg sei gesagt, dass man keinen Menschen zwingen kann jemanden zu mögen oder zu akzeptieren.


Beispiel: Nun nehmen wir an, der Sohn heiratet die Frau + Kind. Nun trifft sich die kor. Mutter mit ihren Freundinnen, und wenn sowas passiert, dann wissen die meisten wie so etwas aussieht.
--"Also mein Sohn hat nun dort eine Wohnung gekauft und teurer wieder verkauft... Meine Tochter hat nun einen Mann geheiratet mit einem klasse Job.... Ohhhh guck mal mein Enkel sieht genauso aus wie der Vater...Ohhh hast du von der gehört, die Tochter lässt sich scheiden... usw usw usw"--
Koreaner vergleichen sich 24/7 und 365 Tage/Jahr.
-> Nun stelle man sich die Situation von der koreanischen Mutter vor, wo der einzige Sohn sich für eine Frau mit dem Kind eines anderen entschieden hat, akzeptiert von den Eltern oder nicht. Ist nun alles selbsterklärend.

Hier fällt nun das ganze auf die koreanischen Eltern zurück und dann kommen Sätze wie z.B. "Wie haben die ihren Sohn erzogen?,.... Wie haben die gelebt, dass der Sohn solche "ungeordneten Umstände" als normal empfindet...?"
Da kann es passieren, dass Leute nun Abstand von dieser Familie halten... und das zieht Kreise bis ins unermessliche.
Das Handeln der Kinder, erwachsen oder Kind, wird immer auf die Erziehung der Eltern reflektiert.

-> Dazu muss man die Kultur verstehen. Koreaner sind oft sehr streng áufgewachsen. Alles was ein Kind tut fällt unmittelbar auf die Eltern/Familie zurück.
-> Kleine Geschichte dazu: Ein Junge damals bei meiner Frau in der Schule hatte sich schlecht benommen. Vater hatte ein eigenes Taekwondo Dojang. Vater kam in die Schule, hat sich bei der Klasse und Lehrerin zuerst für das Verhalten seines Sohnes entschuldigt, dann den Sohn vor der Klasse niedergemacht und danach gabs noch einen Kick in den Bauch für die "Schande" die der Sohn der Familie gebracht hat.
Und so sind viele ältere und mittelalte Koreaner aufgewachsen.

Ein weiterer Punkt in der Denkweise der Eltern ist, wieso hat die Frau bereits unverheiratet ein Kind.
Wenn sie nicht verwitwet ist, sieht sie in den Augen vieler als unordentlich, unbeständig und nicht ausdauernd aus.
Wie oft wechselt sie die Männer? Nach 10 Jahren macht sie das auch mit meinem Sohn so?
Es geht in dieser Geschichte nicht nur um Liebe und Glück des Sohnes. Sondern um Stellung, Ansehen und Achtung der ganzen Familie. Und auf der anderen Seite wollen die Eltern auch nur für ihren Sohn, vielleicht der einzige, nur das beste vom besten.

Abschließend kann man sagen, man kann den Sohn verstehen, aber man darf hier die koreanischen Schwiegereltern nicht als totale Unmenschen hinstellen, die eigentlich nur das beste für ihn und die Familie wollen.
Selbst im Jahre 2019, kann man niemanden zwingen Interesse, Gefühle oder ähnliches einer Frau und einem Kind entgegen zubringen...
Deshalb muss man sich zeitnah entscheiden. ^^
Flo-ohne-h (Moderator) #4
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Ich kann Inzains Argumenten größtenteils zustimmen. Solange die aber in D leben, ist es mit dem Vergleichen nicht ganz so schlimm.
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InZain #5
User title: Geomdo-Kumdo-Kendo Master
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Ja stimmt^^ Deshalb sag ich ja ... man weiß zu wenig ^^
koreanmovielover #6
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Ok, dann gibt es paar Infos mehr:

Frau ist unverheiratet, weil sie die Heirat nicht wollte.
Die Beziehung ist kurz nach der Geburt des Kindes in die Brüche gegangen.

Die Frau ist Deutsche, spielt in diesem Falle keine Rolle, weil:

Die Eltern des Bekannten regen sich eher darüber auf, dass sie eben ein Kind hat.
Da spielt es keine Rolle, welche Nationalität die Frau hat.
Ja, er dürfte eine Deutsche oder Koreanerin nehmen, allerdings eben ohne Kind(er).
Flo-ohne-h (Moderator) #7
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Es gibt aus meiner Sicht noch ein paar wichtige Fragen:
1. ist er der einzige Sohn? Wenn nicht, ist er der ältest Sohn?
1a. hat er Brüder, die nicht in Korea leben?
2. hat er irgendwie vor nach Korea zurückzugehen?
3. sind seine Eltern in irgendeiner gehobenen Position?

Wenn er der einzige oder erstgeborene Sohn ist, wird höchstwahrscheinlich erwartet, daß er sich um die Eltern und deren Ahnenverehrung später kümmer, d.h. dessen Frau v.a..

Ich glaube, daß das Kind zumindest teilweise als Begründung vorgeschoben ist. Es ist nämlich sehr viel weniger dagegen einzuwenden als gegen einen dt. Partner.
koreanmovielover #8
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1. Er ist der einzige Sohn. Nicht unerheblich zu sagen, dass mit ihm die Familienlinie aussterben würde.
1a. somit nein

2. Nein, niemals. Die Eltern leben auch hier in Deutschland. Er selbst ist ein kyopo 2sae (2.Generation).
3. Nein, sind sie absolut gar nicht.
Flo-ohne-h (Moderator) #9
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Quote by koreanmovielover:
1. Er ist der einzige Sohn. Nicht unerheblich zu sagen, dass mit ihm die Familienlinie aussterben würde.
1a. somit nein

2. Nein, niemals. Die Eltern leben auch hier in Deutschland. Er selbst ist ein kyopo 2sae (2.Generation).
3. Nein, sind sie absolut gar nicht.

ok, das hat ziemlich geholfen.

@1. Als solcher wird seiner Frau zufallen die Eltern zu versorgen, wenn sie alt sind und die Hauptlast der Ahnenverehrung tragen.
@2. das macht das Nachbarproblem etwas besser.
@3. zumindest verringert das die Schlagkraft der Argumente etwas, aber vermutlich ist es nicht gut für die Weltläufigkeit.
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