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Geht eine Gefahr von radioaktiven Teilchen aus Nordkorea (Atomtests) oder Fukushima aus?
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bambom #1
Mitglied seit 07/2018 · 1 Beitrag
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Betreff: Geht eine Gefahr von radioaktiven Teilchen aus Nordkorea (Atomtests) oder Fukushima aus?
Hallo!

Ich würde sehr gerne nach Südkorea für einige Monate reisen. Jedoch mache ich mir Sorgen wegen möglicher Radioaktivität aus Fukushima oder den Atomtests in Nordkorea. Weniger um die akute Strahlung, sondern mehr um die Aufnahme von Teilchen über Nahrung, Regen- oder Trinkwasser oder Luft. Ich habe versucht, Informationen hierzu zu finden und bin nur vereinzelt auf Artikel oder Studien gestoßen.

Vielleicht gibt es hier ja Leute, die Ahnung haben, sich damit beschäftigt haben oder sich ähnliche Fragen gestellt haben. :)

Geht eine Gefahr von radioaktiven Teilchen aus Fukushima oder wegen der Atomtests in Nordkorea aus? Sind Lebensmittel, Regenwasser oder Luft womöglich mit radioaktiven Elementen belastet?
Weiß jemand, ob es hierzu Studien oder Messungen im Allgemeinen gibt?

Viele Grüße
bambom :)
yulki #2
Mitglied seit 02/2018 · 11 Beiträge
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Moin,

es ist eine eher seltene Frage, und die Antwort ist auch nicht so pauschal zu geben, denn sie hängt von vielen Faktoren ab.

Wasser/Fluss/Grundwasser: Südkoreanische Lebensmittelproduktion findet meines Wissens nach nicht unter Verwendung von Wasser statt, das in Flüssen oder Bächen vorher Nordkorea durchquert hat. Die für Strahlung relevanten Anlagen in Nordkorea befinden sich auch nicht im Grenzbereich, so gesehen, kann auch über eine Grundwasser-Bewässerung von Äckern südlich der DMZ angenommen werden, dass die Ernte dadurch nicht belastet wird.

Da die Nordkoreaner recht grossen Wert auf Geheimhaltung legen, vor allem was ihre modernsten Waffensysteme und Entwicklung dieser betrifft, ist davon auszugehen, dass sie alles dafür tun, dass keine Strahlung entweicht und keine Kontamination wie auch immer stattfindet, aus der der "imperialistische Agressor USA und das Marionettenregime in Seoul" schliessen könnte/n, was genau sie da nuklear treiben, entwickeln, besitzen etc...

Nicht einmal bei der Sprengung der Atomversuchsanlage im Norden der Halbinsel gelangten Daten/Messdaten ausser Landes. Sie haben den Journalisten alle Geigerzähler abgenommen, auch die, die wie ein Handy aussehen.

Die Nachbarländer sowie Nationen, die militärische Interessen rund um Nordkorea sehen, versuchen mit allen Mitteln, Sonden etc... zu Luft, Wasser usw... zu messen, ob und wann es welche Auffälligkeiten gibt. Bisher ist allerdings nichts über einen nennenswerten Austritt von Radioaktivität aus Nordkoreanischen Anlagen, Transportkonstruktionen oder Waffensystemen bekannt. Es wird nur immer registriert, wenn Erdbeben/Stösse bei Tests entstehen, aus denen man dann zu schliessen versucht, was gerade dort vorgeht.

Wenn Du trotzdem "auf Nummer Sicher" gehen möchtest, die Zeit, in der der Wind am häufigsten von Norden weht, ist statistisch gesehen, Herbst und Winter. Zwischen August und September ist die Chance statistisch gesehen am niedrigsten, dass Wind über die DMZ herüber kommt:
Der Wind kommt 3,8 Monate lang vom 10. März bis zum 4. Juli am häufigsten vom Westen, wobei der Spitzenprozentsatz am 9. April bei 37 % liegt. Der Wind kommt 1,6 Monate lang vom 7. August bis zum 25. September am häufigsten vom Osten, wobei der Spitzenprozentsatz am 31. August bei 38 % liegt. Der Wind kommt 5,5 Monate lang vom 25. September bis zum 10. März am häufigsten vom Norden, wobei der Spitzenprozentsatz am 1. Januar bei 51 % liegt.
D.h. Strahlung in der Luft analog zu Chernobyl oder Fukushima sind statistisch (!) gesehen in dieser Zeit am unwarscheinlichsten.
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InZain #3
Mitglied seit 09/2012 · 513 Beiträge · Wohnort: Jungrang-Gu
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Und Integralhelm und Ganzkörper-Protektoren nicht vergessen. ;)

Sorry musste sein :D
tobicitas #4
Mitglied seit 08/2011 · 66 Beiträge
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In Südkorea sind übrigens 24 Atomreaktoren in Betrieb... vielleicht diese auch bei der Planung der Reiseroute berücksichtigen :p
Flo-ohne-h (Moderator) #5
Mitglied seit 07/2009 · 1978 Beiträge · Wohnort: 深圳
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Antwort auf Beitrag #1
Zitat von bambom am 30.07.2018, 12:44:
Geht eine Gefahr von radioaktiven Teilchen aus Fukushima ?

Als ich 2011 in Korea war, als die Katastrophe passierte, habe ich damals die Strahlungswerte im Auge behalten und festgestellt, daß so gut wie keine wesentliche Erhöhung der Dosis in Jeonju festzustellen war. Da man nie wissen kann haben wir trotzdem damals eine ganzes Pfund Kaliumiodid aus dem Chemikalienhandel besorgt.

Als die Reaktoren dann ein paar Tage in die Luft flogen war Nord-Ost-Windlage und die Meereströmung vor Fukushima geht sowieso Richtung Alaska. Also gab es keine wesentlichen Auswirkungen.
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