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Fahren mit deutschem Führerschein / internationalem Führerschein
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BeeGee #1
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Betreff: Fahren mit deutschem Führerschein / internationalem Führerschein
Hallo zusammen,

nachdem ich bei einem Stop Over in Seoul letzten Herbst absolut positiv beeindruckt von Korea war, möchte ich das Land nun näher kennenlernen. Der Flug für 2 Wochen im Oktober ist gebucht.

Nun stelle ich mir die Frage, ob ich in Korea - so wie ich es in den meisten anderen Ländern mache - ein Auto mieten kann.

Worauf ich bisher keine zuverlässige Antwort erhalten habe, ist die Frage, ob ich mit deutschem Führerschein und dem von der deutschen Fahrerlaubnisbehörde ausgestellten Internationalen Führerschein fahren darf und ein Auto vermietet bekomme.

Die Vermieter und verschiedene Websites stellen dar, dass man ein "International Driving Permit" brauche, eine "International Driving Licence" nicht ausreichend sei. Ist unser internationaler Führerschein nun ein "Permit" oder eine "Licence"? Kann mir jemand mit Sicherheit berichten, ob unser internationaler Führerschein OK ist oder nicht?

Dummerweise lese ich auch vereinzelt Erfahrungsberichte, dass jemand mit internationalem Führerschein beim Autovermieter wieder weggeschickt wurde, was mich ein bisschen beunruhigt...

Danke für eure Antworten und viele Grüße

Birgit
Flo-ohne-h (Moderator) #2
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Zitat von BeeGee:
Worauf ich bisher keine zuverlässige Antwort erhalten habe, ist die Frage, ob ich mit deutschem Führerschein und dem von der deutschen Fahrerlaubnisbehörde ausgestellten Internationalen Führerschein fahren darf und ein Auto vermietet bekomme.

Soweit mir bekannt, sollte bei Aufenthalten unter einem Jahr der Internationale FS ausreichen, allerdings wäre es besser damit beim ADAC (oder Co.) nachzufragen, die haben die zuverlässigeren Informationen.

Es kann aber immer passieren, daß die Vermieter vor Ort keine Ahnung haben und deshalb Dich wegschicken. In dem Fall, solltest Du klar die Gesetzeslage dabeihaben. Übrigens ist in Korea für Staatsbeamte ein Englischdiplom vorgeschrieben, was aber in realiter nicht bedeutet, daß die Jungs auch tatsächlich mehr als "sorry, can you speaki Korean languageshi" können. Insofern würde es mich nicht überraschen, wenn Du Ärger aufgrund von Unwissenheit bekommst (sowohl von Polizisten als auch von Vermietern). Deshalb am besten in ICN das Auto abholen. Die Vermieter dort kennen sich vermutlich noch am besten damit aus, was man an Papieren braucht.

Übrigens hatte ich in 3 Jahren Autofahren in Korea nur zweimal mit Polizisten etwas zu tun - beides waren Routinealkoholkontrollen, bei denen die Zufahrtstraßen zu einem Wohnbezirk abgeriegelt wird und man in ein handyähnliches Gerät blasen muß und dann wenn nichts angezeigt wird ohne Scherereien nach 1 min weiterfahren kann (da ich grundsätzlich nur mit 0 Promille Auto fahre weiß ich nicht, was passiert, wenn man etwas getrunken hat. Der Situation nach zu urteilen gibt es einen Polizeibus um die Ecke, vermutlich für die Blutalkoholkontrolle).

Im Übrigen würde ich davon abraten am Ankunftstag Auto zu fahren - die etwas "italienische" Fahrweise der Koreaner und die eigene Müdigkeit sind keine gute Kombination. Außerdem sollte man lieber mit der U-Bahn nach Seoul rein.
TJBH #3
Mitglied seit 11/2015 · 79 Beiträge
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Habe in Korea bisher in Incheon Airport (via Avis vor Ort AJ), Jeju Airport (via Sixt) und Mokpo Station (via Hertz vor Ort Lotte Cars) Autos angemietet. Dabei hat immer der graue Internationale Führerschein gereicht und es gab nie irgendwelche Fragen bezüglich Fahrerlaubnis.

Laut englischem Wikipediaeintrag werden die Begriffe International Driving Permit und International Driving License gleichermaßen verwendet und beziehen sich nicht auf unterschiedliche Dokumente. Also lass dich nicht verunsichern.

Ansonsten kann ich allen Punkten Flo zustimmen, bisher auch nur ein Mal mit der Polizei zu tun gehabt, in ein Art Windrädchen pusten dürfen und das wars - wollten bei dieser Alkoholkontrolle auch weder nat. Führschein noch International Driving Permit sehen. Auch der Hinweis zum Fahrstil passt 100%!

Und nimm unbedingt das englische Navi, sonst verstehst du nicht, warum es gefühlt alle 100m bimmelt und Ansagen gibt...
BeeGee #4
Mitglied seit 04/2018 · 7 Beiträge
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Sehr gut, vielen Dank! Besonders für den Tipp mich nochmal beim ADAC zu erkundigen um mich abzusichern.

Und nein, direkt am Ankunftstag nach Langstreckenflügen fahre ich ganz sicher nicht in einem fremden Land, in dem ich nicht einmal die Schrift lesen kann.

Als Navi wollte ich MapsMe nehmen, Google Maps geht ja irgendwie nicht. Oder sollte ich besser eins vor Ort mieten?

Alkoholkontrollen sitze ich ganz sicher locker ab - hatte ich noch nie in Deutschland oder anderswo, wäre eine Premiere.

Ha ha, und nu muss ich noch fix das Knöllchen wegen 5 km/h zu schnell überweisen, das ich mir letzte Woche eingehandelt habe :-D
Flo-ohne-h (Moderator) #5
Mitglied seit 07/2009 · 1979 Beiträge · Wohnort: 深圳
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Alkoholkontrollen sitze ich ganz sicher locker ab - hatte ich noch nie in Deutschland oder anderswo, wäre eine Premiere.

Ist mir in Korea öfters passiert, weil - wie gesagt - jedes Auto, das in ein best. Wohngebiet fährt, kontrolliert wird.

Zitat von BeeGee:
Ha ha, und nu muss ich noch fix das Knöllchen wegen 5 km/h zu schnell überweisen, das ich mir letzte Woche eingehandelt habe :-D

In Korea gibt's jede Menge stationäre Blitzer und die werden auch vorher angekündigt, meistens auf Schildern, aber eigentlich immer, inkl. der Parkplätze für Radarfallen im kor. Navi. Auf der Autobahn deshalb 500 m vorher auf 100 runterbremsen und danach wieder beschleunigen.

Noch als wichtiger Tipp:
-Versuche die rechte Spur innerstädtisch zu vermeiden. Koreaner bleiben gerne unvermittelt, d.h. ohne Blinker und mit Vollbremsung, auf der rechten Spur stehen und das kann gefährlich werden.

-Rechtsabbiegen bei Rot ist fast überall erlaubt und wenn man trotzdem wartet, wird man ziemlich schnell darauf hingewiesen (d.h. angehupt)

-reguläre Parkplätze sind Mangelware in den Städten und deshalb wird man zugeparkt aber die Fahrer lassen das Auto in "N" stehen, so daß man es wegschieben kann. Das läßt sich häufig daran erkennen, daß auf den betroffenen Parkplätzen jede Menge Steine herumliegen, mit denen man das Auto gegen Wegrollen sichern kann. Außerdem wird in Korea fast überall die Handynummer am Auto angegeben, häufig an der Windschutzscheibe. Damit kann man den Besitzer bitten, das Auto wegzufahren - Koreanisch sollten man schon können...
BeeGee #6
Mitglied seit 04/2018 · 7 Beiträge
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Ich denke, ich werde erstmal mit dem Zug nach Busan fahren, dort 2 Tage bleiben.

Und dann fahre ich mit dem Auto Busan - Yeosu - Jeonju - Gyeoungju - Busan, irgendwo zwischendurch noch 1 Nacht Templestay.

Dann mit dem Zug nach Seoul und bleibe dort noch ein paar Tage.

Ist das ein guter Plan oder schütteln die Profis entgeistert mit dem Kopf?

Ach ja, und zum Führerschein sagte mir heute der Leiter unserer Fahrerlaubnisbehörde, dass Korea dem Wiener Abkommen von 1968 beigetreten sei, dass somit der internationale Führerschein völlig ausreichend sei. Ich denke, die Antwort sollte zuverlässig sein.
TJBH #7
Mitglied seit 11/2015 · 79 Beiträge
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Vor Busan hatten mich viele gewarnt, was das Fahren angeht.
Ich verstehe was sie meinten, fande es aber nicht so schlimm - Erfahrung hierzu da: http://forum.meet-korea.de/post/63786

Ansonsten kann es selbst in Busan sprachlich Probleme bei der Abholung des Mietwagens geben. Am besten schon mal die Touristenhotline (Telefonnummer 1330) wählbereit haben zur Unterstützung.
BeeGee #8
Mitglied seit 04/2018 · 7 Beiträge
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Hmmm, in Taiwan sprach der Mensch weder bei der Übergabe noch bei der Rückgabe des Autos Englisch. Ich hatte die Buchungsbestätigung auf Chinesisch dabei, das hat geholfen. So würde ich es auch dort erstmal versuchen. Aber super, wenn man jemanden mit Ahnung und Sprachkenntnissen als Backup hat, falls es nicht klappt.

Ach, vor Busan habe ich keine Angst, eher vor dem Stau, von dem du in deinem anderen Beitrag berichtest...
TJBH #9
Mitglied seit 11/2015 · 79 Beiträge
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Das war aber die Ausnahme wegen der Chuseok-Feiertage. Wenn du im Oktober reist, ist das schon vorbei :)
BeeGee #10
Mitglied seit 04/2018 · 7 Beiträge
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Ah, wie gut!

Wenn ich mich nun entscheiden könnte, wie meine Route genau aussehen soll, könnte ich mich ja glatt schon mal ans Buchen des Autos machen!

Aber das darf gerne noch ein bisschen reifen.
Gomobu63 #11
Mitglied seit 09/2011 · 22 Beiträge
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Antwort auf Beitrag #1
Betreff: Bus fahren ist besser als Auto mieten
Mietwagen in Korea sind sehr teuer. An Menschen, die über 70 Jahre alt sind, wird kaum noch vermietet. Dazu kommt, dass man in Seoul, Daegu und Pusan  und auf manchen Autobahnabschnitten ständig im Stau steht, vom Smog mal ganz abgesehen. Und an Parkplätzen mangelt es auch.

Meine Frau und ich fahren daher in Korea seit 44 Jahren mit dem Bus. Im ganzen Land gibt es hunderte von Busterminals. Mit Limousinen-Bussen kann man große Entfernungen (z.B. vom Flughafen Incheon nach Pohang) mehr oder weniger nonstop sehr bequem zurücklegen (das ist besonders angenehm, wenn man gerade übermüdet aus dem Flieger aus Deutschland gestiegen ist). Die großen Überlandbusse haben große Gepäckfächer für die Koffer, die man von außen in den Bus schiebt. Gosok-Busse sind Schnellbusse im Nahverkehr, Shiwae-Busse halten in jedem Dorf. Die Busgesellschaften sind alle privat, daher gibt es leider keine landesweiten Busfahrpläne. Das ist blöd, wenn man irgendwo umsteigen muss. Bus fahren ist sehr billig. Und in Seoul gibt es ja das riesige U-Bahnnetz.
Beim Wandern in den Bergen hilft Bus fahren sehr, denn die meisten Wanderrouten sind keine Rundkurse. Wenn man von A nach B gewandert ist, wie soll man dann von B wieder zurück kehren zum Auto, das in A geparkt ist? Oft gibt es dann kein öffentliches Verkehrsmittel von B nach A, Aber meist eines, das dich von B (evtl. über C) nach Hause bringt.

Für eine Familie mit kleinen Kindern ist möglicherweise der PKW eine bessere Alternative. In den Fällen war bei uns immer die zahlreiche koreanische Verwandtschaft mit ihren Privatautos behilflich.
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