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Nordkoreanische Hochzeit - Familienname
Wer nimmt welchen Familiennamen an?
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yulki #1
Mitglied seit 02/2018 · 11 Beiträge
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Betreff: Nordkoreanische Hochzeit - Familienname
Hallo Ihr lieben Kompetenten :-)

Ich möchte verstehen, was nach einer Hochzeit mit den Familiennamen passiert.

Also wenn Herr Lim X-Y z.B. Frau Park A-B heiratet. Heissen sie dann beide Lim und Frau Park tauscht lediglich das Park gegen Lim aus? Oder bleiben beide bei ihren Namen?

Daran anschliessend die Frage: Was ist mit den Kindern? Heissen die dann Lim wie der Vater, oder dürfen die Eltern entscheiden, dass sie z.B. auch Park heissen können?

Klingt jetzt alles ein klein wenig theoretisch. Aber für mich sind das wichtige Fakten. Ich sitze an einem Buch, das teilweise auch in Nordkorea spielt, und in dem auch Menschen vorkommen, die in der DDR studierten und 1989 plötzlich ausreisen mussten, bzw. deren zurückgelassene Partner. Und da möchte ich nahe an der Realität bleiben, wenn eine Touristengruppe dann von einer "Guidin" betreut wird, z.B. muss die schon so heissen, dass das ganze Buch Sinn ergibt ;-) Denn diese Guidin könnte ja die Tochter eines dieser "Zurückgerufenen" sein. Der "missing link" wäre dann lediglich der Familienname ihres Vaters, und wenn die den nicht hat, dann muss ich "umdenken"...

Danke im Voraus :-)
Flo-ohne-h (Moderator) #2
Mitglied seit 07/2009 · 1965 Beiträge · Wohnort: 深圳
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Zitat von yulki:
Ich möchte verstehen, was nach einer Hochzeit mit den Familiennamen passiert.

Standard in Südkorea und China (und z.T. auch in Japan) ist, daß beide den Familiennamen behalten und die Kinder den Familiennamen des Vaters bekommen.

Ob das auch in NK der Fall ist, weiß ich nicht, halte es aber für wahrscheinlich.
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InZain #3
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Oder verheiratet nach deutschem Recht, dann ist alles möglich, jedoch kenne ich nicht die genaue Rechtslage von 1989 in der DDR.
yulki #4
Mitglied seit 02/2018 · 11 Beiträge
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Antwort auf Beitrag #2
vielen lieben Dank, dann gehe ich einfach davon aus, dass das in NK auch so ist, bzw war.

Danke Dir
yulki #5
Mitglied seit 02/2018 · 11 Beiträge
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Antwort auf Beitrag #3
Ja, aber hier gehts darum, dass einer, der zwar in der DDR liiert war, aber nicht verheiratet, ende 89 zurückgeordert wird, und wie seine Tochter heissen würde mit Familienname...

Lieben Dank Dir dennoch
TJBH #6
Mitglied seit 11/2015 · 77 Beiträge
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Antwort auf Beitrag #3
Zitat von InZain:
Oder verheiratet nach deutschem Recht, dann ist alles möglich, jedoch kenne ich nicht die genaue Rechtslage von 1989 in der DDR.

Dachte das geht mit Beibehaltung der koreanischen Staatsbürgerschaft nicht, da Südkorea keine Namensänderung kennt und damit unmöglich für den koreanischen Part ist, den deutschen Namen anzunehmen.

Zu den Kindernamen
In Südkorea war es bis in die Neunziger so, dass uneheliche Kinder - sofern der Vater nicht die Zeugung zugegeben hat - offiziell gar nicht existierten, da Kinder grundsätzlich nur beim Vater ins Familienbuch eingetragen wurden.

Mit der Konsequenz, dass weder Gesundheitsversorgung oder Schulbesuch für diese Kinder möglich waren, was wiederum zu der massenhaften Adoption von Kindern aus Südkorea geführt hat.

Nehme an, dass es in Nordkorea ähnlich war/ist, da ich nicht glaube, dass dort progressivere Familienpolitik betrieben wurde.
Flo-ohne-h (Moderator) #7
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Zitat von TJBH:
Nehme an, dass es in Nordkorea ähnlich war/ist, da ich nicht glaube, dass dort progressivere Familienpolitik betrieben wurde.

Glaube ich auch. Koreaner sind grundsätzlich ziemlich konservativ. Ich glaube kaum, daß sich der Kim-Clan in diese Schwierigkeiten begeben hat, die alten Namenstraditionen zu ändern, v.a. weil diese Tradition ja mit dem modernen Vorstellungen der Emanzipation vereinbar sind.
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InZain #8
Mitglied seit 09/2012 · 513 Beiträge · Wohnort: Jungrang-Gu
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@TJBH

Das ist richtig, jedoch kann der koreanische Partner in Deutschland den deutschen Namen annehmen - besitzt dann aber in Korea weiterhin den koreanischen Namen. Meine Frau hätte den deutschen Namen annehmen können hier in Deutschland, dies hätte aber keine Auswirkungen in Korea gehabt.

So wurde mir das erklärt. Klingt ein bisschen komisch, dass man dann in 2 Ländern auch 2 verschiedene Namen hat.

Ich z.B. habe den koreanischen Namen angenommen und bin auch in Korea so registriert^^
Flo-ohne-h (Moderator) #9
Mitglied seit 07/2009 · 1965 Beiträge · Wohnort: 深圳
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Zitat von InZain:
Das ist richtig, jedoch kann der koreanische Partner in Deutschland den deutschen Namen annehmen - besitzt dann aber in Korea weiterhin den koreanischen Namen. Meine Frau hätte den deutschen Namen annehmen können hier in Deutschland, dies hätte aber keine Auswirkungen in Korea gehabt.

So wurde mir das erklärt. Klingt ein bisschen komisch, dass man dann in 2 Ländern auch 2 verschiedene Namen hat.

Ich z.B. habe den koreanischen Namen angenommen und bin auch in Korea so registriert^^

War bei uns genauso (allerdings China-D). Wir haben uns entschieden die "Ehegatten behalten den eigenen Namen"-Regelung zu belassen - ich vermute, daß es wesentlich weniger bürokratischen Ärger macht und wie man sich im nichtbürokratischen Alltag nennt ist eine ganz andere Frage.

Eine gute Bekannte ist in der Wissenschaft unter ihrem Mädchennamen bekannt, hat aber als Ehenamen den ihres Mannes. Ich bezweifle, daß es viele gibt, die überhaupt wissen, daß sie sozusagen in der Wissenschaft unter Pseudonym arbeitet.
Adalric #10
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Wie ging es weiter?
yulki #11
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:-)
Wie es weiterging?
Ich nehme es jetzt einfach mal an, dass ein in Nordkorea geborenes Kind nordkoreanischer Eltern den Familiennamen des Vaters annimmt und seinen zweiteiligen Vornamen "verpasst" bekommt.

Damit kann ich mein Buch weiterschreiben und es passt alles gut zusammen...
Adalric #12
Mitglied seit 03/2018 · 11 Beiträge
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