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Brauche ich Abitur zum arbeiten In Korea?
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lischen91 #1
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Betreff: Brauche ich Abitur zum arbeiten In Korea?
Hallo,

ich interessiere mich sehr für Südkorea und könnte mir vorstellen dort auch irgendwann mal zu leben. Erstmal möchte ich im Sommer dort Urlaub machen und mir ein eigenes Bild von dem Land zu machen. Ich lerne im Moment selbstständig Koreanisch und habe vor in Korea dann erstmal ein Sprachkurs zu machen. Angespart habe ich mir bis jetzt 10.000 Euro. Info zu meiner Person ich habe die Schule mit dem Realschulabschluss abgeschlossen und danach eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellte gemacht. Danach habe ich noch ein Jahr in der Zahnarztpraxis gearbeitet und dann etwas über ein Jahr im Krankenhaus als technische Sterilisationsassistentin. Nun zu dem angesprochenem Thema, ich habe gelesen das man in Korea mindestens Abitur braucht um etwas vernünftiges auf dem Arbeitsmarkt zu finden? Da ich schon 25 Jahre alt bin habe ich nun Angst das mir die Zeit davon läuft. Ich habe entweder die Möglichkeit mein Abitur nachzuholen(3 Jahre) oder ein Hochschulstudium ohne Reifezeugnis (1 Jahr) zu machen. Ich möchte auch eigentlich nicht unbedingt in dem Gesundheitsbereich bleiben. Bin relativ flexibel und würde auch in einem Restaurant etc. arbeiten.
Was ratet Ihr mir?

Mit freundlichen Grüßen
Silberdrache #2
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Bist Du hübsch? Dann heirate einen jungen, reichen und gut aussehenden Koreaner. Wäre vermutlich der einfachere und realistischere Weg....

Spass beiseite:

Ich möchte Dich nicht enttäuschen, aber Deine Vorstellungen sind etwas unrealistisch. Abitur alleine bringt gar nichts. Höchstens einen Studienplatz an einer Universität. Als Nicht-Koreanerin benötigst Du eine möglichst gute oder spezielle Ausbildung, die Dich von den einheimischen Arbeitskräften unterscheidet. Und so, wie ich das sehe, bringst Du das momentan nicht mit. Mach Doch erstmal ein paar mal Urlaub in Korea. Musst ja nicht gleich dort leben.

Lies Dir mal den folgenden Post gut durch. Und er hat Abitur: http://forum.meet-korea.de/post/64236
Dieser Beitrag wurde am 21.03.2017, 15:30 von Silberdrache verändert.
lischen91 #3
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Zu dem Post sag ich jetzt mal nichts...
Und einen Koreaner heiraten will ich nicht, möchte schon selber mein Geld verdienen. Ich habe in den Foren gelesen das viele den Bachelor als Abschluss als Mindestvoraussetzung verlangen. Sagen wir mal ich würde den Bachelor im Gesundheitsmanagement machen und würde gute Sprachkenntnisse in Koreanisch mitbringen, wäre das dann realistischer? Ich weiß ja nicht wie es dort im Gesundheitsbereich beruflich aussieht. Den Urlaub mache ich so oder so. Man kann ja schlecht in einem Land arbeiten wollen ohne vorher wenigstens mal dagewesen zu sein.

lg
Gummibein #4
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Ich erinnere mich an ein Gespräch beim Arzt. Sie schwärmte von den top-ausgebildeten koreanischen Krankenschwestern mit denen sie vor vielen Jahren gerne gearbeitet hätte. Das war die erste Welle an koreanischen Krankenschwestern die als Gastarbeiter ins Land geholt wurde als die Arbeitskräftemangel akut war. Ich nehme nicht an, dass die Ausbildung dort seitdem schlechter geworden ist.

Auch waren die koreanischen Krankenschwestern die hier mittlerweile in Rente gegangen sind relativ entsetzt über die Zustände in koreanischen Krankenhäusern wenn sie wie es in dem Alter so ist, ihren sterbenden Verwandten einen letzten Besuch im Krankenhaus abstatteten.
TJBH #5
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[ Für den Kontext, ich arbeite selbst in einem internationalen Gesundheitsunternehmen und habe einen Bachelor und Master mit Bezug Gesundheitswesen, falls du dich fragst woher ich meine Meinung habe... ;) ]

Würde eher den zweiten von dir diskutierten Weg gehen, mit deiner abgeschlossener Ausbildung und deiner Berufserfahrung müsstest du doch (in einigen Bundesländern zumindest) direkt Zugang zu Gesundheitsstudiengängen an Fachhochschulen haben. Allerdings ist die Frage was du dir von einem Studium in Gesundheitsmanagement an konkreten Jobaussichten erwartest? Jeder Koreaner kennt das Gesundheitssystem und Modalitäten besser als du, das einzige was ich mir dort vorstellen könnte wäre eine Tätigkeit im Bereich Gesundheitstourismus, der in Korea wegen der ganzen Schönheitsoperationen zunimmt. Allerdings befürchte ich, dass es da genügend muttersprachliche Gyopos gibt, die aufgrund Aufenthalt in den USA einwandfrei koreanisch und englisch sprechen können und Deutsche als Gesundheitstouristen noch nicht so die Zielgruppe sind. 

Deutsche Ausbildungen (im Handwerk) genießen in Korea eine hohe Anerkennung - das gilt aber eher für praktische Tätigkeiten im Handwerk, wo in Korea mehr learning-by-doing angesagt ist und eine systematische Ausbildung wie in Deutschland sich deutlich unterscheidet.

Im Gesundheitsbereich wird es schwerer sein, hast du sicherlich schon gehört, in fast allen Ländern außerhalb Deutschland ist der Pflegeberuf akademisiert, das heißt Nursing oder ähnliches ist ein Studium. Außerdem weißt du aus deiner Berufserfahrung sicherlich auch, dass gerade im Gesundheitsbereich sprachliche Präzision unabdingbar ist und ich befürchte, dass du trotz intensiver Lernbemühungen noch sehr lange brauchen wirst um beispielsweise Abdominalschmerzen in der medizinischen Präzision zu beherrschen wie ist in der Praxis notwendig ist ("ziehende leichte Schmerzen in der Blinddarmgegend vs. stumpfe, drückende Schmerzen im Oberbauch").

Mein Eindruck ist außerdem, ohne dass das jetzt repräsentativ ist - es gibt zwei Arten von Jobs für Ausländer in Korea: Jobs, die Koreaner aufgrund von Unterbezahlung/zu harter Arbeit nicht machen (Bauarbeiter, Kindermädchen, Reinigung) oder hochqualifizierte, spezialisierte Tätigkeiten (int. Forschung, Vertrieb, Marketing in internationalen Großkonzernen bzw. stark exportorientierten koreanischen Unternehmen, bedingt Sprachlehrer). Das daily business - wozu ich jetzt den Gesundheitsbereich zähle, benötigt keine ausländischen Experten.

Vielleicht wäre der dritte Weg, dich Richtung Pharma/MedTech zu orientieren, dir dort deine Sporen zu verdienen, so dass in ein paar Jahren - zusammen mit deinen Koreanischkenntnissen - eine Entsendung nach Korea in Frage kommt. Insbesondere Dental oder Krankenhaussteri würde sich ja dann anbieten.
lischen91 #6
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Vielen Dank für die schnelle und informative Antwort. Also meinst du es wäre ratsam erstmal meine fachbezogene Hochschulreife zu machen? Damit wäre ich dann nächstes Jahr im Februar fertig.
In Richtung Pharma/MedTech war jetzt die Medizintechnik und Pharmazie gemeint oder auch Pharmavertreter bzw. Pharmareferent?
Das das alles nicht einfach wird weiß ich aber ich möchte es wenigstens probieren.
Der Bereich Gesundheitstourismus ist eher einer Ausbildung als ein Studiengang oder?
TJBH #7
Mitglied seit 11/2015 · 57 Beiträge
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Gesundheitstourismus ist das Phänomen, dass insbesondere koreanische Schönheitsoperationen in Asien einen guten Ruf haben, aber die auch Krankenhäuser über einen höheren Standard als viele der (ärmeren) Nachbarländer verfügen und sich Kliniken folglich darauf spezialisiert haben, ausländische Oberschicht-Touristen zu behandeln. (Mehr Infos hier: www.visitmedicalkorea.com). Da die Zielgruppe Ausländer sind, sehe ich das noch als konkreteste Möglichkeit für einen Ausländer mit Gesundheitshintergrund einen Job zu finden. Dann aber eher in der Administration oder Marketing.  Studieren kann man so etwas nicht, wenn ich Chef wäre, würde ich aber jemand der bspw. International Tourism studiert hat oder Erfahrungen als Case Manager hat sehr interessant finden. Solche Tätigkeiten gibt es übrigens auch in Deutschland, viele Unikliniken haben mittlerweile eigene Trakte im Krankenhaus nur für die Behandlung von ausländischen Touristen, vielleicht wäre das noch eine weitere Alternative für den Quereinstieg. (bspw.
https://www.uk-koeln.de/uniklinik-koeln/international-pati…
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/International-Patient-…
http://www.ukb.uni-bonn.de/42256bc8002af3e7/vwWebPagesByID…
http://www.godeshoehe.de/index.php/internationales-buero.h…
http://www.gk-bonn.de/gkbn/patienten-besucher/service-for-…)
Stellenanforderungen sähen dann so aus:
https://jobs.fresenius.com/portal/de/karriere/st…?jobDbI…
http://stellenanzeige.monster.at/patientenkoordi…?mescoi…
http://www.kliniken-schmieder.de/karriere/stelle…?tx_asj…

Für Korea würde das aber bedeuten, dass du sehr gut Englisch, Koreanisch und noch die Sprache das Hauptziellandes, bspw. chinesisch sprichst.

Bezüglich der Hochschulreife noch mal der Hinweis, viele Bundesländer haben mittlerweile die Möglichkeit auch ohne Abitur und zusätzliche Vorkurse ein Studium aufzunehmen, das im Bezug zur vorherigen Ausbildung steht. In Rheinland-Pfalz beispielsweise sind die beiden einzigen Voraussetzungen eine abgeschlossene Ausbildung (nicht schlechter als 2,5) und 2 Jahre Berufserfahrung, so dass du direkt einen Studiengang mit Bezug Gesundheitswesen beginnen könntest. Müsstest du für deine Wunschstudiengänge einfach mal überprüfen.

Hatte ich glaube ich an anderer Stelle hier schon mal bemerkt, letztes Jahr hatte in Ludwigshafen der Studiengang International BWL/Koreanisch begonnen, das Institut hat schon lange Erfahrung mit Chinesisch und Japanisch, wäre vielleicht ein weiterer Weg und ein sehr vielversprechender sich für einen Job in Korea vorzubereiten. (http://www.oai.de/de/studium/schwerpunkt-korea.html)

Meinte grundsätzlich die Pharma- und Medizinprodukteindustrie, nicht einen Studiengang. Und da gibt es ja auch mehr als Vertreterjobs, wobei ich Vertrieb und Marketing als die größte Chance sehe früher oder später international tätig zu werden.
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Seoulman #8
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Ich würde dir auf alle empfehlen ein Studium zu machen, danach eventuell in Deutschland zu arbeiten und dann erst nach Korea zu kommen.
Eventuell kannst du während deines Studiumes hier ein Auslandssemester machen oder sofern Du es schaffst noch mehr Geld zu sparen, dann hier ein komplettes Studium zu absolvieren.
Selbst wenn du das machst, wird es schwierig werden hier einen Job zu bekommen. Die Arbeitslosenquote der Uniabsolventen ist hier bei ca. 15%, also mache dir eher mal nicht so viele Hoffnungen.
Zur Zeit kann man hier eigentlich nur Fuß fassen, wenn man schon qualifizierte Berufserfahrung mitbringt welche koreanischen Firmen etwas nützt. Das sind meistens Jobs im Ingenieurbereich und Vertrieb.

Bezüglich in einem Restaurant arbeiten:
Wenn du fließend koreanisch sprichst kannst du das sicherlich machen oder mit weniger Sprachkenntnissen in einer Bar in Itaewon. Du solltest Dir aber im klaren sein, dass hier der Mindestlohn relativ gering ist (aktuell ca. bei 6,500 Won/hr). Restaurans und Bars bezahlen meistens nur den Mindestlohn und nur selten mehr.
orangutan #9
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Hi,

also, nee, TJBH...

Es gibt eine gute handvoll "wiekuk" Unternehmen, die in Südkorea laufen und Umsätze generate, ruhig mal global thinking, in Fantastilionen Won. Obwohl Marketing so wichtig ist, sitzt da aber höchtstens ein gutes Grüppchen aktiv drin in irgendeiner Asien-Abteilung bei einem großen Player. Sprich, selbst wirklich namhafte Unternehmen haben für Asien zwei Praktikanten, zwei, maximal vier in Vollzeit und dann relativ viele flexibel über Agenturen, Agents, halt klassisches Outsourcing, lasse es ein paar Köpfe mehr sein, die irgendwie Ihr Auskommen damit verdienen können.
Genauso gibt es wenige, die aktiv im Vertrieb sind. Bimmelbude, die rumtelefoniert, mal einen Vertreter rausschicken über Zeitarbeitsdingensfirma und erst dann kommt jemand, der auch von einer Agentur sein kann.

Fabriken eröffnen, Fertigung umverlagern, Autohäuser eröffnen... ist dann auch wieder eine andere Nummer und läuft quer am Marketing vorbei.

Da sitzen überall nur ein paar Köpfe, die die Geschicke lenken sollen. Wahrlich keine aussichtsreiche Jobaussicht.
 
Man lässt halt Agenturen, Freiberufliche, Leute mit Befristung etc. pp. los und man kann schon annehmen, dass letztlich wirklich, wirklich, wenige entscheiden und beaufsichtigen.
Das machen dann so Wilhelmina Werbungs und Floh von Toller als Markts.
Das ist unrealtisch hier, nehme ich mal stark an.


Wer da mitmischen möchte, also da müsste Lieschen sich dann komplett selbst drum kümmern...



Hallo Lieschen,

viele, die schon in Korea waren und mal bei Sprachtreffs, irgendwelchen Veranstaltungen für Ausländer, mal welche so irgendwo kennengelernt hat, der kennt diese traumtanzenden Leute, die unbedingt mal in Korea leben wollen in Zukunft.

Hier lesen sicherlich auch welche mit, die mit einer tollen, gesicherten Existenz nun in Korea hocken und sich fragen, warum Du hier derart allgemeine Fragen stellst.

Schaue Dir halt mal Visumtypen, Voraussetzungen für Arbeits- und Aufenthaltungsgenehmigungen an.

Wenn ich durch diesen kurzen Clip ohne Ton auf FB diese Woche auf Arirang News oder so nicht falsch informiert snd, dann sind zur Zeit ca. 2 Millionen Ausländer in Südk registriert. Von denen so 60.000 oder so Englischlehrer. Abzüglich von "Asiaten" bleiben echt wenige, vor allem Deutsche, übrig. Also Zahnarztpraxis für Deutsche... Da werden einem wohl kaum die Behandlungsstühle knapp. UND GANZ wichtig, die Anerkennung und jemanden finden, der einen einstellt...

Kurz und knapp: Man muss einer koreanischen Behörde seine Papiere schicken und dann wird entschieden, ob die Papiere des Arbeitgebers und -nehmers passen und man bleiben darf.

In Korea braucht man Ausländer, aber das ist ein Politikum, wie man nun konkret Leute integriert.

Keinen Schimmer, wie das für Dich ausschaut mit Deiner Ausbildung und ohne Sprachkenntnissen.

Du müsstest aber sowieso alleine oder mit irgendeiner Hilfe außerhalb des Internets, die koreanisch kann, auf Arbeitssuche.


Hier kann man letztlich nur predigen:

1) lies Dich um auf Wiwi-Treffe, Uni-Protokolle o.ä.
2) stelle dann ggf. mal gute, konkrete Fragen,
3) lasse Dich durch Antworten nicht entmutigen,
4) hole qua Ausbildung etwas aus Dir heraus! Es wird so gut wie kaum Spaß machen, mit viel Mühe verbunden sein, aber schon irgendwie gut mit Dir meinen.



Die kleine, ebenfalls überschaubare Gruppe der Investoren und Journalisten wurde übrigens noch nicht angesprochen.

Außerdem gibt es auch Leute, die sich selbstständig machen, zum Arbeiten einen Computer mit am besten zwei Monitoren, ein wenig Ruhe und einem elektronischen Stift brauchen, und überall auf der Welt arbeiten können.

Gibt da schon welche, aber die stellen echt andere Fragen.


Soll nicht böse klingen, aber auf Dich wartet in Korea eigentlich nicht unbedingt jemand so direkt und wirklich.

Ohne Scheiß, aber ich habe in Korea keinen westlich ausschauenden Menschen irgendwo in einer Bar oder im Service oder so gesehen. Nur in vereinzelten Hostels empfingen mich so komische Spanier oder Italiener. Eine Finnin (20jährige aus Finnland,Finnin, Finnin) meinte auch mal irgendwo zu arbeiten.
Naja, voll geil. NICHT


Wirst demnächst mit eigenen Augen sehen, dass Service keine Option ist.

Fabriken suchen händeringend Leute! Ohne Scheiß, da lässt sich sicher 15.000 oder so die Stunde irgendwo machen, wenn Du gut, hart und stundenlang arbeiten kannst. Funfaktor natürlich 0.

Wenn Dir keine 2000 Euro netto winken, dann würde ich das eh ganz sein lassen. Da kannst besser in Duisburg oder so wohnen, Deine 2000 brutto nach Hause bringen und weniger arbeiten, Sorgen haben und Dir Probleme schaffen, die es irgendwie zu lösen gilt.

Die allllllllerwenigsten sehen übrigens in Korea mehr als einen (ausgedehnten) Zwischenaufenthalt.
Dieser Beitrag wurde am 25.03.2017, 03:03 von orangutan verändert.
Silberdrache #10
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orangutan hat es genau auf den Punkt gebracht. Chapeau!
lischen91 #11
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Antwort auf Beitrag #9
Danke für deine Antwort aber ich wollte eigentlich nur wissen welche Berufliche Richtung ich einschlagen soll um Chancen zu haben vielleicht mal dort zu arbeiten. Bis ich dann mein Studium fertig habe wird es bestimmt noch drei bis vier Jahre dauern. Koreanisch lernen würde ich nebenbei per Skype Unterricht.  Das da niemand auf mich wartet und mir ein Job schenkt ist mir klar.
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InZain #12
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Jedoch sollte einem auch bewusst sein, dass Frauen in Korea nicht soviel verdienen wie Männer. Also wirklich weniger, also so richtig weniger. Außer du arbeitest 12h+ am Tag/ 6 Tage die Woche/ bei vollen gefühlten 0 Urlaubstagen. Dann nach ein paar Wochen/Monaten klappst du ab -> ins Krankenhaus -> paar Vitaminspritzchen ins Ärmchen -> wurdest gekündigt -> neue Arbeit suchen -> aaaand repeat.

Alles schon dagewesen, auch bei Koreanern selbst.

Also es stimmt schon alles was hier bereits geschrieben wurde. Jetzt steht halt nur die Frage im Raum: "Was kannst du studieren um dich gegen die einheimische Bevölkerung durchzusetzen?"

Oder du wirst Handwerksmeisterin, sprichst fließend Koreanisch und machst dich selbständig. Bei vorhanden Kontakten denke ich sollte das laufen. Natürlich die Ko takte auch gut auswählen.

Ich persönlich fand Silberdrachen's ersten Vorschlag am besten. (Das ist wirklich ernst gemeint)

Es gibt auch viele Internationale Paare (was man so im Fernsehen sieht) und da findet der ausländische Part (oft auch Studiert) schwer arbeit. Und du ... willst ja anscheinend alleine hin. Ohne Kontakte... Kontakte sind wirklich immer sehr wichtig.

Naja musst du wissen. Wir pflegen immer zu sagen: "Deutschland ist das langweilige Paradies und Korea ist die lustige Hölle."
Flo-ohne-h (Moderator) #13
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Antwort auf Beitrag #4
Zitat von Gummibein am 22.03.2017, 06:35:
Ich erinnere mich an ein Gespräch beim Arzt. Sie schwärmte von den top-ausgebildeten koreanischen Krankenschwestern mit denen sie vor vielen Jahren gerne gearbeitet hätte.

Grundsätzlich stimme ich dem zu.

Es gibt aber noch einen ganz wesentlichen Punkt, der nicht zu vernachlässigen sein dürfte. Während jüngere Koreaner häufig Englisch sprechen, ist das bei ältere eher weniger der Fall. Das Hauptklientel und das welches am meisten an den Krankenschwestern hängt sind aber die ältere Patienten bzw. deren nahe Angehörige. Die werden einerseits an den traditionellen Umgangsformen noch hängen (d.h. als junge Krankenschwester wirst du mal zuerst recht weit unten in der Hierarchie eingeordnet) und mit denen auch eine vernünftige Kommunikation nur schwer möglich ist.

D.h. ich erwarte massive Probleme im Umgang mit Patienten, sofern die Koreanischkenntnisse nicht zumindest alltagstauglich sind.
o1534081 #14
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Wie wärs wenn du zuallererst ein Auslandsjahr dort machst und dann wieder hierher zurück kommst? Dann wirst du auf jedenfall geerdet. Ich sage es mal ganz frech, alleine Kpop wird dich dort nicht bei der Stange halten. Bei mir sind die Interessen echt vielfältig geworden und ich gehe dort auch hin eben WEIL das Leben so fremdartig (und scheiße) ist. Und dann verstehst du auch, warum die Kommentare immer etwas bissig sind wenn jemand jungfräulich dort hin reisen will, wie es bei meinen Forenposts auch war (zu recht).
Wenn du dort einen job suchen willst, solltest du auf jeden Fall ein Studium in der Tasche haben. Sonst lässt dich dort niemand arbeiten. Außerdem wäre ein Sprachlevel 6 ratsam, da du bereits in der Medizin sehr ins Detail gehen wirst. Das sind circa 3-4 Jahre eigenes Koreanischstudium wenn du dich ranhälst. Bestenfalls ein Masterstudium ranhängen wenn möglich, damit du dich überhaupt für das Land spezialisieren kannst. Bereite dich also darauf vor, in circa 6 Jahren dort arbeiten zu können, wenn du was ernsthaftes machen möchtest in deinem Bereich. Alternativ gibt es ja immer noch kleine Billigjobs oder Glückstreffer und im Restaurant wirst du mit 6€ die Stunden über die Runden kommen. Dann brauchst du aber auch wiederum jemanden, der dich nach 1 Jahr immer noch bürgt, da dann was Working Holiday Visa ausläuft.
Wenns dir also wirklich wichtig ist, sind da die Optionen auf jedenfall offen. Ich bin da sehr optimistisch.
Fragt sich nur, wie Eingangs erwähnt, was dich an Korea reizt da jetzt bereits arbeiten zu wollen?
Ansonsten, Organutan und alle anderen hier haben es schon gut zusammengefasst.
orangutan #15
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Naja, also alles durcheinander bringt es nun auch nicht.

Lieschen will nicht altgediente Schwester in der Notaufnahme oder beim Internisten werden. Mit der Ajumma wird sie auch nicht Darm- oder Uterusbeschwerden abklopfen müssen.

Was sie kann, ist dabei zu sein und angenehm zackig, aber nicht zu hetzend, einem Arzt bei einer Z-A-H-N-medizinischen Behandlung zu helfen. Zusätzlich halt gewisse Schreibarbeiten, die nicht jede Flasche erledigen kann, selbst jeden Tag grammweise Zahnstein zu entfernen und vieles mehr. Der sprachliche natürlich äußerst anspruchsvolle Kram, fällt so eigentlich kaum an. Wenn ein Kind nicht mehr laufen kann, die Augen durchdrehen und überhaupt nicht mehr mit Worten zu erreichen ist, dann ist klar, dass das Kind beim Zahnarzt falsch ist.
Sie wird schon auch zahlreiche Geschichten alleine abwickeln können, zumindest theoretisch, und mit Anleitung und ein wenig Übung ebenbürtig eines Zahnarztes über den Stuhl bringen können, was nach dem "Mund auf, bitte" zu tun ist.
Also deutlich, deutlich mehr als eine Behandlung eines Wackelzähnchen mit dem Zauberspray.
(Ich habe erst spät erfahren, was Eisspray oder ein Zauberkulli ist. Als später mal die Rede von einer Spritze war, tat das scheiße weh.)


Surfe durchs Internet und schaue nach Studiengängen.

Korea ist eine ganz normale Volkwirtschaft, die aber sehr, sehr schnell gewachsen ist.

Bezüglich interessanten (englischsprachigen) Zeitungen und Portalen, die man im Blick haben sollte, wenn einen Korea juckt, kannst ja einen Thread aufmachen.

Da gibt es viele Jobmöglichkeiten, wenn man halt flink drauf ist und von den eigenen Qualitäten weiß.

Das macht doch keinen Sinn nun über Elektrotechnik zu schreiben (kenne Koreaner, die das studiert haben, aber zu blöde zum einfachen Löten sind) oder, ohje, bewahre, Intern. Tourismus.

Es gibt da keine Richtung. Koreanistik studieren ist an für sich auch keine Richtung.

Um das zu verstehen, kann man heutzutage viel lesen im Internet und die wildesten Praktika machen.

Wie Du nun Job und Studium unter einen Hut bringen kannst, 10.000 Euro sind nicht wenig für Dich und würde ich nicht so schnell doof verprassen, tja, surfe rum. Überhaupt erst einen Studienplatz finden. Da musst Dich aktiv drum kümmern, einfach versuchen und nicht nachfragen in Foren, sondern dort, wo Du dich bewirbst.

Wenn Du dann für Dich festgestellt hast, dass irgendein Studium für Dich etwas ist, dann lege los, arbeite nebenbei als Zahnarzthelferin und in drei Jahren bist vielleicht bei XY, nachdem Du ein Praktikum gemacht hast oder besser zwei, Werkstudentin warst, 5.000 Euro in ein schönes Auslandssemester investiert hast oder oder oder.

Zwangsläufig einen koreanischen Studienabschluss ist doch Quatsch. Das kostet eine Stange Geld und bringt einem letztlich wenig.

Auch den Master oder PhD können wird mal aussparen.

Grundsätzlich bringt Dich alles, was Dich auch in Deutschland voran bringt, auch in Korea weiter.

Denke mehr über Deine Möglichkeiten in Deutschland nach und Korea wird dann auch irgendwann eine relatische Option. Wenn Du dann überhaupt noch Bock hast und tausende Stunden Koreanisch gepaukt hast, wobei Englisch für Dich viel wichtiger und essentieller sein dürfte.




Als kleines Dankeschön an Dr. Kim, der mir durch seine Inserate in der http://kyoposhinmun.com meine gedruckte Ausgabe querfinanziert, sei er erwähnt:
http://www.zahnarzt-dk.de

Vielleicht bewirbst Dich ja bei ihm oder einem anderen.

Ich war noch nie in Hessen beim Zahnarzt, kenne ihn auch nicht.
Dieser Beitrag wurde am 01.04.2017, 02:26 von orangutan verändert.
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