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Verliebt in eine Koreanerin.
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Tuvok #1
Mitglied seit 06/2016 · 7 Beiträge
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Betreff: Verliebt in eine Koreanerin.
Guten morgen liebe Korea-Freunde,

wie es der Titel ja schon erahnen lässt, habe ich mich in eine Koreanerin verliebt. Ich habe sie vor ungefähr neun Monaten im Urlaub kennengelernt, wobei getroffen es besser treffen würde. Ich weiß, jetzt werden einige von euch mit der Stirn runzeln und denken, nicht noch einer. Andere wiederum werden denken, wo ist das Problem, denn fliegt er halt wieder nach Korea und versucht sein Glück bei ihr. Nur ist es so, dass ich mein Herz nicht in Soul oder Busan verloren habe, unglücklicherweise habe ich mein Herz in Pjöngjang verloren. Nein, das ist kein Scherz oder so, die Wahrheit ist, ich habe mich in eine Nordkoreanerin verliebt. Sie war einer der unzähligen Tour Guides die wir in den endlosen Museums besuchen getroffen haben. Sie begrüßte uns auf hervorragenden englisch und als ich sie sah, hat es sofort gefunkt. Ich habe es wirklich versucht, aber ich konnte nicht damit aufhören sie anzuschauen. Sie hat es auf jeden Fall mitbekommen und zu meinem erstaunen jedes mal gelächelt. Das war insofern untypisch, da die meisten Menschen in Nordkorea sehr zurückhaltend, fast scheu sind. Am Ende der Führung fragte ich sie, ob es in Ordnung wäre ein Foto von uns beiden zu machen und sie willigte ein. Während wir beide da standen fühlte ich plötzlich, dass sie ganz zaghaft meine Hand mit ihrer berührte. Unsere sonst so aufmerksamen "Reiseleiter" haben davon nichts mitbekommen, die waren damit beschäftigt uns alle wieder in den Bus zu kriegen. Ich bedankte mich bei ihr und sie sagte fast flüsternd, your welcome i hope i see you again. Dann stieg auch ich in den Bus, mit der Gewissheit sie wahrscheinlich nicht mehr wiederzusehen. Seit diesem Tag geht sie mir nicht mehr aus dem Kopf, oft schaue ich mir das Foto an und wünschte mir, die politische Ausgangslage wäre eine andere. Meine Frage an euch, hat jemand von euch schon einmal von so einer Situation gehört? Gibt es Möglichkeiten dennoch mit ihr in Kontakt zu kommen? Ich möchte euch nicht auf den Arm nehmen oder so, dafür bin ich zu alt und dafür wäre mir auch die Zeit zu schade. Ich danke euch schon einmal dafür, dass ich mich euch anvertrauen konnte und wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Tuvok
Flo-ohne-h (Moderator) #2
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Zitat von Tuvok:
ich habe mich in eine Nordkoreanerin verliebt.

Ich habe gehört, dass die nordkoreanische Führung die Heirat von ihren Bürgern mit Ausländern nur nach einer mehrmonatigen Ausbildung und einer ziemlich hohen Geldsumme erlaubt. Obendrein wird einem eine geeignete Braut zugeteilt. Meine Frau hat das Programm ziemlich passend als "Marry a Spy" bezeichnet.

Um es kurz zu machen - schlag Dir die Sache aus dem Kopf. Die Menge an Ärger, die alleine die Kontaktaufnahme für sie bedeuten kann, würde mich schon davon abschrecken wegen ein paar Schmetterlingen im Bauch mit einer flüchtigen Urlaubsbekanntschaft. Mal davon abgesehen, gehe ich mal davon aus, daß Du nicht mal ihren Namen kennst. D.h. die Wahrscheinlichkeit sie zu finden ohne es an die große Glocke zu hängen ist alleine schon mal sehr niedrig.
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orosee #3
Benutzertitel: Ernst ist anders.
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Nein.

Nein.

Nein.
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Tuvok #4
Mitglied seit 06/2016 · 7 Beiträge
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Hallo Flo-ohne-h,

ihren Namen kenne ich tatsächlich nicht, sie hat uns zwar einen Namen genannt, doch ob es wirklich ihrer ist? Die Sache aus dem Kopf zu schlagen ist gar nicht so leicht, wenn es einem erstmal richtig erwischt hat. Das sie in großen Schwierigkeiten kommen kann, dass ist mir bewusst und deshalb war ich auch sehr überrascht, dass sie doch ziemlich offen war, wenn auch sehr zurückhaltend. In Südkorea wäre das wahrscheinlich alles kein Problem, da wäre ich einfach jeden Tag in dieses Museum gegangen. In Nordkorea geht das nicht, die gesamte Tour ist durchgeplant, abweichen von diesem Plan wird nicht gestattet. Ich danke dir für deine Antwort und vermutlich wird es so kommen, da ich leider nicht sehe, wie ich sie jemals wieder treffen könnte.

Hallo orosee,

so wie du haben auch viele Kollegen und die Familie reagiert. Ich kann das auch nachvollziehen. Aber ist es wirklich so selten, dass man sich in eine Nordkoreanerin verliebt? An diesem Umstand ist ja erstmal nichts schlimmes zu erkennen. Liebe kennt keine Nationalitäten oder politische Ideologien, wenn es einem erwischt, ist man machtlos.

Grüße
Tuvok
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orosee #5
Benutzertitel: Ernst ist anders.
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Hallo Tuvok,

"selten" ist es wohl, weil generell Tourismus in NK eine Raritaet ist. Daher gibt es sicher kaum Erfahrungsberichte.

Was deutlich (!) haeufiger passiert, ist sich in eine Asiatin zu verlieben, vor allem, wenn es der erste Kontakt ist. Ich kenne aber Deine Vorgeschichte nicht (und die bleibt auch besser aus dem Forum raus). Vielleicht waere es besser, wenn Du einfach ein paar Wochen nach Suedkorea gehst.

Bei aller Romantik, die Umsetzung ist so schwierig, dass es ans Unmoegliche grenzt. Viele Leute scheitern schon daran, eine Beziehung mit einer westlich orientierten Asiatin kulturell zu bewaeltigen. Das ganze noch komplizierter zu machen, scheint mir der falsche Weg zu sein.

Das beste, das mir einfaellt, ist: Sollte es klappen, kannst Du ein Buch schreiben und Ihr koennt dann wohl davon leben. Falls es das Buch noch nicht gint. Wenn es so ein Buch schon geben sollte, muesstest Du es jetzt wahrscheinlich mal lesen :-)

Ernsthaft: Lass es sein.
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Tuvok #6
Mitglied seit 06/2016 · 7 Beiträge
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Guten Abend orosee,

es ist mit einer Reise nach Nordkorea halt so eine Sache, es ist nicht jedermanns Geschmack. Ich habe es nicht bereut, obwohl es natürlich eine reine Propaganda-Rundfahrt war.

Sie ist die erste Asiatin in die ich mich verliebt habe. Ich habe da keine Vorlieben oder ähnliches, wennman sichin jemanden verguckt, dann ist es unerheblich ob es eine Asiatin oder Afrikanerin ist.

Ich habe noch nie von so einem Buch gehört, es gibt jedenfalls einen Film, der den Titel Verliebt, Verlobt, Verloren trägt. Dieser Film handelt von deutsch-nordkoreanischen Paaren, die sich in der ehemaligen DDR kennengelernt haben. Es gibt auch viele Berichte von Flüchtlinge aus Nordkorea, die ihre Geschichte erzählen.

Das dürfte aber bei ihr ausgeschlossen sein, da sie ein militärischen Hintergrund hat und zumindest so klang, als sei sie überzeugt von dem was sie sagte. Vergessen kann ich sie nicht, noch nicht. Ich weiß nicht ob es irgendwann zu einer Wiedervereinigung kommt, davon träumen auch die Menschen in Nordkorea. Wie unterschiedlich die Vorstellungen dieser Wiedervereinigung sind, kann man nur erahnen. Ich weiß was ich tun würde, wenn es hypothetisch morgen ein wiedervereingtes Korea gibt, ich würde mir Urlaub nehmen und mit dem nächsten Flieger nach Pjöngjang reisen.

Vielleicht hast du recht, vielleicht sollte ich mir Südkorea ansehen, aber an meinen Gefühlen für sie würde das nichts ändern. Ich danke dir jedenfalls sehr für deine Ratschläge und für deine Geduld.

Liebe Grüße
Tuvok
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orosee #7
Benutzertitel: Ernst ist anders.
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Ich wuensch Dir alles Gute!

Aber denk an die Komplikationen und Konsequenzen.
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Tuvok #8
Mitglied seit 06/2016 · 7 Beiträge
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Guten Abend orosee,

danke dir vielmals. Glück kann ich gebrauchen. Natürlich denke ich an die Konsequenzen, da diese ja nur sie treffen könnten. Ich möchte sie keinesfalls gefährden, die Strafen für so etwas sind in Nordkorea extrem hart und das würde ich mir nie verzeihen. Ich habe auch schon überlegt, wieder in die Demokratische Volksrepublik Korea zu reisen, aber selbst wenn es klappt, heißt es nicht, dass ich sie auch wiedersehen kann. Man kann sich die Tour Guides leider nicht aussuchen.

Guten Start in die Woche,
Tuvok
Goodfriend #9
Benutzertitel: ~굿프렌드
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Hi, Tuvok!

Ich möchte Dich wissen lassen, dass ich mit den Meinungen von Flo-ohne-h und orosee d'accord bin.

Auch der Vorschlag von letzterem, sich einmal in Südkorea umzuschauen scheint mir eine ausgezeichnete Idee zu sein: Nicht wegen "Brautschau" oder potentieller "Partnerwahl", sondern um sich einfach tiefer mit der Realität der Trennung von Nord- und Süd zu befassen -- und ggf. konfrontieren zu lassen.

Du könntest auch mit etlichen Ex-NordkoreanerInnen Kontakt aufnehmen und Dich von ihnen weiter informieren lassen.

Wahrscheinlich kann dies Dein Licht in die richtigen (realistischen) Perspektiven rücken, obwohl ich nicht ausschlagen will, dass "Wunder" unmöglich sind.

 ;-)

Goodfriend
Tuvok #10
Mitglied seit 06/2016 · 7 Beiträge
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Hallo Goodfriend,

vielen Dank für deine Ratschläge und ein Wunder das kann ich wirklich gebrauchen. Südkorea ist bestimmt eine Reise wert und ich würde gerne mit Menschen sprechen, die aus Nordkorea geflohen sind. Die Teilung Koreas ist so eine Sache, jede Partei hat darüber seine eigene Meinung, die Wahrheit ist vermutlich irgendwo in der Mitte zu finden.

Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, auch die Menschen in der Demokratischen Volksrepublik Korea wünschen sich ein wiedervereingtes Korea. Wie dieses Korea aussehen soll, dass ist das Problem. Deshalb wird es auf lange Sicht wohl keine Einheit geben.

Ich weiß nicht, welche Seite die richtige Seite ist. Ich weiß nur, dass die Nationalität oder die politische Ideologie keine Rolle spielt, weil man sich in den Menschen verliebt und nicht in ihre politische Ausrichtung. Wie realistisch es ist, leider nicht sehr realistisch. Die Führung verbietet jeden privaten Kontakt mit ausländischen Gästen. Außerhalb der Touren hat man nur im Hotel die Möglichkeit, mit Nordkoreaner ins Gespräch zu kommen und auch da sollte man aufpassen was man erzählt. Nicht wegen einem selbst, sondern weil es diese Menschen in großen Schwierigkeiten bringen könnte.

Lieben Gruß
Tuvok
fromGtoK #11
Mitglied seit 07/2013 · 122 Beiträge
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 verträumter Säuselhannes.
Goodfriend #12
Benutzertitel: ~굿프렌드
Mitglied seit 01/2009 · 992 Beiträge
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Schon in diesem Jahr sind mehr als 800 NordkoreanerInnen in den Süden gekommen.

Mach' Dir Dein eigenes Bild, Tuvok.

Der letzte Kommentar ist zwar krass, aber kann auch zutreffen -- wie dem auch sei: Sei zweckpessimistisch.

 :rolleyes:

Goodfriend
Tuvok #13
Mitglied seit 06/2016 · 7 Beiträge
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Hallo Goodfriend,

nun eine Flucht aus Pjöngjang dürfte für sie nicht möglich sein denke ich. Man braucht in Nordkorea für jede Reise eine Genehmigung. Zweckoptimistisch, dass wäre besser aber vermutlich abseits der Realität.

Was den letzten Kommentar von fromGtoK angeht, dieser findet bei mir überhaupt keine Beachtung. Weder trifft er mich, noch habe ich Lust mich auf diesem Niveau zu unterhalten. Natürlich sei fromGtoK seine persönliche Meinung erhalten.

Grüße Tuvok.
yulki #14
Mitglied seit 02/2018 · 10 Beiträge
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Antwort auf Beitrag #1
Hallo,
auch wenn das alles jetzt schon einige Monate her ist, beschäftigt mich Deine Frage bzw. die Fragestellung.

Gibt es irgendwelche mutmachenden Neuigkeiten? Ich ahne leider, dass es wohl keine gibt.

In Nordkorea ist es meist so, dass die Damen, die mit Ausländern zusammentreffen bzw. "Promis" wie Musiker sind, einige Kriterien erfüllen müssen:
1. extrem gutes Aussehen
2. extrem freundliches Auftreten
3. extrem zuverlässige Staatsbürger aus zuverlässiger Familie
4. Sprachkenntnisse oder zumindest Techniken beherrschen, diplomatisch vieles "nicht zu beantworten"

Folgen für eine aufgrund der 4 Punkte gecasteten Frauen im Falle einer Liaison mit dem imperialistischen Agressor oder einem Staatsbürger eines anderen nicht befreundeten Landes wären Jobverlust, ggf. Lager, Konsequenzen für die gesamte Familie, mit der Rückstufung auch eine Wenigerversorgung mit Grundnahrungsmitteln etc...

Ich glaube Dir, dass Du das gefühlt hast, was Du gefühlt hast.
Ich glaube eher nicht, dass die Fremdenführerin Dir Mut machen oder Dich wirklich motivieren wollte, sie "wieder zu besuchen".
Davon unabhängig ist es natürlich möglich, dass Frau Dich attraktiv fand, und Deine Nähe als sehr angenehm empfand.

Ich schreibe gerade an einem Buch über Nordkoreanisch/Deutsche Beziehungen über Generationen. Deshalb bin ich auf Deinen Beitrag gestossen. Wenn Du das hier liest, melde Dich doch gerne einmal zurück

Alles Gute
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