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Beziehung: koreanischer Mann - deutsche Frau : Suche nach Gleichgesinnten, Erfahrungen

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orosee
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"meat-korea"  :-D  :cool:

Klasse!
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meat-korea (Guest)
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Interessant, wie sich das Thema "Fleisch" zunehmend durch die verschiedenen Threads schlängelt?   :-D

Also, aus eigener Erfahrung weiß ich zu berichten, dass es sehr wohl Familien gibt, die die Ernährungsphilosophie ihrer Kinder, Schwiegertöchter/ und -söhne akzeptieren, und sogar deswegen bei deren Besuchen mal etwas ohne Fleisch kochen. Selbstverständlich gibt es anfangs die üblichen Fragen, aber mehr aus Interesse als aus Skepsis heraus.

Insofern kann ich eigentlich nur zu Selbstbewusstsein in dieser Frage ermuntern.

@Jeez: Vielleicht macht sich ja Dein Freund mal für Dich "krumm" edit: stark  ;-) und hält Dir beim gemeinsamen Dinner den Rücken frei, indem er mit Dir gemeinsam ein hinzubestelltes leckeres fleischloses Gericht isst?! Wäre doch mal was...

Viel Glück!
Jeez
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Hmmm....also die Familie meines Freundes ist buddhistisch und ja, er sagte auch dass einer der Gründe wäre, weil sein Vater kaum die Möglichkeit hätte, mit mir zusammen essen zu gehen (was dieser jedoch liebt), weil es in seinen Lieblingsrestaurants keine oder kaum vegetarische Gerichte gibt.
Er liebt Fleisch wohl über alles...
Ich kann Chung-Chi da nur zustimmen. Die Zubereitung von Fleischgerichten und das gemeinsame Speisen wird ganz groß geschrieben.
Ich kann es mir ganz und gar nicht vorstellen Fleisch für einen Monat zu essen. Die Eltern müssen das akzeptieren, da werde ich wohl stur bleiben. Ich habe mich schon so viel verbogen und mich dieser Kultur angenähert, aber da ist für mich ernsthaft Sense.

Mit dem kommunizieren dürfte es keine zu großen Schwierigkeiten geben, Grundlegende Sätze kann ich schon und ich studiere ab Oktober Koreanistik. Da müsste ja als Ausgleich für den Vegetarismus dienen können, oder?
Koreaner kenne ich zuhauf, dadurch hat sich meine Faszination für dieses Land entwickelt ;) Ich bin eigentlich mehr von Koreanern als von Iren umgeben und irgendwie ist um mich herum alles immer sehr leicht, bunt und fröhlich, auch wenn diese Leutchen manchmal ganz schön schräg drauf sind^^
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딸기 티안
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Ich muss hier Orosee beipflichten.
Aber is gibt im Buddhismus verschiedene Stufen. Es gibt Stufen wo kein Fleisch gegessen wird, so wie es Buddhisten gibt die Muecken toeten und welche die keine toeten.
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orosee
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PS: Zum Thema - ist hier jemand mit einem Koreaner verheiratet und schon ueber 35 Jahre alt? Und lebt in Korea, nicht in Deutschland oder anderswo. Mich wuerde mal interessieren, wie das so laeuft.
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orosee
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Quote by Flo-ohne-h:
Ich habe bei Asiaten (und ich kenne eine ganze Menge) noch nie einen überzeugten Vegetarier gesehen. Buddhisten essen zwar kein Fleisch, aber alle anderen schon (mehr oder weniger häufig).

Ich muss Dich leider korrigieren  :blush:  Alle Buddhisten die ich persoenlich gut kenne, essen Fleisch/Fisch/Gefluegel, und zwar ordentlich. Einige legen zu einem bestimmten Fest einmal im Jahr fuer ein paar Tage eine Fleischpause ein. Selbst buddhistische Moenche essen Fleisch und Fleischprodukte.

Korea ist auch nicht das einzige Land, in dem es Vegetarier schwer haben. Selbst in Thailand, wo das Essen weitaus vielfaeltiger ist und Gruenzeug fast nichts kostet, haben die wenigsten Restaurants pure vegetarische Gerichte. Ein indischer Freund von mir hat drei Jahre lang immer dasselbe Gericht bekommen (zu Hause konnte er natuerlich selber "kochen") - buntes Gemuese in Austernsosse - und bei der Austernsosse musster er schon beide Augen zudruecken.  ;-)

Ein andere indischer Freund ist "Chicketarian", d.h. er isst kein Fleisch ausser Huhn und Eier. Die meisten Inder die ich kenne essen kein oder wenig Fleisch, aber dass sind Hindus und Jain.

Vera H. hat ihre Frustrationen mit dem Essen in Korea ja auch beschrieben. Man hat wohl weniger Probleme, wenn man statt auf Fleisch auf Loeffel verzichtet.
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Chung-Chi
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Ich kenne schon mehrere wirklich ueberzeugte (koreanische) Vegetarierinnen. Allerdings isst eine von diesen zur Zeit auf Grund ihrer Schwangerschaft voruebergehend wieder Fleisch (meine vegetarische deutsche Freundin hat das auch so gemacht). Vielleicht liegt die Sorge des Vaters auch ein wenig darin begruendet (kein Fleisch = keine gesunde Nachkommenschaft)?
Es stimmt allerdings auch, wie Flo schon andeutete, dass in Korea viele gesellschaftliche Aktivitaeten das Essen von Fleisch beinhalten. Zum Beispiel braten die Koreaner gerne zusammen am Tisch Fleisch und verzehren es gemeinsam. Wenn dann einer da nicht mitmacht, ist es dann halt doch nicht ganz das gleiche (koennte die gute Stimmung versauen). Wenn du zumindest Fisch isst, wirst du vielleicht in Korea irgendwie klarkommen, aber wenn du auch keine Meerestiere essen magst, wird es echt schwierig werden fuer dich, da in den allermeisten Gerichten Kleinstmengen an Fleisch enthalten sind. Diese werden von vielen aber nicht wirklich als Fleisch identifiziert, so dass man, auch wenn man ein "vegetarisches Gericht" verlangt, trotzdem eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, dass es trotzdem Fleisch enthaelt. Kennst du als Vegetarierin vielleicht auch von Deutschland, wo sich dann doch irgendwie die Speckwuerfelchen mit auf den Teller schleichen.
Ueberlege einmal, ob es fuer dich eventuell doch okay ist, waehrend der gemeinsamen Familienessen Fleisch zu essen (nur aus Hoeflichkeit) und den Rest der Zeit kannst du es ja halten wie du magst. Und versuche auf jeden Fall vor deiner Reise so viel Koreanisch wie Moeglich zu lernen. Fuer Schwiegereltern ist es immer sehr bedrueckend wenn sie so gar nicht mit ihren Schwiegertoechtern/soehnen kommunizieren koennen. Informiere dich so viel ueber die koreanischen Sitten wie moeglich. Versuche vielleicht auch noch andere Koreaner ausser deinem Freund kennen zu lernen, damit du ein breiteres Spektrum hast. Und denk ueber ein passendes Gastgeschenk nach. Wenn du das Verhalten der Eltern nicht verstehen kannst, werde nicht gleich aergerlich, sondern versuche zu verstehen und frag deinen Freund um Rat.
Viel Glueck~!
Flo-ohne-h
Member since Jul 2009 · 377 posts · Location: 全州
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Quote by Jeez:
Ich hätte alle möglichen Gründe erwartet, aber nicht meinen Vegetarismus.

Ich habe bei Asiaten (und ich kenne eine ganze Menge) noch nie einen überzeugten Vegetarier gesehen. Buddhisten essen zwar kein Fleisch, aber alle anderen schon (mehr oder weniger häufig).

Ich glaube, daß das Problem ist, daß Du damit in die Kategorie "seltsam" fällst und das ist bei den harmoniesüchtigen Gesellschaften etwas sehr negatives.
Jeez
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Mein Freund ist auch Koreaner und momentan leben wir noch beide in Europa (irland), aber er geht im Winter zurück und im März werde ich den Eltern "vorgestellt".
Er selbst scheint relativ locker zu sein und auch seine Eltern haben wohl kein problem mit einer europäischen Freundin, nur meinte er gestern, dass es wohl Probleme mit seinem Vater geben könnte.
Ich hätte alle möglichen Gründe erwartet, aber nicht meinen Vegetarismus. ER forderte mich zwar nicht auf seinem Vater zuliebe etwas Fleisch zu essen, aber es klang beinahe so.
Es ist für Koreaner wohl ein Ding der Unmöglichkeit kein Fleisch zu essen - und das aus Überzeugung!

Im Übrigen, Kaja, sagte er einmal, dass koreanische Männer nicht unüberlegt mit sozusagen tiefergehenden Komplimenten um sich werfen.
Caroline
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Also mit einem Koreaner war ich noch nicht zusammen, aber mit Japanern und Chinesen. Mit den Eltern gab's da weniger Probleme, eher, dass ich das "zwischen den Zeilen lesen" nicht gewohnt war. So was wie "eine Sache, die einen stört, ansprechen, ausdiskutieren und sich nachher wieder vertragen" war da irgendwie schwierig ...
Übrigens administriere ich ein Social Network für männliche Asiaten und "Nicht-Asiatinnen" (http://www.hey-ai.com), da haben wir natürlich auch einige Pärchen, aber was ich von denen so für Schwierigkeiten mitkriege, sind eher individuelle als kulturspezifische Sachen ... Wobei aber bei den meisten Pärchen, von denen ich gehört hab, der Asiate im Westen aufgewachsen war.
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